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Junge Israelis zu Gast in Deutschland

Besuche der Berliner Sehenswürdigkeiten, Diskussionen zu aktuellen politischen Themen im Auswärtigen Amt und Workshops mit ihren Gastgeschwistern halten die 16- bis 19-jährigen Schülerinnen und Schüler aus Israel seit einer Woche in Atem. Die Jugendlichen haben sich über einen Aufsatzwettbewerb für das Johannes-Rau-Stipendium qualifiziert, das auf eine Initiative des früheren Bundespräsidenten zurückgeht. Es ermöglicht jedes Jahr jungen Menschen aus Israel einen Besuch in Deutschland. Noch bis zum 17. Oktober nehmen 20 Stipendiaten am diesjährigen Begegnungsprogramm teil.

Jugendgruppe sitzt auf Boden

Spaß beim Gruppenselfie

Auf einer Stadtrallye lernen sie die klassischen Sehenswürdigkeiten Berlins kennen. Unter kundiger Führung gewinnen sie Einblicke in die Street-Art-Szene der Hauptstadt. Über aktuelle Themen wie etwa den Nahost-Konflikt oder die Zukunft der deutsch-israelischen Beziehungen diskutieren sie mit Vertretern des Auswärtigen Amtes und des Bundespräsidialamtes. In Workshops erfahren sie zudem, welchen Einfluss das kulturelle Umfeld aus das Selbstbild hat: 20 Johannes-Rau-Stipendiaten aus Israel bekommen während ihres Deutschlandbesuchs vom 5. bis 17. Oktober ein umfangreiches Programm geboten. Nach ihrem Aufenthalt in Gastfamilien in verschiedenen Städten in Baden-Württemberg, Bayern, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein nehmen die 16- bis 19-jährigen Schülerinnen und Schüler zum Abschluss gemeinsam mit ihren Gastgeschwistern an einem Seminar in Berlin teil.

Ziel des Programms ist es, den jungen Israelis ein aktuelles Deutschlandbild zu vermitteln und persönliche Kontakte zu Schülerinnen und Schülern in Deutschland zu fördern. Die Auswahl der Stipendiatinnen und Stipendiaten erfolgte durch die Deutsche Botschaft Tel Aviv. In einem Aufsatzwettbewerb hatte sie junge Israelis in diesem Jahr nach originellen Ideen für ein deutsch-israelisches Start-up oder Kunstprojekt gefragt. Die deutschen Gastgeschwister hatten sich unter anderem durch Vorschläge für einen Israeltag an ihrer Schule anlässlich der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Israel und Deutschland vor 50 Jahren für das Programm qualifiziert.

Geplant und durchgeführt wird das Programm vom Pädagogischen Austauschdienst (PAD). Es geht zurück auf eine Initiative des ehemaligen Bundespräsidenten Johannes Rau. In einer Rede vor dem israelischen Parlament während seines Staatsbesuchs im Jahr 2000 hatte dieser betonte, wie wichtig es sei, „dass sich die jungen Menschen unserer beiden Länder kennen lernen, sich gemeinsam mit der Vergangenheit auseinandersetzen und gemeinsam Zukunft suchen". Finanzielle Mittel für die Stipendien stellt das Auswärtige Amt bereit.

Mehr Informationen zum Johannes-Rau-Stipendium

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