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Jan-Amos-Comenius-Preis für bayerisches Gymnasium

Die EU-Kommission hat am 8. Mai erstmalig den Jan-Amos-Comenius-Preis verliehen. Als eine von 22 europäischen Schulen wurde das Ignaz-Taschner-Gymnasium in Dachau ausgezeichnet.

Gruppe von Jugendlichen vor Europa-Hintergrund

Europabegeisterung wird am ITG gelebt - wie hier beim Austausch zur "Euroweek" mit der italienischen Partnerschule. Foto: A. Neumayer

Es sei kein Zufall, dass die Gewinner des Jan-Amos-Comenius-Preises am 8. Mai verkündet werden, betonte EU-Kommissarin Marija Gabriel im Livestream, bevor die 22 Schulen eigeblendet wurden, die sich über die mit 8.000 Euro dotierte Auszeichnung freuen dürfen. Die Preisverleihung fand am Vorabend des Europatags statt, der 2020 unter dem Motto „Europa lebt Solidarität“ stattfand. Der Preis würdigt die besonders ansprechende Vermittlung von Wissen über die Europäische Union im Unterricht. Gabriel bedankte sich dafür bei den Lehrkräften und Schulen: „You show that Europe is part of our life, that it brings opportunities and benefits to us all.”

Das Ziel, diese Möglichkeiten und Vorteile der Europäischen Union zu nutzen und Schülerinnen und Schülern auch bewusst zu machen, verfolgt das Ignaz-Taschner-Gymnasium (ITG) in Dachau seit drei Jahren besonders engagiert. Die Auszeichnung kam trotzdem überraschend: „Wir haben die Preisverleihung am Freitag online mitverfolgt und konnten es erst gar nicht glauben, als unsere Schule erwähnt wurde“, erinnert sich Angelika Neumayer.

Von Italien über Griechenland nach Brüssel

Die EU-begeisterte Sozialkundelehrerin leitete am ITG die erste 10. Klasse mit einem Europaschwerpunkt. Initiiert durch das Kulturamt der Stadt Dachau hatte das bayerische Gymnasium 2018 eine Schulpartnerschaft mit dem Liceo Scientifico delle Scienze Applicate "Antonio Pacinotti" in der italienischen Partnerstadt Fondi begonnen. Über die europäische eTwinning Plattform vernetzten die deutschen und italienischen Lehrkräfte ihre „Europaklassen“ miteinander und führten ein gemeinsames Onlineprojekt durch.

Im Anschluss daran startete das Ignaz-Taschner-Gymnasium im vergangenen Jahr das Erasmus+ Projekt „Erweiterung der interkulturellen Kompetenzen zur Europäisierung der Schule - ITG als Botschafterschule Europas“ mit Fortbildungskursen und Hospitationen im europäischen Ausland. Zuletzt nahmen im Oktober 2019 Schulleiter Erwin Lenz und Erasmus+ Koordinator Markus Keck an einer europäischen Fortbildung in Griechenland teil.

Nach einer erfolgreichen Bewerbung als Botschafterschule des Europäischen Parlaments organisierte das ITG im Februar 2020 mit 24 Schülerinnen und Schülern eine Fahrt nach Brüssel. In der europäischen Hauptstadt filmten die Jugendlichen auch einen Teil des Videos, welches die Schule zur Bewerbung für den Jan-Amos-Comenius-Preis eingereicht hat. „Die Auszeichnung motiviert unsere Schülerinnen und Schüler, die sich wirklich angestrengt und das Video sehr kurzfristig und mit viel Herzblut umgesetzt haben“, betont Angelika Neumayer.

Solidarität und Austausch während der Corona-Krise

Für das restliche Schuljahr waren bereits weitere Studienfahren, Projekte und internationale Veranstaltungen geplant – unter anderem war die Schule zum Europafest in Luxemburg am 9. Mai eingeladen. Die Coronapandemie hat diese Pläne leider durchkreuzt. Den Jan-Amos-Comenius-Preis sieht Erasmus+ Koordinator Markus Keck in dieser schwierigen Lage daher auch als willkommenen Ansporn, sich weiterhin europäisch zu engagieren. Mit dem Kollegium der italienischen Partnerschule steht er in engem Kontakt: „Unsere Partnerstadt Fondi wurde von der Coronapandemie schwer getroffen. Wir überlegen, wie wir helfen oder zumindest unsere Solidarität ausdrücken können. Sobald die Krise überstanden ist, wäre die erste Anlaufstelle für ein Job-Shadowing mit Erasmus+ natürlich unsere italienische Partnerschule.“ 

Weitere Informationen zum EU-Programm Erasmus+ für den Schulbereich und das Nachfolgeprogramm ab 2021 finden Sie hier.

 

Internationaler Austausch / Corona

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