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Deutsch als Fremdsprache ist weltweit gefragt

Eine aktuelle Erhebung zeigt: Mehr als 15,4 Millionen Menschen auf der Welt lernen Deutsch. Dieses Interesse zu fördern ist auch Ziel vieler Programme, die der PAD für Schulen, Lehrkräfte, Jugendliche und Studierende anbietet.

Junge Lehrerin erklärt Schülern etwas

Deutsch als Fremdsprache wird weltweit unterrichtet. Bild: PAD/Gloger

„Das Erlernen von Deutsch ermöglicht es Menschen im Ausland, eine langfristige Beziehung zu einem weltoffenen Deutschland aufzubauen. Für uns ist es kein Selbstzweck, sondern die Vermittlung der deutschen Sprache eröffnet auch Zukunftschancen: nicht nur den Zugang zu einem exzellenten Hochschulsystem, sondern auch zu einem Arbeitsmarkt, der Fachkräfte mit Deutschkenntnissen braucht.“

Mit diesen Worten stellte Michelle Müntefering, Staatsministerin für Internationale Kulturpolitik im Auswärtigen Amt, die aktuelle Erhebung „Deutsch als Fremdsprache weltweit“ bei einer Diskussionsveranstaltung in Berlin vor. Alle fünf Jahre erfasst das Auswärtige Amt in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut, der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) und dem Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD), wie viele Menschen weltweit an Schulen oder Hochschulen die deutsche Sprache lernen. Da für 2020 auch die Nutzer von Online-Lernangeboten erfasst wurden, war auch die Deutsche Welle erstmals beteiligt.

Die Datenerhebung 2020 ist online verfügbar und ermöglicht aufschlussreiche Einblicke: Zwar ist die Zahl der Deutschlernenden seit der letzten Erhebung 2015 weltweit relativ konstant geblieben, doch es zeigen sich regionale Unterschiede.

  • In Europa gibt es die meisten Deutschlernenden – insgesamt rund 9,3 Millionen Personen. Frankreich und Russland zählen dabei zu den Ländern, in denen mehr als eine Million Menschen Deutsch lernen und die Tendenz ist steigend. In drei Nachbarländern Deutschlands gibt es im Vergleich zu 2015 ebenfalls mehr Interesse: in Dänemark (+ 62 Prozent), den Niederlanden (+ 30 Prozent) und in Tschechien (+ 4 Prozent). In Polen sank die Zahl der Deutschlernenden (-15 Prozent), ebenso wie in Großbritannien (-25 Prozent).
  • Außerhalb Europas fällt ein außerordentlich hohes Wachstum von fast 50 Prozent in Afrika auf. Zu den Ländern dieses Kontinents, in denen die Zahl der Deutschlernenden besonders stark gestiegen ist, gehören Ägypten, Algerien und die Côte d'Ivoire. Auch in Asien steigt das Interesse an der der deutschen Sprache, vor allem in China und Indien. In den USA ist hingegen ist ein Rückgang bei den Deutschlernenden um 15 Prozent zu verzeichnen.

Michelle Müntefering zeigte sich insgesamt zufrieden mit den Ergebnissen: „Die Studie macht Mut und zeigt uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Es ist gut, dass wir die deutsche Sprache fördern und dafür eben auch die Mittlerorganisationen haben.“

Auch der PAD beteiligt sich im Rahmen mehrerer Programme daran, das Unterrichten von Deutsch als Fremdsprache im Ausland zu fördern:

  • Schulpartnerschaften weltweit mit PASCH: Der PAD fördert im Rahmen der Initiative "Schulen: Partner der Zukunft" (PASCH) mit Mitteln des Auswärtigen Amts langfristige Partnerschaften von Schulen in Deutschland und im Ausland. So wird schon in jungen Jahren durch den direkten Kontakt mit Gleichaltrigen das Interesse an der deutschen Sprache geweckt.
  • Weiterbildungsprogramm für Ortslehrkräfte: Deutschsprachige Lehrkräfte von Auslandsschulen können sich noch bis 17. Juli 2020 über die Kulturabteilungen der deutschen Auslandsvertretungen beim PAD für eine einjährige Weiterbildung in Deutschland bewerben. Die Teilnehmenden hospitieren und unterrichten an einer deutschen Gastschule und erweitern so nicht nur ihre sprachlichen und fachlichen Kompetenzen, sondern können im Anschluss auch ein aktuelles Deutschlandbild vermitteln.
  • Programm für Fremdsprachenassistenz (FSA): Im August 2020 beginnt die nächste Bewerbungsrunde für deutsche Studierende, die für sechs bis 11 Monate die Deutschlehrkräfte an ausländischen Schulen unterstützen möchten. Im Gegenzug kommen Fremdsprachenassistenzkräfte aus dem Ausland an deutsche Schulen und vermitteln dort ihre jeweiligen Muttersprachen.
  • Freiwilligendienst kulturweit: Junge Menschen im Alter von 18 bis 26 Jahren können sich im Rahmen von „kulturweit“ für sechs oder zwölf Monate an Schulen im Ausland engagieren. Der PAD und die ZfA vermitteln Teilnehmerinnen und Teilnehmer an Deutsche Schulen im Ausland und DSD-Schulen, die das Deutsche Sprachdiplom der Kultusministerkonferenz anbieten.
  • Prämienprogramm #PADeinsteigen: Schülerinnen und Schüler weltweit, die sich durch besondere Leistungen im Fach Deutsch ausgezeichnet haben, lädt der PAD als Internationale Preisträgerinnen und Preisträger und im Rahmen von „Deutschland Plus“ zu Aufenthalten an deutschen Gastschulen und einem umfangreichen Kulturprogramm ein. Im Jahr 2020 können diese Begegnungen angesichts der Corona-Pandemie leider nicht stattfinden.

Alle Programme des PAD finden Sie hier im Überblick.

Die Deutsche Welle hat auch ein Video zur Präsentation der Studie veröffentlicht.

 

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