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Schulaustausch weltweit

Endlich wieder Austausch: Nach der unfreiwilligen Coronapause finden wieder verstärkt Schülerbegegnungen in Präsenz statt. Erfahren Sie mehr über Fördermöglichkeiten.

Deutsch-israelische Schülergruppe in Berlin vor dem Brandenburger Tor

Es geht wieder los! Lange Zeit war während der Pandemie an Präsenzaustausch nicht zu denken – Einreiseregeln, schulinterne Vorgaben und gesundheitliche Bedenken führten zu einer allgemeinen Planungsunsicherheit und legten persönliche Begegnungen im Rahmen von Schulpartnerschaften auf Eis. Das laufende Jahr hat aber gezeigt: Viele Schulgruppen trotzen den Umständen und machen sich wieder auf den Weg zu ihren Partnerschulen in der ganzen Welt oder empfangen ausländische Gäste in Deutschland.

Endlich wieder GAPP-Begegnungen im Jubiläumsjahr
Nachdem der USA-Austausch der IGS Kurt Schumacher in Ingelheim (Rheinland-Pfalz) zwei Jahre in Folge ausfallen musste, machte sich im Frühjahr 2022 wieder eine Schülergruppe auf den Weg zur Partnerschule in Gallatin, Tennessee – pünktlich zum 50-jährigen Jubiläum des German American Partnership Program, durch das der Austausch gefördert wird. 13 Schülerinnen und Schüler aus Ingelheim erlebten nach einem Zwischenstopp in der Großstadt Atlanta ereignisreiche Wochen an der Station Camp High School und in ihren Gastfamilien. Ein Highlight für die Gruppe war der Besuch des jährlichen Schulballs („Prom Night“). Auf einem Schulblog haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre Erlebnisse in den USA festgehalten. Auch die Süddeutsche Zeitung berichtete über den Austausch.


PASCH-Schulpartnerschaften weltweit
Die Partnerschaft zwischen der Walter-Mohr-Realschule Traunreut (Bayern) und der Gesamtschule UAEH Preparatoria No. 1 in Pachuca, Mexiko, besteht seit Anfang 2020. Da pandemiebedingt kein Präsenzaustausch möglich war, führten die Partnerschulen 2021 ein gemeinsames virtuelles Projekt durch. Dieses Jahr war es dann endlich so weit: Zum ersten Mal konnte eine Gruppe aus Pachuca nach Traunreut reisen, um den Schulalltag an der Partnerschule zu erleben und gemeinsam mit ihren Austauschpartnerinnen und -partnern am Thema „Nachhaltigkeit in Deutschland und Mexiko“ zu arbeiten. Beim Gegenbesuch der deutschen Gruppe in Mexiko stand dann Berufsorientierung im Mittelpunkt: So konnten die Schülerinnen und Schüler hinter die Kulissen eines 5-Sterne-Hotels in Cancún schauen, drei Betriebe aus der Automobilbranche besichtigen und in einer Simulationsklinik ausprobieren, wie man eine Spritze setzt. Eindrücke davon hat Koordinator Pedro May in einem Video festgehalten. Gefördert werden beide Austauschbegegnungen durch die Initiative Schulen: Partner der Zukunft (PASCH).

Beim Aufbau einer neuen Schulpartnerschaft kann ein persönliches Treffen der beteiligten Lehrkräfte und ein Kennenlernen der Begebenheiten im Partnerland vor der ersten Schülerbegegnung eine große Hilfe sein. Diese Erfahrung machten auch zwei Lehrkräfte der Jodocus Nünning Gesamtschule Borken (Nordrhein-Westfalen). Durch den Aufruf eines in Seoul lebenden Borkeners in einer Lokalzeitung hatte ein Team der deutschen Schule Kontakt zur Beyond Dream Global Leader Scholars (BDS) in Chungju, Südkorea, aufgenommen. Das Ziel: Eine Kooperation der beiden Schulen, bei der in Zukunft auch gegenseitige Schüleraustausche stattfinden sollen. Im Sommer 2022 kam es dann zu einer ersten persönlichen Begegnung, als zwei Vertreter der Borkener Schule nach Südkorea reisten, um sich einen Eindruck von der Partnerschule zu machen. „Die [koreanische] Schule legt sehr starken Wert auf Gesundheit und Nachhaltigkeit. Gesundheit wird an der BDS auf vielen Wegen gefördert,“ berichten die Lehrer auf dem Blog der Schulpartnerschaft. So gibt es ein Team, dass sich ausschließlich um den Anbau und die Verarbeitung von Lebensmitteln für die Schulküche kümmert, sowie ein Meditationszentrum für tägliche Meditationen oder Yogastunden. Nach diesem vorbereitenden Besuch, ebenfalls bezuschusst aus Mitteln der PASCH-Initiative, ist für nächstes Jahr eine Schülerbegegnung geplant.


Im Austausch mit Israel
Auch deutsch-israelische Schulpartnerschaften konnten 2021 nur virtuell gepflegt werden. Die Schülerinnen und Schüler der Israel-AG des Grabbe-Gymnasium Detmold (Nordrhein-Westfalen) nutzen die austauschfreie Zeit, um sich mit jüdischen Spuren in ihrem Schulort auseinanderzusetzen. Hierbei entstand ein digitaler Stadtrundgang durch Detmold. Als im März 2022 endlich wieder Gäste der Maccabim-Re‘ut High School in Israel zu Besuch waren, machten sich die Austauschpartnerinnen und -partner dann gemeinsam auf diese Tour durch Detmold auf den Spuren jüdischen Lebens. Im Rahmen der Austauschbegegnung am Grabbe-Gymnasium war auch Joanne Herzberg eingeladen, deren Vater Fritz 1939 als 17-jähriger mit einem jüdischen Kindertransport Deutschland verlassen konnte und somit den Holocaust überlebte. Herzberg sprach mit der Gruppe über ihre Familiengeschichte und freute sich, so viele Jugendliche aus Israel in Detmold zu sehen. Der PAD fördert die Partnerschaft zwischen dem Grabbe-Gymnasium und der israelischen Partnerschule im Rahmen des Programms Schulpartnerschaften mit Israel.


Fördermöglichkeiten für schulischen Austausch
Fördermittel für Austauschbegegnungen sowie für vorbereitende Besuche können in diesem Jahr laufend bis spätestens sechs Wochen vor Beginn beantragt werden. Vorbereitende Besuche können sowohl in neuen als auch in bestehenden Schulpartnerschaften durchgeführt werden, wenn seit Pandemiebeginn keine persönlichen Begegnungen mehr stattgefunden haben. Bis Ende 2022 bezuschusst der PAD die Reisekosten zur Partnerschule je nach Partnerland mit attraktiven Fördersätzen von bis zu 600 Euro pro Person.

Förderfähig sind Partnerschaften zwischen Schulen in Deutschland und Schulen in den USA, Israel, den Palästinensischen Gebieten sowie Staaten Afrikas, Asiens, Mittel- und Südamerikas, Ost- und Südosteuropas sowie der Golfregion und Ozeanien. Die Förderung dieser Partnerschaften erfolgt im Rahmen der folgenden Programme:

Solidarität mit der Ukraine

Schulen in Deutschland und der Ukraine verbinden langjährige Partnerschaften. Erfahren Sie mehr über Hilfsaktionen, Austausch und Solidarität in der Krise. Mehr erfahren

Austausch digital

Um internationale Schulpartnerschaften aufrecht zu erhalten oder zu ergänzen und Schülerbegegnungen zu ermöglichen, stellt der PAD Möglichkeiten des digitalen Austauschs vor, die auch finanziell gefördert werden.

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