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Von Sansibar nach Mecklenburg-Vorpommern

Wie sich Plastikabfall vermeiden oder verwerten lässt, damit hat sich eine Schule in Mecklenburg-Vorpommern mit ihrem Partner auf der Insel Pemba in Tansania befasst.

Fünf Erwachsene in einem Paddelboot

Lehrkräfte aus Deutschland und Tansania in einem Boot

„Ich hätte mir nicht träumen lassen, dass wir diesen Austausch wirklich auf die Beine stellen“, sagt Susanne Bliemel, Englisch- und Deutschlehrerin im Gymnasium Am Sonnenberg in Crivitz. Die Schulpartnerschaft mit der Msuka Secondary School Msuka auf der Insel Sansibar (Tansania) beschränkte sich zunächst auf den Austausch von E-Mails und Paketen, bis die Idee entstand, sich gegenseitig zu besuchen. Projektanträge mussten geschrieben, Visa beantragt und Eltern überzeugt werden. Im Sommer 2018 begann dann das Abenteuer.

Die zehn Schülerinnen und Schüler und zwei Lehrkräfte aus Crivitz hatten jedoch keinen Urlaubstrip geplant. Gemeinsam mit ihren Partnern sollte stattdessen das Thema Abfallvermeidung und Recycling die Agenda bestimmen. „Am Strand standen wir knöcheltief im Plastikmüll“, erinnert sich Susanne Bliemel an den Besuch auf der Insel Pemba. Zunächst sahen die Partner darin kein großes Problem. Dann befragten die afrikanischen Schülerinnen und Schüler die Inselbewohner und erfuhren, welche direkten Folgen die fehlende Abfallentsorgung bereits gezeigt hat. Nutztiere fraßen Plastiktüten und starben daran, Drainagen verstopften und führten zu Überschwemmungen. Und deshalb wurden die Schülerinnen und Schüler aus Crivitz und Pemba aktiv. Mit ihren Smartphones recherchierten sie, welcher Müll gefährlich ist und welcher verrottet. Gemeinsam hatten sie drei Wochen Zeit, um sich Lösungen zu überlegen. Es fehlte eine Abfallsammelstelle, also bauten sie eine. Sie hatten eine Fülle von leeren Plastikflaschen, also füllten sie sie mit Müll und bauten daraus Möbel. „Susanne, you are our Wakeup-Call!“, stellte der Schulleiter der Partnerschule fest.

Susanne Bliemel erinnert sich noch heute mit großer Begeisterung an den freundschaftlichen Empfang auf Pemba, die gute Zusammenarbeit und reibungslose Organisation. Ein Jahr später gelang es sogar, den Gegenbesuch in Crivitz zu organisieren. „Unsere Partner und wir wollen weitermachen, denn wir sind uns inzwischen vertraut und können noch vieles gemeinsam machen“, zeigt sich Susanne Bliemel überzeugt. 

Der PAD stellt die Schulpartnerschaft des Gymnasiums Am Sonnenberg in Crivitz (Mecklenburg-Vorpommern) mit der Msuka Secondary School Msuka auf der Insel Sansibar (Tansania) als Projekt des Monats April vor. Gefördert wurde der Austausch aus Mitteln der Initiative „Schule: Partner der Zukunft“ (PASCH) des Auswärtigen Amtes. Nachdem die erste Begegnung von Ensa - Engagement Global - gefördert wurde, konnten die Schulen für den Besuch in Deutschland weitere Förderer gewinnen.

Lesen Sie unsere Projektvorstellung
 

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