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Didaktik mit Fliegenklatsche: Einführungsseminar für britische FSA

Im Programm für Fremdsprachenassistenzkräfte (FSA) sammeln Studierende Unterrichtserfahrung im Ausland und vermitteln spielerisch ihre eigene Muttersprache.

Foto von einer Seminarsitation mit jungen Studierenden

Unterrichtstipps aus der Praxis: Grundschullehrer Elmar Pütz (rechts) war selbst als Fremdsprachenassistent in Großbritannien.

Eine Fremdsprache erlernen – das ist mehr, als nur Grammatik und Vokabeln zu pauken. Insbesondere der Kontakt mit Muttersprachlern ist für Schülerinnen und Schüler oft eine große Motivation und macht Sprachunterricht lebendig. Genau diesen Ansatz verfolgt das Programm für Fremdsprachenassistenzkräfte (FSA). Über 800 junge Studierende aus 14 Staaten weltweit kommen ab Herbst 2019 an deutsche Schulen, um dort im Sprachunterricht zu assistieren. Anfang September fand die erste Einführungstagung für die etwa 120 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Großbritannien, der Republik Irland, Kanada, Australien und Neuseeland statt.

Erfahrene Englischlehrkräfte aus ganz Deutschland vermittelten dabei den angehenden FSA, von denen noch nicht alle pädagogische Erfahrungen haben, didaktische Grundkenntnisse und Methoden für den Unterricht. Elmar Pütz, Grundschullehrer aus Rheinland-Pfalz, konnte vor 18 Jahren selbst als Fremdsprachenassistent in Großbritannien an einer Schule in Lincoln Unterrichtserfahrungen sammeln und war bei der Tagung erstmals als Tutor im Einsatz: „Ich bin sehr positiv überrascht, wie enthusiastisch und gut die FSA mitgemacht und die Übungen und Methoden ausprobiert haben. Ich habe den Eindruck, dass es allen Spaß gemacht hat und sie im Schulalltag davon profitieren werden.“

Die britischen Teilnehmerinnen und Teilnehmer probierten beispielsweise in Kleingruppen eine selbstgeplante Unterrichtseinheit aus, die übrigen Kursmitglieder versetzten sich dabei in die Rolle der deutschen Schulklasse. „Wir haben ein Spiel gelernt, bei dem es darum geht, dass die Kinder mit einer Fliegenklatsche so schnell wie möglich auf die Karte mit der richtigen Vokabel schlagen. Das hat uns selbst sehr viel Spaß gemacht, daher denken wir, dass die Grundschulkinder auch begeistert sein werden“, erzählen Athena, Jennifer und Yolanda. Teilnehmerin Florence ergänzt: „Es hat mir sehr geholfen, weil ich so viele Ideen bekommen habe. Ich kann es jetzt kaum mehr erwarten, meine Zeit als Assistentin zu beginnen.“

Auch Elmar Pütz ist voller Vorfreunde: Nach 15 Jahren wird an seiner Schule, der Grund- und Realschule Plus in Neuerburg bei Bitburg, erstmals wieder eine junge Muttersprachlerin den Englischunterricht bereichern. Mehr über das Bewerbungsverfahren für deutsche Gastschulen im FSA-Programm erfahren Sie hier.

Die Bewerbungsphase für angehende Lehrkräfte aus Deutschland, die im Schuljahr 2020/21 Erfahrungen an einer Schule im Ausland sammeln möchten, hat bereits begonnen: Bis 1. Januar 2020 können sich deutsche Studierende beim FSA-Programm online für 14 Länder und Regionen bewerben (Ausnahme USA, hier endet die Frist am 1. November 2019).

Mehr über die Voraussetzungen, die Höhe des monatlichen Stipendiums und den Ablauf des Bewerbungsverfahrens erfahren Sie hier. Welche Erfahrungen angehende Lehrkräfte aus Deutschland als FSA in Großbritannien machen, davon erzählt Alina Karic im Interview.

 

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