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Vier Fragen zum FSA-Programm

Alina Karic hat ein Schuljahr als Fremdsprachenassistentin in Großbritannien verbracht. Mitte August beginnt die nächste Bewerbungsrunde für das FSA-Programm – vorab haben wir sie nach ihren Tipps und Erfahrungen gefragt.

Studentin Alina Karic vor FSA-Plakat

Lehramtsstudentin Alina Karic war mit dem FSA-Programm in Nordengland.

An einer britischen High School den Unterrichtsalltag kennenlernen – diese Erfahrung hat Alina Karic gemacht. Die 23-Jährige studiert Englisch und Sozialwissenschaften auf Lehramt an der Universität Köln. Als Fremdsprachenassistentin unterstützte sie für ein Schuljahr die Deutschlehrkräfte an zwei privaten High Schools in Wakefield, Nordengland. Momentan schreibt sie ihre Bachelorarbeit und unterstützt als studentische Aushilfe beim PAD das FSA-Programm. Wir haben Alina nach ihren Eindrücken und Tipps für angehende Bewerberinnen und Bewerber gefragt.

Alina, du hast zwischen Bachelor- und Masterstudium am FSA-Programm teilgenommen. War das ein guter Zeitpunkt um ins Ausland zu gehen?

Ja, im Nachhinein auf jeden Fall! In unserem Bachelorstudium sind zwar auch Praktika vorgesehen, aber da ist man nur als Beobachter im Klassenzimmer dabei, man steht nicht selbst vor der Klasse. Ich habe mir schon ein bisschen Sorgen gemacht, ob ich das Praxissemester im Masterstudium gut schaffen werde. Deshalb wollte ich vorher als Fremdsprachenassistentin Erfahrungen sammeln. Das hat in meinem Fall super geklappt. Ich habe vor allem in der Oberstufe viel selbstständig den Unterricht geplant, Sprachspiele mit den Schülerinnen und Schülern gemacht, sie auf die mündlichen A-Level Prüfungen vorbereitet. So konnte ich mich austesten und bin jetzt viel sicherer und selbstbewusster, was Unterrichtsplanung angeht. In Großbritannien werden die Schülerinnen und Schüler für die Abschlussprüfungen schon ziemlich "gedrillt". Ich habe aber gemerkt, dass sie gerade in der Schlussphase sehr dankbar für meine Unterstützung waren. Da ich wirklich gerne am FSA-Programm teilnehmen wollte und die Plätze für Großbritannien beschränkt sind, war ich auch von vorneherein dafür offen acht Monate lang zu bleiben.

Was waren andere gute Erfahrungen, die du gemacht hast?

Unter anderem habe ich einen „German Club“ geleitet, der ein freiwilliges Nachmittagsangebot war. Meine Kolleginnen und Kollegen hatten mich vorgewarnt, dass die meisten Schüler nur in den ersten Wochen teilnehmen und dann bald die Lust verlieren würden. Aber es gab tatsächlich drei Mädchen, die bis zum Ende des Schuljahres jedes Mal mitgemacht haben – das hat mich sehr gefreut. Natürlich habe ich die Zeit auch genutzt, um am Wochenende zu reisen und andere Städte kennenzulernen. Ich bin viel im Norden Englands unterwegs gewesen und habe die Nationalparks wie den Peak District oder den Lake District besucht.

Gab es auch Herausforderungen, mit denen du zu kämpfen hattest?

Der größte Stressfaktor war für mich zu Beginn die Wohnungssuche. Ich wollte einfach gerne in einer Großstadt wohnen und habe deswegen das Angebot ausgeschlagen, in Wakefield zusammen mit anderen Fremdsprachenassistentinnen in einer WG zu wohnen. Bis ich dann eine Unterkunft in Leeds gefunden habe, hat es eine ganze Weile gedauert. Der Nahverkehr in Großbritannien ist auch oft nicht so gut ausgebaut, deswegen war ich relativ lange zu den Schulen unterwegs.

Was würdest du anderen Studierenden empfehlen, die überlegen, sich für das Programm zu bewerben?

Ich kann das FSA-Programm auf jeden Fall empfehlen, insbesondere wenn man Lehramt studiert. Die Praxiserfahrung ist super hilfreich und durch das Stipendium muss man sich auch keine großen Sorgen wegen der Finanzierung machen. Man lernt das Land und die Kultur auch viel intensiver kennen als bei einem Erasmus-Semester, bei dem man doch oft viel Zeit mit anderen ausländischen Studierenden verbringt. Es ist auf jeden Fall sinnvoll, sich rechtzeitig um die Bewerbung zu kümmern und die nötigen Dokumente zu besorgen. Wegen dem Auswahlgespräch sollte man sich nicht verrückt machen: Die beiden Lehrerinnen, die mich interviewt haben, waren sehr nett und es war eine angenehme Gesprächsatmosphäre. Mein Tipp dafür ist, im Vorfeld ein bisschen auf dem Laufenden zu bleiben und regelmäßig die Nachrichten zu verfolgen, sodass man die aktuellen Themen in beiden Ländern kennt.

Vielen Dank für das Gespräch, liebe Alina – wir wünschen dir noch eine schöne Zeit beim PAD und alles Gute für dein Studium!

Studierende, die im Schuljahr 2020/21 am FSA-Programm teilnehmen möchten, können sich ab Mitte August online für 14 verschiedene Einsatzländer bewerben. Erste Hinweise zum Bewerbungsverfahren sind bereits jetzt online verfügbar.

Emma Sander war als Fremdsprachenassistentin an der Manchester School for Girls eingesetzt und hat uns ebenfalls von ihren Einrücken berichtet.

 

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