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Fachtagung zu Schulpartnerschaften mit Israel

Lehrkräfte, die schulischen Austausch mit Israel organisieren, trafen sich in Bonn zum Erfahrungsaustausch und diskutierten zum Thema Antisemitismus an Schulen.

Deutsch-Israelischer Austausch bei Fachtagung

Neben Vorträgen und angeregten Diskussionen gab es bei der Fachtagung auch Workshops mit Methoden und Spielen für den deutsch-israelischen Austausch. Foto: PAD

Was zeichnet deutsch-israelische Schulpartnerschaften aus? Welchen Einfluss hatte die Pandemie auf sie? In welcher Form sollten Schulen mit antiisraelischen oder antisemitischen Äußerungen und Provokationen umgehen? Im Laufe der Fachtagung zu Schulpartnerschaften mit Israel, eines der ersten Präsenzseminare des PAD seit 2019, standen solche und andere aktuelle Fragen im Mittelpunkt. 18 deutsche Lehrerinnen und Lehrer aus fünf Bundesländern konnten dazu zum Erfahrungsaustausch und zu themenzentrierten Workshops nach Bonn kommen. Die Teilnehmenden waren teils erfahrene, teils neue Koordinatorinnen und Koordinatoren für den Austausch zwischen der eigenen und einer Schule in Israel.

  • Lebendige Partnerschaften während, trotz und nach Corona

Im Plenum wurde erörtert, welche drastischen Auswirkungen die Pandemie auf den deutsch-israelischen Schüleraustausch hatte, wie aber dennoch der Kontakt zwischen den Partnerschulen lebendig gehalten werden konnte, etwa durch virtuelle Projekte. Gerade hier zeigte sich auch, welches Potential die Verbindung von digitalem Austausch und realer Begegnung für die künftige Zusammenarbeit der Schulen haben kann. Vorbereitend und begleitend für Partnerschaften zwischen deutschen und israelischen Schulen wurden durch Prof. Alfons Kenkmann (Universität Leipzig) und Dr. Martin Liepach (Fritz-Bauer-Institut, Frankfurt/Main) neue Unterrichtsmaterialien zur Migrationsgeschichte aus deutscher und israelischer Sicht vorgestellt und diskutiert – diese sind auch online verfügbar.

Ein Workshop von Sport- und Französischlehrer Wulf Conrad (Köln) bot Anregungen für Aktivitäten bei Begegnungen zwischen Schülergruppen. Für Lehrkräfte, die bisher noch wenig Erfahrungen mit digitalem Schulaustausch gemacht haben, gibt Wulf Conrad auch in Videotutorials Anregungen für interkulturelle Schulbegegnungen.

Ein weiteres Seminarmodul beschäftigte sich mit der Planung und Durchführung von Exkursionen im Rahmen von Austauschprojekten (Prof. Christian Stolz, Europa-Universität Flensburg und Benjamin Feiler, Europäische Schule München).

  • Antisemitismus an Schulen - was tun?

Ein zweiter Schwerpunkt der Tagung befasste sich mit der Frage, wie Schulen auf latent oder offen geäußerten Antisemitismus reagieren sollten. Neben einer wissenschaftlichen Bestandsaufnahme zu zu den verschiedenen Erscheinungsformen des Antisemitismus durch Prof. Samuel Salzborn, Ansprechpartner des Landes Berlin zu Antisemitismus, hatten die teilnehmenden Lehrkräfte die Gelegenheit, eigene Erfahrungen aus dem Schulalltag untereinander auszutauschen.
Bei einem interaktiven Workshop stellte Gregor Schulz vom Institut für konstruktive Konfliktaustragung und Mediation (Hamburg) Techniken vor, die auf den Umgang mit diskriminierender Sprache vorbereiten und in der jeweiligen kommunikativen Situation hilfreich sein können.
Jakob Baier vom Zentrum für Prävention und Intervention an der Universität Bielefeld erläuterte an Beispielen, wo und wie Antisemitismus sich in den Musikformen Rap und Hip-Hop äußert und auf die Beeinflussung Jugendlicher abzielt.

  • Vorbereitung für den Austausch 2022

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatten im Rahmen der Tagung außerdem die Gelegenheit, praktische Hinweise in Hinblick auf pandemiebedingte Rahmenbedingungen für den Austausch sowie Tipps und Tricks für zukünftige Begegnungen auszutauschen.
Der Pädagogische Austauschdienst unterstützt Austauschbegegnungen zwischen deutschen und israelischen Schulen seit 1994 im Rahmen des Programms „Schulpartnerschaften mit Israel“. Bedingt durch die Einschränkungen der Reisemöglichkeiten durch die Corona-Pandemie besteht seit 2020 die Möglichkeit, neben Zuschüssen für reale Begegnungen auch Fördergelder für digitale Projekte zwischen den Schulen zu erhalten.

Weitere Informationen zur Beantragung von Fördermitteln für Schulpartnerschaften weltweit finden Sie hier.

 

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