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"Wir wollen mehr Menschen für die europäischen Programme gewinnen"

Der PAD sprach mit Ulrich Commerçon, Saarländischer Bildungsminister und Beauftragter der Länder für den Bereich Bildung im Rat der Europäischen Union.

Ulrich Commerçon, Saarländischer Bildungsminister und Beauftragter der Länder für den Bereich Bildung im Rat der Europäischen Union.

"Interkulturelle Erfahrungen fördern nachweislich Werte wie Toleranz, Mitmenschlichkeit sowie die Entwicklung eines europäischen Gemeinschaftsgefühls. Ein solches Denken müssen wir unterstützen, gerade in Zeiten, in denen sich Staaten wieder vermehrt hinter ihre Grenzen zurückziehen“, erklärte Minister Ulrich Commerçon im Gespräch mit dem PAD. Die Teilnahme von Schulen am Programm wie Erasmus+ ist ihm deshalb ein besonderes Anliegen: "Abgesehen von den guten Förderchancen, die 2019 bestehen: Unmittelbarer als durch den persönlichen Austausch kann man die europäische Idee bei jungen Menschen nicht erlebbar machen."

Das Saarland übernimmt in Sachen Fremdsprachenunterricht eine Vorreiterrolle in Deutschland und hat sich als Ziel gesetzt, Französisch innerhalb einer Generation zur zweiten Umgangs- und Bildungssprache zu entwickeln. In diesem Sinne birgt für Ulrich Commerçon das Programm Erasmus+ ein enormes Potential für die Projektarbeit im Fremdsprachenunterricht. Vor allem an die bei Erasmus+ Schulpartnerschaften geförderte Langzeitschülermobilität knüpft er hohe Erwartungen, weil auf diese Weise Schülerinnen und Schülern ein Schulbesuch an der Partnerschule ermöglicht wird.

Für das Nachfolgeprogramm von Erasmus+ ab 2021 sieht er als wichtiges Ziel, künftig mehr Menschen mit unterschiedlichem kulturellem, sozialem und wirtschaftlichem Hintergrund für die europäischen Programme zu gewinnen. An einer entsprechenden politischen Einigung war Ulrich Commerçon als Beauftragter der Länder im November beteiligt, als die EU-Bildungsministerinnen und -Bildungsminister auf der Tagung des Rates der EU beschlossen, das Nachfolgeprogramm inklusiver zu gestalten.

Angesichts der Wahlerfolge populistischer Parteien in vielen Staaten, die Europa kritisch oder sogar feindselig gegenüberstehen, hält er Demokratiebildung für eine der Kernaufgaben des Bildungs- und Erziehungsauftrags der Schulen. "Gerade im europäischen Austausch finden Schulen dafür ein motivierendes Instrument", so der Minister. Das aber setze voraus, „dass Erasmus+ nutzerfreundlicher als bislang gestaltet wird. Deshalb brauchen wir einfachere Zugänge zum Programm und weniger Bürokratie."

Lesen Sie hier das vollständige Interview

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