Logo des pädagogischen Austauschdienst

Schriftgröße ändern

Zum Ändern der Schriftgröße verwenden Sie bitte die Funktionalität Ihres Browsers. Die Tastatur-Kurzbefehle lauten folgendermaßen:

[Strg]-[+] Schrift vergrößern
[Strg]-[-] Schrift verkleinern
[Strg]-[0] Schriftgröße zurücksetzen

schließen

Projekt des Monats: Von Bangkok nach Celle

In einem Video stellt der PAD die beispielhafte deutsch-thailändische Schulpartnerschaft der Oberschule Westercelle mit der Triam Udom Suksa Schule Bangkok vor.

Tafel mit Bildern und Text

Die Jugendlichen dokumentierten ihre Begegnung

Mit einer Hospitation fing alles an: 2012 vermittelte der PAD die Deutschlehrerin Oranut Tongtaksin aus Bangkok an die Oberschule Westercelle im niedersächsischen Celle. Drei Wochen tauchte sie in den deutschen Schulalltag ein und weckte mit ihren Berichten vom Leben in Thailand großes Interesse an ihrer Gastschule. Mit ihrer deutschen Kollegin, der stellvertretenden Schulleiterin Sabine Carlow-Meyer, entwickelte sie die Idee, ein Austauschprojekt zwischen Deutschland und Thailand zu starten.
Oranut Tongtaksin kommt von der Triam Udom Suksa Schule in Bangkok, an der Schülerinnen und Schüler Deutsch lernen und die sich dem Netzwerk der Initiative "Schulen: Partner der Zukunft" (PASCH) angeschlossen hat. Inzwischen organisieren beide Schulen regelmäßig einen Schüleraustausch, bei dem es nicht um Sightseeing, sondern um themenbezogene Zusammenarbeit geht. So lernen sich die Schülerinnen und Schüler am besten kennen und erfahren mehr über die Kultur und den Alltag im Partnerland.

2017 lautete das Thema der Projektarbeit "Multikulturelle Bildung: Wasser umgibt uns! Vom Segen und Fluch des Wassers". Die Jugendlichen untersuchten Unterschiede in der Trinkwassergewinnung und Trinkwassernutzung in beiden Ländern und fragten nach dem Umgang mit einem "Zuviel" an Wasser in Deutschland und Thailand. Während des zweiwöchigen Besuchs der Schülerinnen und Schüler aus Thailand im Oktober 2017 fuhr die Gruppe zu Orten mit Bedeutung für die Wasseraufbereitung und den Wasserschutz. Wenn die deutsche Gruppe im Januar 2018 nach Bangkok fliegt, wird das Thema aus thailändischer Perspektive beleuchtet. Die Schülerinnen und Schüler arbeiten nicht nur zusammen, sondern erleben das Gastland auch gemeinsam mit ihren Partnern und deren Familien. "Ich habe so viel gelernt und habe viele Freunde gefunden", resümiert Pinprapha, die ihren Mitschülern an der Triam Udom Suksa Schule den Austausch empfiehlt.

Aus der Sicht ihrer Deutschlehrerin Oranut Tongtaksin profitieren die Schülerinnen und Schüler in starkem Maße von solchen Projekten, da sie Deutsch in einer authentischen Situation anwenden können und ihre Angst zu sprechen verlieren. Die deutschen Jugendlichen gewinnen ebenfalls durch den Austausch, weil ihre Kommunikationsfähigkeit wächst und soziale Kompetenzen gestärkt werden.
Schulleiter Ulf Krüger empfiehlt auch anderen Schulen, eine solche Schulpartnerschaft zu wagen. Er räumt zwar ein, dass ein projektorientierter Austausch intensiver Vorbereitung bedarf, weil es sich um mehr als einen touristischen Besuch handelt. "Aber die Arbeit lohnt sich. Wir sehen an unseren Schülern, wenn sie wiederkommen, wie verändert sie sind und wie viel sie für ihre persönliche Entwicklung mitgenommen haben."

Sehen Sie das Video zum Projekt des Monats Dezember 2017

nach oben Seite drucken