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Interviews zum Mauerfall und ein Wiedersehen nach 15 Jahren

Eine Gruppe junger Deutschlernender vom Lycée Mézéray in Argentan in der französischen Normandie war im Oktober zu Gast im PAD. Mit dem Besuch hat es eine besondere Bewandtnis.

Schülergruppe mit vier Erwachsenen vor Gebäude

Zu Besuch beim PAD: Die Jugendlichen vom Lycée Mézeray (Normandie) lernen Deutsch als Fremdsprache.

Was die Generation »50+« in Deutschland vor 30 Jahren am Bildschirm mit Staunen verfolgte (Westdeutschland) oder auch vor der eigenen Haustüre live erlebt hat (Ostdeutschland), ist für Jugendliche heute zumeist nur ein Kapitel im Geschichtsbuch. Eine Schülergruppe vom Lycée Argentan in der Normandie wollte allerdings genauer wissen, wie die Menschen den Umbruch im Winter 1989/90 sowie die Wiedervereinigung erlebt haben und was sie heute über die DDR denken. Während einer Studienreise nach Köln und Bonn im Oktober führten sie deshalb Interviews – und befragten auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beim PAD.

Zu verdanken hatten die französischen Jugendlichen diese ungewöhnliche Projektarbeit ihren beiden Lehrkräften Agnès Depardieu und Jean-Paul Alexandre. Beide unterrichten mit großer Leidenschaft Deutsch am Lycée Mézeray  und waren vor vielen Jahren selbst zur Weiterbildung nach Deutschland gekommen. Als Agnès Depardieu 1981/82 für zwei Semester in Bonn studierte, profitierte sie von den Abenden für ausländische Studierende, die der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) organisierte. Zudem erinnert sie sich noch heute an eine der großen Friedensdemonstrationen gegen das damalige Wettrüsten, an der sie teilgenommen hat. Jean-Paul Alexandre dagegen wurde 1989/90 als Fremdsprachenassistent an ein Gymnasium und eine Gesamtschule in Kassel vermittelt – und sah dort erstmals auch ein Auto vom Typ »Trabant«, wie sie zu dieser Zeit das Straßenbild in Ostdeutschland bestimmten. Nach der Öffnung der Mauer im November 1989 nutzten viele DDR-Bürger die Möglichkeit, westdeutsche Städte nahe der damaligen Grenze zu besuchen.

Ganz zufällig kam der Kontakt zum PAD natürlich nicht zustande. Hergestellt hatte ihn eine Mitarbeiterin im Referat für die Fremdsprachenassistenzkräfte, die selbst vor 15 Jahren an dem Programm teilgenommen hat. Wie zufällig hatte sie der französische Partner des PAD seinerzeit an das Lycée Mézéray vermittelt. Dort lernte sie Agnès Depardieu und Jean-Paul Alexandre kennen und blieb mit ihnen anschließend in Kontakt. Das Rechercheprojekt der Schülerinnen und Schüler war für die drei deshalb auch ein Wiedersehen.

Der PAD nutzte zudem Möglichkeit, für Deutsch als Fremdsprache zu werben und die Schülerinnen und Schüler über deutsch-französische Austauschprogramme zu informieren. Denn wer weiß: Vielleicht befinden sich unter ihnen ja auch angehende Deutschlehrkräfte, die mit dem FSA-Programm erste Unterrrichtserfahrungen in Deutschland sammeln möchten – langanhaltende Freundschaften inklusive.

Mehr über das FSA-Programm und die laufende Bewerbungsphase für Studierende aus Deutschland.

Einen Überblick aller deutsch-französischen Austauschprogramme im Schulbereich vermittelt die kostenlose Broschüre "Bonjour und Guten Tag".

 

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