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Erfolgreiche Onlinepartnerbörse für berufliche Schulen

Im Rahmen der ersten internationalen Partnerbörse für berufsbildende Schulen kamen Anfang November Lehrkräfte aus Deutschland und fünf weiteren Ländern zusammen, um sich zu vernetzen.

Online-Event mit Lehrkräften aus Brasilien, Argentinien, China, Bosnien Herzegowina

Austausch weltweit für Auszubildende und berufliche Schulen ermöglichen - das war das Ziel der Online-Schulpartnerbörse. Bild: PAD

Über 30 Lehrkräfte und Schulleitungen aus sechs verschiedenen Ländern, simultane Verdolmetschung in drei Sprachen und ein dreitägiges Onlineevent: Das war die erste digitale Schulpartnerschaftsbörse, die der PAD im Rahmen der Initiative „Schulen: Partner der Zukunft“ (PASCH) gemeinsam mit dem Goethe-Institut und der Nationalen Agentur beim Bundesinstitut für Berufsbildung (NA BIBB) organisiert hat.

Die teilnehmenden Lehrkräfte hatten sich mit Hilfe der im Vorfeld bereitgestellten Dokumente auf das Kennenlernen vorbereitet und gingen teilweise mit klaren Vorstellungen in die jeweils eineinhalb Stunden dauernden Onlinetreffen. Aus Deutschland waren 14 berufsbildende Schulen beteiligt, die bei der Partnerbörse mit 14 berufsbildenden PASCH-Schulen aus Indonesien, Brasilien, Argentinien, China sowie Bosnien und Herzegowina in Kontakt treten konnten. Die teilnehmenden Schulen vertraten ein großes Spektrum von Ausbildungsberufen – von Einzelhandel und Logistik über Gastronomie und Hotellerie bis hin zu Elektrotechnik, IT und Robotik.

Von Argentinien bis Bosnien-Herzegowina: Reges Interesse an Kooperation


Monika Schackmar vom Berufskolleg Rheine hatte vorab die Steckbriefe der ausländischen Teilnehmenden gesichtet. „Uns haben die beiden Schulen in Bosnien besonders zugesagt, mit denen wir auf jeden Fall ins Gespräch kommen wollen“, sagte sie zu Beginn der Veranstaltung. Andere wie etwa Jaqueline Müller-Röhr vom Berufskolleg Bocholt-West reizte das breite Angebot an möglichen Partnerländern: „Wir sind für alle Schulen offen“, erklärt die Schulleiterin. „Tatsächlich fände ich eine Kooperation mit Indonesien aber besonders interessant.“
Holger Boos von der Kaufmannschule Krefeld war dagegen eher auf der Suche nach einer Partnerschule in Lateinamerika: „Wir bieten die Ausbildung zum „Asienkaufmann“ an und haben bereits eine Kooperation in China. Da bei uns auch Spanisch unterrichtet wird, kann ich mir gut vorstellen, mit einer argentinischen Schule in Austausch zu treten.“
Nach dem Kennenlernen im Plenum hatten die Lehrkräfte und Schulleitungen am zweiten Tag die Gelegenheit, sich zu Gesprächen in virtuellen „Tea Rooms“ zu treffen. Zur Überwindung sprachlicher Barrieren wurde die Veranstaltung simultan auf Indonesisch, Spanisch und Chinesisch verdolmetscht.

Auslandspraktika für Schülerinnen und Schüler an beruflichen Schulen


Für Mia Čevro wäre das gar nicht nötig gewesen: Sie unterrichtet Deutsch an einer Elektrotechnik-Schule in Mostar und spricht die Sprache fließend. Mit Monika Schackmar kommt sie, obwohl bei beiden gelegentlich die Internetverbindung etwas hakt, problemlos ins Gespräch. Da die bosnischen Schülerinnen und Schüler schon seit der Grundschule Deutsch lernen, ist bei ihnen das Interesse an einem Auslandspraktikum in Deutschland besonders groß.
Ein solcher praxisorientierter Austausch wäre auch für Denniese Friedmann, Deutschlehrerin an der beruflichen Schule Simon de Iriondo in Argentinien, wichtig. „Wir sind auf jeden Fall sehr offen dafür, Praktikumsplätze für Schülerinnen und Schüler aus dem Ausland zu suchen und dafür auf unsere Partner in der Wirtschaft zuzugehen“, versichert ihr Holger Boos. Für die Schülerinnen und Schüler aus Deutschland bietet sich an dieser Stelle eine Finanzierung von Auslandspraktika über das Programm „Ausbildung weltweit“ an, das bei der NA BIBB koordiniert wird.

Vorbereitende Besuche als erster Schritt zur langfristigen Partnerschaft


Mit etwas sprachlicher Unterstützung sind sich auch Jaqueline Müller-Röhr und die Vertreter der indonesischen Schule SMK Negeri 2 in Banda Aceh nähergekommen. Die Möglichkeit, vorbereitende Besuche für die Anbahnung von Schulpartnerschaften durch den PAD fördern zu lassen, erscheint für beide Seiten ein idealer erster Schritt. Nach drei Tagen des Austauschs fiel das Fazit der Teilnehmenden positiv aus. "Wir sind sehr zufrieden“, fasst Ade Umar Said Schuetz vom Goethe-Institut in Jakarta seine Eindrücke von der internationalen Schulpartnerschaftsbörse zusammen. "Zwei indonesische Schulen haben hier Partner in Deutschland gefunden und schon über die ersten Schritte gesprochen."

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