Hospitationsschulen gesucht
Die Deutschlehrerin Titik Maryani aus Indonesien hospitierte 2011 an einer Schule in Stralsund und begeisterte die Schüler und Lehrkräfte mit ihrer Offenheit, gemeinsamem Tanzen und Kochen. Für November 2012 sucht der PAD wieder Schulen, die Deutschlehrkräften aus aller Welt eine dreiwöchige Hospitation ermöglichen. Bewerbungen sind bis zum 15. April möglich.
Rund 300 Deutschlehrkräfte aus Afrika, Asien, Lateinamerika und Osteuropa lädt der PAD im Herbst 2012 zu einer Hospitation nach Deutschland ein. Er sucht dazu Gastschulen zwischen Rügen und den Bayerischen Alpen, die einen interessierten und motivierten Kollegen aufnehmen wollen. Bewerben können sich alle Schulen im Primar- und Sekundarbereich.
Die Gäste erhalten durch die Hospitation Einblick in Methodik und Didaktik des Unterrichts und erweitern ihr landeskundliches Wissen. Den Lehrkräften und Schülern in Deutschland eröffnen sich durch die Gastlehrkräfte authentische und aktuelle Einblicke in die Kultur und Sprache eines anderen Landes. Die Hospitationen werden durch die Initiative "Schulen: Partner der Zukunft" des Auswärtigen Amtes gefördert. Viele Schulen schätzen diese Möglichkeit des Austausches als "Blick über den Tellerrand" und bemühen sich jedes Jahr um eine erneute Teilnahme am Programm. Noch bis zum 15. April 2012 können sich interessierte Schulen über das Kultusministerium bzw. die Senatsverwaltung bewerben.
Die 44-jährige Indonesierin Titik Maryani war im November 2011 zu Gast an der Adolph-Diesterweg-Regionalschule in Stralsund. Zu Hause unterrichtet sie Schüler im Alter von 15 bis 18 Jahren in Deutsch und ist fasziniert von Deutschland. "Die Architektur, die Landschaft, alles ist so anders“, zeigte sich die Insulanerin im Gespräch mit der Ostsee-Zeitung begeistert. So viel wie möglich wollte sie von Deutschland kennen lernen und bei der Gelegenheit auch etwas von ihrer Kultur und deren Traditionen vermitteln. "Unseren Schülern soll frühzeitig vermittelt werden, dass es normal ist, wenn verschiedene Nationen offen aufeinander zugehen. Mit unseren Austauschlehrern funktioniert das immer bestens“, freut sich der Schulleiter Wolfgang Pehlke, der bereits Gastlehrer aus Georgien, der Türkei und Tschechien begrüßen konnte.



