Youth on the Move – denn Austausch bildet
Fachtagung des Pädagogischen Austauschdienstes der Kultusministerkonferenz vom 23. bis 24. Mai 2011
Thema der Tagung:
Der Pädagogische Austauschdienst der Kultusministerkonferenz führte am 23. und 24. Mai 2011 in Bonn eine Fachtagung unter dem Titel "Youth on the Move – denn Austausch bildet" durch. Das Thema griff die Leitinitiative "Youth on the Move" der EU-Kommission auf, die Teil der Strategie "Europa 2020" ist. Diese zielt darauf ab, die Arbeitsmarktchancen von Schülerinnen und Schülern, Studierenden und Auszubildenden durch den Ausbau von Mobilitätsangeboten zu erhöhen und die Qualität und Attraktivität von Bildung und Ausbildung in Europa zu verbessern. Die Fachtagung verfolgte das Ziel, die Initiative "Youth on the Move" für den Schulbereich nutzbar zu machen und Perspektiven für die Zukunft des internationalen Schulaustauschs zu entwickeln. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie internationaler Austausch Schülerinnen und Schülern Kompetenzen für ihre persönliche und berufliche Zukunft in Europa vermitteln kann. An der Veranstaltung nahmen rund 130 Bildungsfachleute aus Deutschland und dem europäischen Ausland teil.
Programm
Als Vertreterin der Kultusministerkonferenz eröffnete die Ministerin für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen, Sylvia Löhrmann, die Tagung mit einem Vortrag zum Thema "Europas kultureller Reichtum als Ressource für schulisches Lernen in Deutschland". Im Anschluss daran führte Professorin Sabine Hornberg von der Universität Bayreuth zur "Bedeutung von internationalem Austausch für den Kompetenzerwerb und für die Qualität des schulischen Lernens" ins Thema ein. Aus englischer Perspektive zeigte Tom Canning, Leiter der Tollgate Primary School in Newham, mit dem Vortrag "Using the International Dimension to Raise Attainment" am Beispiel seiner Schule, wie die internationale Dimension als Instrument der Verbesserung von Schulqualität genutzt werden kann. Eine Podiumsdiskussion ging der Frage nach, ob die internationale Öffnung "Kür oder Pflicht für zukunftsfähige Schulen" ist.
Am zweiten Tag erarbeiteten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in fünf themenbezogenen Arbeitsgruppen Thesen und Politikempfehlungen. Die Tagung schloss mit einem Abschlusspanel zum Thema "COMENIUS on the Move: Wie kann das künftige Bildungsprogramm den Anforderungen an Schulen im 21. Jahrhundert gerecht werden?"
Vorträge
- "Europas kultureller Reichtum als Ressource für schulisches Lernen in Deutschland"
Ministerin Sylvia Löhrmann, Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen
Vortrag [PDF, 94 KB] - „Die Bedeutung des internationalen Austauschs für den Kompetenzerwerb und für die Qualität des schulischen Lernens“
Prof. Dr. Sabine Hornberg, Professorin für Allgemeine Pädagogik, Universität Bayreuth
Vortrag [PDF, 293 KB]
Präsentation [PDF, 448 KB] - „Using the International Dimension to Raise Attainment”
Tom Canning, Head of Tollgate Primary School, Newham (UK)
Präsentation [PDF, 5,5 MB]
Workshops
Parallele Arbeitsgruppen
AG 1: Lehren und Lernen im internationalen Austausch
- Impulsbeitrag: Prof. Dr. Christoph Vatter, Universität des Saarlandes
Präsentation [PDF, 1,6 MB] - Thesen und Empfehlungen Ergebnisse [PDF, 113 KB]
AG 2: Mehr Mobilität in die Schule!
