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EU-Projekttag digital: Bundeskanzlerin besucht Gymnasium Sanitz

Das virtuelle Treffen mit Angela Merkel wurde am 15. Juni live übertragen. Die Schule stellte dabei ihren Austausch mit Erasmus+ vor und zeigt, wie über die eTwinning Plattform auch während der Pandemie europäische Projekte stattfinden konnten.

EUProjekttag: Kanzlerin Angela Merkel mit Schülern vom Gymnasium Sanitz in Videokonferenz

Bundeskanzlerin Angela Merkel tauschte sich virtuell mit Schülerinnen und Schülern vom Gymnasium Sanitz aus. Screenshot: PAD/Bundesregierung

Die Bundeskanzlerin war am Dienstag, dem 15. Juni 2021, virtuell im Gymnasium Sanitz in Mecklenburg-Vorpommern zu Gast. Anlass war der „EU-Projekttag an Schulen“, an dem Politikerinnen und Politiker Schulklassen besuchen.
Nachdem der Termin 2020 aufgrund der Pandemie ausfiel, freute sich die Bundeskanzlerin nun darauf, wieder mit Schülerinnen und Schülern über europapolitische Themen zu diskutieren. Dank des Onlineformats waren erstmals auch Zuschauer willkommen, ein Mitschnitt des Livestreams steht auf der Website der Bundesregierung zur Verfügung.

Angela Merkel: "Ich finde deshalb auch das Erasmus-Programm so gut"

Mit digitalen Formaten hat das Gymnasium Sanitz bereits einige Erfahrungen gesammelt – insbesondere im europäischen Kontext. Die Schule nutzt das EU-Programm Erasmus+ dazu, Austausch mit verschiedenen Partnerschulen in Europa durchzuführen. Dafür gibt es auch eine digitale Plattform: Auf www.etwinning.net sind Lehrkräfte aus Europa und darüber hinaus registriert und nutzen virtuelle Klassenzimmer (den sogenannten Twinspace) für gemeinsame Onlineprojekte. Lehrerin Rebecca Radant unterrichtet Spanisch und Englisch am Gymnasium Sanitz und ist von der Plattform begeistert:  „Ich habe mit eTwinning angefangen, als ich Referendarin war. Ich wollte es einsetzen, damit meine Schülerinnen und Schüler ihre Fremdsprachenkenntnisse in realen Situationen anwenden können“, erzählt sie. Seitdem sind die Projekte fester Bestandteil ihres Unterrichts und sie hat langjährige Kontakte zu Partnerschulen geknüpft. Auf die Frage der Bundeskanzlerin, wie denn die Schüler eTwinning finden, erklärt eine Schülerin: „Das Beste daran ist, dass man sich vernetzt mit Schülern aus den verschiedensten Ländern, was man sonst nicht tun würde.“

Genau das, so die Bundeskanzlerin, sei auch ihr Wunsch für Europa: "Dass die Menschen immer mehr zusammenkommen und sich miteinander verstehen." Deshalb fände sie auch das Erasmus-Programm so gut: "Weil wir politisch natürlich vieles machen können, aber das hat ja nicht so einen großen Wert, als wenn sich Menschen begegnen und für die verschiedenen Kulturen, Lebensweisen und Lebenserfahrungen auch einen Sinn haben."

Onlineprojekt im Spanischunterricht

Einen lebendigen Eindruck davon, wie Rebecca Radant den digitalen Austausch in ihren Unterricht einbindet, vermittelt auch dieses Video: Anhand eines literarischen Textes beschäftigten sich die Schülerinnen und Schülern mit dem Thema Suchtverhalten. Basierend darauf schrieben die 15- bis 19-Jährigen auf Spanisch selbst über Dinge, ohne die sie nicht leben können, und tauschten sich dazu über die eTwinning-Plattform mit Jugendlichen aus Italien, Frankreich und Spanien aus. Sie sprachen ihre Texte in der Fremdsprache ein und produzierten so ein gemeinsames Hörbuch. Das Projekt mit dem Titel »Lo confieso: ¡no puedo vivir sin ti!«, an dem insgesamt 18 Schulen in Europa beteiligt waren, wurde mit dem europäischen eTwinning-Qualitätssiegel ausgezeichnet. Wie der digitale Austausch aus Schülersicht so ankommt, dazu wurden drei Schülerinnen von Rebecca Radant vorab interviewt.

EU-Projekttag an Schulen: Erasmus+ beeindruckt

Bereits in der Vergangenheit nutzte die Bundeskanzlerin den EU-Projekttag dazu, sich über den europäischen Austausch an Schulen zu informieren. Bei ihrem Besuch am Thomas-Mann-Gymnasium in Berlin 2019 fand sie es „sehr beeindruckend“, wie sich die Schülerinnen und Schüler dort im Rahmen Erasmus+ Projekts „We always“ mit der Berliner Mauer als historisch-kulturellem Erbe auseinandersetzen.

Die Nationale Agentur Erasmus+ Schulbildung im PAD berät und informiert Schulen und Lehrkräfte über das EU-Programm Erasmus+. An Wochentagen von 9:00 bis 12:00 Uhr und von 13:00 bis 15:30 Uhr erreichen Sie die kostenlose Erasmus+ Hotline unter 0800 372 76 87.

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