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„Freut euch, es wird das beste Jahr in eurem Leben!“

Als einer der ersten „kulturweit“-Teilnehmer verbrachte Moritz Lüttich ein Jahr an einer Schule in Bosnien-Herzegowina. Zum 10-jährigen Jubiläum des Freiwilligendiensts blickt er auf seine Erfahrungen zurück.

Foto der Stadt Mostar in Bosnien-Herzegowina

Die Brücke über die Neretva ist das Wahrzeichen der Stadt Mostar, in der Moritz Lüttich als Kulturweit-Freiwilliger zwölf Monate lebte. Foto: Zdeno Kittler

„Was ich in Bosnien gelernt habe und immer noch als extrem wichtig erachte ist, nicht in Vorurteilen zu denken. Staaten aus Südosteuropa werden oft mit etwas Negativem assoziiert, zum Beispiel mit Korruption. Das ist ein Problem und muss angesprochen werden, aber es ist nicht repräsentativ für die Menschen im Land“, sagt Moritz Lüttich. Als der Freiwilligendienst „kulturweit“ der Deutschen UNESCO-Kommission 2009 ins Leben gerufen wurde, gehörte er zu den ersten Teilnehmern.

Sein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) führte ihn nach Bosnien-Herzegowina, wo er durch Vermittlung des PAD und der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen in der Stadt Mostar am Gymnasium Fra Grge Martica den Deutschunterricht unterstützte. „Ich hielt Vorträge über die Weihnachtsmärkte, schaute mir zusammen mit den Klassen deutsche Filme an, half bei den Hausaufgaben und studierte mit den DSD-Schülern und -Schülerinnen ihre Vorträge für die mündliche Prüfung ein“, erinnert sich Moritz. „Es war eine sehr vielfältige Arbeit, die manchmal stressig, aber insgesamt sehr spannend und interessant war.“  Eine Hauptaufgabe vieler kulturweit-Freiwilliger ist es, Abiturientinnen und Abiturienten mündlich auf das Deutsche Sprachdiplom (DSD) vorzubereiten. Moritz fieberte mit und konnte in der Nacht vor den Prüfungen selbst vor Aufregung kaum schlafen.

In Erinnerung geblieben ist ihm auch seine Auseinandersetzung mit der Vergangenheit des Landes: “Ich hatte serbische, kroatische und bosnische Freunde. Ich habe mich damals auch mit dem Konflikt beschäftigt und wollte versuchen, ihn besser zu verstehen.“ Die meisten der Schulen, an die junge Erwachsenen zwischen 18 und 26 Jahren im Rahmen von „kulturweit“ vermittelt werden, befinden sich in Staaten Mittel- und Osteuropas. Moritz hält das rückblickend für sinnvoll: „Ich habe zum Beispiel gemerkt, dass viele Bosnierinnen und Bosnier über Deutschland viel mehr wussten als die Deutschen über Bosnien. Ich fand das schade und finde, dass man hier anpacken sollte, um das interkulturelle, bilaterale Wissen weiter zu unterstützen und auszubauen.“ Toleranz und Offenheit für Neues empfiehlt er allen angehenden Freiwilligen – dann könne nicht mehr viel schiefgehen, wie er in seinem Erfahrungsbericht schreibt: „Freut euch, es wird das beste Jahr in eurem Leben!“

Junge Erwachsene, die sich für sechs oder zwölf Monate im Bereich der Kultur- und Bildungspolitik engagieren möchten, können sich direkt bei „kulturweit“ bewerben.

Das gesamte Interview mit Moritz Lüttich sowie seinen Erfahrungsbericht kann man hier nachlesen.

 

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