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GAVE: Mehr als eine „Corona-Notlösung“

Der PAD fördert auch den digitalen Austausch zwischen Partnerschulen weltweit. Der Erfolg des „German American Virtual Exchange“ (GAVE) zwischen Schulen in Deutschland und den USA zeigt: Digitale Formate haben auch Vorteile.

Lehrerin bereitet virtuellen Schulaustausch mit den USA im Rahmen von GAVE/GAPP vor

Mit GAVE können Lehrkräfte langjährige Schulpartnerschaften in den USA digital fortführen oder durch Onlineprojekte neue Kontakte knüpfen. Fotocollage: PAD/Mark Sivewright

Schülerbegegnungen innerhalb Europas – die Hoffnung darauf, dass dies bald wieder möglich sein könnte, wächst derzeit Stück für Stück. Aber auch Partnerschaften zwischen Schulen in Deutschland und Staaten außerhalb der Europäischen Union sollen bestehen bleiben. Lehrkräfte können deshalb beim PAD aktuell Fördermittel für digitale Begegnungen bis spätestens sechs Wochen vor Beginn beantragen.

Für den Austausch mit Schulen in den USA gibt es seit 2020 zusätzlich den „German American Virtual Exchange“ (GAVE). GAVE ist eine digitale Ergänzung zu Präsenzbegegnungen mit dem German American Partnership Program (GAPP) und wird vom Goethe-Institut New York in Zusammenarbeit mit dem PAD angeboten. Die teilnehmenden Schulen erhalten Beratung und Materialien für den virtuellen Austausch und werden von beiden Institutionen auch finanziell unterstützt. Dass unter solchen Rahmenbedingen auch virtueller Austausch für alle Beteiligten eine große Bereicherung sein kann, das zeigten Lehrkräfte, die im Rahmen einer GAPP-Onlinetagung im Juni ihre Projekte vorstellten.

Während der Pandemie: Neue Partnerschule in den USA gefunden

  • „Ungewöhnliche Zeiten erfordern ungewöhnliche Wege und manchmal auch viele glückliche Zufälle“, fasst beispielsweise Eva-Maria Oettinger ihre Erfahrung zusammen. Am Jack-Steinberger Gymnasium in Bad Kissingen (Bayern), an dem sie unterrichtet, gab es gar keine Schulpartnerschaft mit den USA – bis zu diesem Schuljahr. Die Englischlehrerin hatte im Sommer 2020 an einem GAVE-Webinar teilgenommen und suchte anschließend über das Partnerschulnetzwerk nach einer US-amerikanischen Lehrkraft mit Interesse an digitalem Austausch. Sie wurde schnell fündig: Eine Deutschlehrerin von der Buhler High School in Kansas nahm den Kontakt mit ihr auf.
  • Betreut von den Koordinatorinnen lernten sich die Schülerinnen und Schüler aus dem Englischkonversationskurs in Bad Kissingen und die Jugendlichen aus Kansas in drei Arbeitsphasen von November 2020 bis Februar 2021 gegenseitig kennen. Zunächst erstellten die Jugendlichen Vorstellungsvideos und machten Fotos von ihren Lieblingsoutfits. Später zeigten sie sich gegenseitig die beiden Schulen und das Schulgelände mit 360-Grad-Aufnahmen. An der Buhler High School gibt es unter anderem Gewächshäuser und eine Werkstatt, in der Schulklassen lernen können, Metall zu schweißen.
  • Zum Abschluss arbeiteten die Jugendlichen gemeinsam an selbst gewählten Themen und schickten Pakete mit regionalen Spezialitäten an ihre US-amerikanische Partnerschule. „Aufgrund des positiven Feedbacks wollen wir diese Partnerschaft auch im nächsten Schuljahr weiterführen und hoffen, dass wir in einem P-Seminar auch direkten Kontakt durch Videokonferenzen ermöglichen können. Das konnten wir wegen des Distanzunterrichts und der Zeitverschiebung von knapp 7 Stunden bisher noch nicht umsetzen“, berichtet Oettinger.

Bewährte GAPP-Schulpartnerschaften in digitaler Form

Digitale Projektarbeit als Ergänzung zu realen Treffen

  • Für Lehrkräfte, die bisher noch wenig Erfahrungen mit digitalen Formaten haben, sind die Videotutorials von Wulf Conrad ein guter Einstieg. Der Französischlehrer war ebenfalls bei der virtuellen GAPP-Tagung vertreten und berichtete aus eigener Erfahrung davon, wie Projektarbeit mit Schülerinnen und Schülern online funktioniert. Dabei geht es nicht immer darum, direkte Begegnungen zu ersetzen – digitale Formate können auch dazu genutzt werden, sich vorab kennenzulernen oder internationale Treffen zu dokumentieren und zu begleiten.
  • Auch zur Erstellung von 360-Grad-Videos für virtuellen Schulaustausch bietet der PAD kurze Erklärvideos an. Die nötige technische Ausstattung können Schulen für digitale Austauschprojekte aus den Fördermitteln des PAD finanzieren.

Internationaler Austausch / Corona

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Austausch digital

Um internationale Schulpartnerschaften aufrecht zu erhalten oder zu ergänzen und Schülerbegegnungen zu ermöglichen, stellt der PAD Möglichkeiten des digitalen Austauschs vor, die auch finanziell gefördert werden.

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