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„Ich würde das auf jeden Fall nochmal machen!“

Ihren Erasmus+ Schüleraustausch in Padua mussten Jugendliche aus Cuxhaven aufgrund der Corona-Pandemie vorzeitig beenden. Das europäische Projekt zwischen den fünf Partnerschulen geht jedoch weiter.

Jugendliche auf einer Brücke in Italien

Individueller Schüleraustausch: Benjamin, Tjade und Hannah besuchten die italienische Erasmus+ Partnerschule in Padua. Foto: Hannah Hinsch

„Anfang Februar bin ich noch mit dem Nachtzug von Hamburg nach Padua gefahren und habe unsere drei Austauschschüler zu ihren Gastfamilien gebracht,“ erinnert sich Heike Keuser. Die Lehrerin koordiniert ein Erasmus+ Schulpartnerschaftsprojekt am Amandus-Abendroth-Gymnasium in Cuxhaven, bei dem neben dem Liceo Artistico Statale Amadeo Modigliani in Padua auch noch weitere Partnerschulen in Norwegen, Portugal und der Türkei beteiligt sind.

Individueller Schüleraustausch an der italienischen Partnerschule

Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte aller beteiligten Schulen arbeiten seit Herbst 2019 gemeinsam an dem Thema „No water - no life, no water - no peace“. Neben internationalen Projekttreffen waren auch Langzeitmobilitäten für einzelne Schülerinnen und Schüler geplant, also längere Aufenthalte an den Partnerschulen. Zusammen mit Benjamin, Tjade und Hanna vom Amandus-Abendroth-Gymnasium kamen auch eine Schülerin und ein Schüler aus Norwegen im Februar in Padua an und wurden von den italienischen Gastfamilien sehr herzlich in Empfang genommen. „In der Woche vor Ostern hatten wir geplant, uns dort mit den anderen Partnerschulen zu treffen und Tjade und Hanna dann wieder zurückzubringen. Benjamin wollte länger in Padua bleiben, insgesamt sechs Monate,“ erzählt Keuser.

Padua wird zur "roten Zone" erklärt

Leider kam es anders: Aufgrund der massiven Ausbreitung des Coronavirus im Nordosten Italiens mussten die Schulen bereits am 24. Februar schließen. Die Lehrkräfte und Gastfamilien beschlossen deshalb, die drei deutschen und zwei norwegischen Schülerinnen und Schülern vorzeitig heimzuschicken.  Einen kleine Problemsituation entstand, als die italienische Regierung kurz vor dem Rückflug die gesamte Region Padua und Venedig als „rote Zone“ abriegelte. Glücklicherweise blieb der Flughafen Venedig vorerst geöffnet, sodass die drei deutschen Jugendlichen am 11. März nach Hamburg zurückfliegen konnten.
„Die Schülerinnen und Schüler fanden das zunächst ganz abenteuerlich, aber sie sind natürlich auch traurig über den Abbruch. Gerade Benjamin hatte sich schon gut bei seiner Gastfamilie eingelebt und sich sehr darauf gefreut, ein halbes Jahr in Italien zu bleiben,“ berichtet Keuser.

Hoffnung auf ein Wiedersehen und Zusammenarbeit via eTwinning

Aber es gibt Hoffnungen auf ein Wiedersehen: „Wir Lehrkräfte sind in regem Kontakt und tauschen uns darüber aus, wie sich die Situation in den jeweiligen Ländern entwickelt.“ Momentan ist zwar schwer absehbar, zu welchem Zeitpunkt wieder Schulbegegnungen stattfinden können, aber die Projektpartner hoffen, dass sie sich spätestens im Frühjahr 2021 wieder treffen können. Benjamin, Tjade und Hanna möchten dann auf jeden Fall nochmal mitkommen.

Außerdem haben sich die Lehrkräfte überlegt, den Schülerinnen und Schülern kleine Aufgaben zu geben, die sie gemeinsam auf der eTwinning Plattform bearbeiten sollen, solange Reisen innerhalb Europas nicht möglich sind. So soll die interkulturelle Zusammenarbeit zumindest online weitergehen.

Für Heike Keuser, die als Erasmus+ Moderatorin auch andere Schulen in Niedersachsen zum EU-Programm berät, steht fest: „Diese aktuelle Ausnahmesituation war für mich natürlich viel zusätzlicher Arbeitsaufwand. Trotzdem finde ich die Möglichkeit, dass einzelne Schülerinnen und Schüler für längere Zeit eine Erasmus+ Partnerschule besuchen, grundsätzlich sehr positiv. Ich würde das auf jeden Fall nochmal machen!“

Weitere Informationen zu individuellem Schüleraustausch mit Erasmus+ im Rahmen von Schulpartnerschaften finden Sie hier

Die EU-Kommission hat aufgrund der Coronapandemie den Antragstermin für Erasmus+ Schulpartnerschaften und Konsortialpartnerschaften auf den 23. April 2020 verschoben

 

Internationaler Austausch / Corona

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