- Impulsbeitrag: Beate Schlömer-Chavet, Friedrich-Ebert-Gymnasium, Bonn Präsentation [PDF, 132 KB]
- Thesen und Empfehlungen Ergebnisse [PDF, 113 KB]
AG 3: Chancen durch regionale Vernetzung in Europa
- Impulsbeitrag: Angelika Prase-Mansmann, Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft u. Forschung (BE) Präsentation [PDF, 784 KB]
- Thesen und Empfehlungen Ergebnisse [PDF, 112 KB]
AG 4: Internationaler Austausch und Schulentwicklung
- Impulsbeitrag: Roland Schneidt, Franz-von-Lenbach-Realschule Schrobenhausen (BY) Präsentation [PDF, 1,3 MB]
- Thesen und Empfehlungen Ergebnisse [PDF, 114 KB]
AG 5: Internationalisierung in der Lehrerbildung
- Impulsbeitrag: Nurgül Altuntas, Studienseminar Wiesbaden, Hessisches Kultusministerium Präsentation, [PDF, 817 KB]
- Thesen und Empfehlungen Ergebnisse [PDF, 115 KB]
Dokumente
Referenztexte der Kultusministerkonferenz
- Positionspapier von BMBF und Kultusministerkonferenz zur künftigen Generation der EU-Programme für Bildung (2011)
Positionspapier [PDF, 145 KB] - Münchener Erklärung zur Mobilität im Bildungsbereich in Europa. Beschluss der Kultusministerkonferenz (2010)
Erklärung [PDF, 16,4 KB] - Europabildung in der Schule. Empfehlung der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland (2008)
Empfehlung [PDF. 49 KB]
Referenztexte auf EU-Ebene
- Mitteilung der Europäischen Kommission "Jugend in Bewegung" (2010) Mitteilung [PDF, 1,6 MB]
- Empfehlung des Europäischen Parlaments und des Rates zur transnationalen Mobilität innerhalb der Gemeinschaft zu Zwecken der allgemeinen und beruflichen Bildung: Europäische Qualitätscharta für Mobilität (2006)
Qualitätscharta [PDF, 76 KB] - Schlüsselkompetenzen für lebenslanges Lernen. Ein Europäischer Referenzrahmen (2006)
Referenzrahmen [PDF, 436 KB]
Ausstellung
Auf der Tagung präsentierten neun Schulen verschiedener Schulformen ihr internationales Schulprofil und ihre internationalen Projekte. Informationen über diese Schulen wurden in einem Kompendium zusammengestellt.
Kompendium [PDF, 208 KB]
Zusammenfassung der Diskussionsergebnisse
- Im internationalen Austausch können Schülerinnen und Schüler Fähigkeiten erwerben, die für ihre berufliche und persönliche Orientierung in einer globalen Welt Schlüsselkompetenzen darstellen.
- Die Teilhabe am internationalen Schulaustausch ist ungleich verteilt. Unterrepräsentierte Schulformen und benachteiligte Schülergruppen müssen künftig gezielter gefördert und informiert werden.
- Schulen in Deutschland müssen sich international öffnen, um ihren Schülerinnen und Schülern zukunftsorientierte Schlüsselkompetenzen vermitteln zu können. Ein nachhaltiges internationales Schulprofil ist ein Qualitätsmerkmal von Schule. Hierfür sind in der Schule und für die Schule Konzepte und Rahmenbedingungen zu schaffen.
- Lehrerbildung hat die Aufgabe, künftige Lehrerinnen und Lehrer auf internationale Aufgaben vorzubereiten: Internationalisierung in der Ausbildung sollte daher ein durchgängiges Prinzip in Hochschule, Ausbildungsseminar und Lehrerfortbildung sein.
- Das nächste EU-Bildungsprogramm muss für die Schulen deutlich mehr leisten als bisher, wenn die bildungspolitischen Ziele der Initiative „Youth on the Move“ erreicht werden sollen. Um das Programm in die Breite zu tragen, sind einfachere und flexiblere Fördermöglichkeiten zu schaffen.
Eine ausführliche Zusammenfassung der Tagungsergebnisse finden Sie hier: Zusammenfassung der Diskussionsergebnisse [PDF, 112 KB]



















