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Ehemaliger Johannes-Rau-Stipendiat spricht im Bundestag

Dvir Aviam Ezra wird zum Volkstrauertag am 15. November im Bundestag eine Rede halten. Vor sechs Jahren kam der junge Rechtsanwalt aus Israel zum ersten Mal nach Deutschland – mit dem Johannes-Rau-Stipendium.

Johannes-Rau-Stipendium: Ehemaliger Stipendant hält Rede im Bundestag

Dvir Aviam Ezra kam 2014 mit dem Johannes-Rau-Stipendium zum ersten Mal nach Berlin. Fotos: clareich via pixabay/privat

„Überrascht und aufgeregt“ sei er gewesen, erinnert sich Dvir Aviam Ezra, als der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge (VDK) ihn im Oktober fragte, ob er sich vorstellen könne, eine Rede im Bundestag zu halten. Der 23-Jährige tauscht sich im Rahmen des Projektes „Peace Line“ des VDK mit jungen Erwachsenen aus verschiedenen Ländern zu europäischen Gedenkstätten und Erinnerungsorten des zweiten Weltkriegs aus. Seine Rede fand neben anderen im Rahmen der Zentralen Gedenkstunde im Plenarsaal des Bundestages statt. Die Zeremonie wurde aufgezeichnet, der Redebeitrag von Dvir Aviam Ezra ist im Video mit Gebärdensprache ab Minute 38:50 zu hören.

Neben seinem Masterstudium in Rechtswissenschaften für Internationales Recht an der Hebräischen Universität Jerusalem, welches Dvir Aviam Ezra zu Beginn des Jahres abgeschlossen hat, war er unter anderem für eine Organisation tätig, die sich sowohl für israelische als auch für palästinensische Opfer von Folter einsetzt. Das Engagement für grenzüberschreitenden Dialog und Frieden zieht sich seit seiner Schulzeit durch die Biografie des jungen Rechtsanwalts.
Als wichtigen Ansporn für diese persönliche Entwicklung sieht er das Johannes-Rau-Stipendium, welches ihm 2014 ermöglichte, zum ersten Mal in seinem Leben nach Deutschland zu reisen. Als Schüler habe es ihm die Möglichkeit gegeben, auf Englisch in einem internationalen Kontext zu diskutieren, auch über politische Themen und den Umgang mit dem Holocaust.

„Die deutsche Botschaft in Tel Aviv achtet auch immer darauf, eine heterogene Gruppe auszuwählen – Jugendliche aus verschiedenen Regionen Israels, auch unterschiedlicher Religionszugehörigkeit. Dieser Austausch untereinander war für mich fast genauso spannend wie die Begegnung mit den Deutschen, da die israelische Gesellschaft doch sehr segregiert ist und ich als Schüler diese anderen Jugendlichen sonst kaum getroffen hätte“, sagt Dvir Aviam Ezra rückblickend.
Besonders beeindruckend war für den damals 17-Jährigen neben dem Aufenthalt in einer Gastfamilie in Mainz der Besuch im Auswärtigen Amt in Berlin. Dass er einmal selbst in Berlin im Deutschen Bundestag sprechen würde, damit hätte Dvir Aviam Ezra damals wohl nicht gerechnet.

Ein Text von Dvir Aviam Ezra über seine Erfahrungen mit dem Projekt „Peace Line“ ist auch im Tagesspiegel erschienen und online verfügbar.

Das Johannes-Rau-Stipendium wurde vor genau 20 Jahren durch den damaligen Bundespräsidenten ins Leben gerufen. Es wird durch das Auswärtige Amt finanziert und vom PAD vorbereitet und begleitet. Anlässlich des Jubiläums finden Sie auch in der Dezember-Ausgabe unseres Magazins „Austausch bildet“ einen Beitrag über den Komponisten Ohad Stolarz, der ebenfalls mit dem Stipendium nach Deutschland kam und heute in Berlin lebt.

 

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