Ausländische Fremdsprachenassistentinnen und -assistenten an Schulen in Deutschland
Jedes Jahr engagieren sich rund 1.100 Studierende aus dem Ausland an Schulen in Deutschland. Als Fremdsprachenassistentin und Fremdsprachenassistent (FSA) unterstützen sie die Lehrkräfte ihrer Gastschule beim Fremdsprachenunterricht. Die jungen FSA sprechen englisch, französisch, chinesisch, italienisch, spanisch oder russisch. In ihrer Muttersprache vermitteln sie den Schülerinnen und Schülern wie junge Menschen in ihrem Heimatland leben und was sie interessiert. Mit Projekten zur Landeskunde, Gesprächen und Sprachübungen ermöglichen sie ihren deutschen Schülern ein lebendiges Fremdsprachenlernen.
Welche Ziele hat das Austauschprogramm?
Welche Teilnahmevoraussetzungen gibt es?
Welche Aufgaben haben FSA?
Fremdsprachenassistentinnen und -assistenten unterstützen die Fachlehrkräfte beim Fremdsprachenunterricht. Sie unterrichten in ihrer Muttersprache und leisten so einen Beitrag zu einem lebendigen und motivierenden Unterricht. Mit Rollenspielen, Gesprächen und Sprachübungen fördern sie Aussprache und Sprechfertigkeiten der Schülerinnen und Schüler. Sie wecken die Freude an der Sprache, am Leben und der Kultur ihres Heimatlandes.
Die Fremdsprachenassistentinnen und -assistenten sind in der Schule wöchentlich 12 Stunden im Einsatz. Sie erteilen keinen eigenverantwortlichen Unterricht.
Welche Ziele hat das Austauschprogramm?
- Praxisnahe Erweiterung und Vertiefung der Ausbildung ausländischer Germanistikstudenten.
- Förderung der sprachlichen und landeskundlichen Kenntnisse der deutschen Schülerinnen und Schüler durch die Begegnung mit einem Muttersprachler.
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Wer kann teilnehmen?
Teilnehmen können Studierende aus Australien, Belgien (frz. Gemeinschaft), Frankreich, Großbritannien, Irland, Italien, Kanada (anglophon), Kanada (Québec), Neuseeland, Russische Föderation, Schweiz (frankophon), Spanien, USA und der VR China.
Welche Teilnahmevoraussetzungen gibt es?
Die zukünftigen Fremdsprachenassistenten müssen mindestens ein zweijähriges Studium in ihrem Heimatland absolviert haben. Eines der Studienfächer sollte Deutsch sein. Alle Bewerberinnen und Bewerber müssen über gute Deutschkenntnisse verfügen und sollten bei Abgabe der Bewerbung nicht älter als 29 Jahre sein.
Weitere Teilnahmevoraussetzungen:
- Europa (einschließlich Russische Föderation):
Studierende aus diesen Staaten können teilnehmen, wenn sie Germanistik studieren. Aus Frankreich und dem Vereinigten Königreich können auch Studierende anderer Fachrichtungen teilnehmen. Es werden vorzugsweise angehende Lehrkräfte ausgewählt, die bei Antritt des Assistenzjahres mindestens ein zweijähriges Studium an einer Universität mit Erfolg absolviert haben.
- Übersee (einschließlich VR China):
Studierende aus diesen Staaten können teilnehmen, wenn sie Germanistik studieren. Es werden vorzugsweise angehende Lehrkräfte ausgewählt, die bei Antritt des Assistenzjahres bereits einen Universitätsgrad (z.B. Bachelor of Arts) erworben haben.
Wie wird der Austausch finanziell gefördert?
- Die Fremdsprachenassistentinnen und Fremdsprachenassistenten erhalten ein monatliches Stipendium in Höhe von 800 Euro.
- Wichtig: Die Auszahlung der ersten Stipendienrate erfolgt aus technischen Gründen frühestens 4 bis 6 Wochen nach Beginn der Assistenzzeit. Es wird dringend empfohlen, für den Lebensunterhalt während der ersten 6 bis 8 Wochen eigenes Geld in Höhe von ca. 1.000 € bis 1.500 € zur Verfügung zu haben.
- Die zuständigen Kultusbehörden der Länder in der Bundesrepublik Deutschland schließen für alle FSA eine Kranken-, Unfall- und Haftpflichtversicherung ab.
- Für Teilnehmer aus einigen Staaten wird ein Reisekostenzuschuss gewährt; genauere Informationen dazu können Sie der Staatenliste entnehmen.
Wie kann man sich bewerben?
Ausländische Studierende bewerben sich direkt in ihrem Heimatland. Die Adresse der jeweils zuständigen Partnerorganisation des PAD und für einige Staaten notwendige Informationen zu den Bewerbungsunterlagen sind über unsere
Staatenliste zu finden.
Beispiele guter Praxis
Einblick in die Arbeit als Fremdsprachenassistentin oder Fremdsprachenassistent erhalten Sie in den folgenden Berichten und Beiträgen.
Russisch feiern und russisch backen: Wie schmecken Weihnachtsplätzchen nach russischen Rezepten? Die Fremdsprachenassistentin Ekaterina Dubova aus Irkutsk in Sibirien hat unter anderem diesmit ihren Schülerinnen und Schülern ausprobiert. Hier geht es zu ihrem
Bericht.
»Ich habe Deutsch mit Berliner Akzent gelernt«: Das sagt John B. Richardson. Der Brite hat viele Jahre für die Europäische Kommission gearbeitet und ist, wie er sagt, »ein überzeugter Europäer«. Im Schuljahr 1966/67 war er Fremdsprachenassistent am Albert-Schweitzer-Gymnasium im Bezirk Neukölln im Westteil Berlins. Hier geht es zu einem
Interview mit ihm.













