Das Logo von Erasmus+
Schülerprogramme

Mit eigenen Augen

Wie sich israelische und deutsche Jugendliche im Austausch begegnen können, das zeigt ein neuer Kurzfilm zum Johannes-Rau-Stipendium. Der Pädagogische Austauschdienst fördert auch 2026 den schulischen Austausch mit Israel.

„Am schönsten fand ich den gemeinsamen Spieleabend. Wir haben zusammen gelacht und es hat super viel Spaß gemacht“, erzählt Johanna. Sie ist eine der Schülerinnen und Schüler aus Deutschland, die im Herbst 2025 Jugendliche aus Israel aufgenommen haben. Die Begegnung fand im Rahmen des Johannes-Rau-Stipendienprogramms statt, in dem jedes Jahr 15 junge Israelis für zwei Wochen nach Deutschland eingeladen werden. Die erste Woche verbrachten die israelischen Gäste in Gastfamilien und besuchten die Schule der Gastgeschwister. In der zweiten Woche nahmen die deutschen und israelischen Jugendlichen gemeinsam an einem Seminar in Berlin teil. Hier erwartete sie ein abwechslungsreiches Programm: Unter anderem waren sie zu einer Diskussionsrunde im Auswärtigen Amt eingeladen, besuchten die Gedenkstätte Sachsenhausen, nahmen an Führungen durch den Bundestag und das Schloss Bellevue teil und erlebten ein klassisches Konzert in der Berliner Philharmonie. Bei einem Besuch im Kletterwald und einem Graffiti-Workshop kam auch der Spaß nicht zu kurz.

Ein Filmteam drehte während des gemeinsamen Seminars in Berlin. Der fertige Kurzfilm ist jetzt bei YouTube verfügbar.

 

Erfolgreiche deutsch-israelische Netzwerktagung
 

Um den deutsch-israelischen Austausch in der nach wie vor herausfordernden politischen Lage weiter zu stärken, fand im Dezember 2025 die zweite Fach- und Netzwerktagung zu deutsch-israelischen Schulpartnerschaften in Berlin statt. Bei der gemeinsamen Veranstaltung des Pädagogischen Austauschdiensts und der Landesregierung NRW erhielten die teilnehmenden Lehrkräfte und Schulleitungen Impulse für die Weiterentwicklung ihrer Partnerschaften mit israelischen Schulen und neue Perspektiven auf deutsch-israelische Bildungs- und Begegnungsarbeit. In verschiedenen Workshops und Podiumsdiskussionen ging es um die Praxis im Schulaustausch mit Israel. Dr. Elizaveta Firsova-Eckert von der Leibniz-Universität Hannover berichtete in ihrer Keynote von den Ergebnissen einer Studie zur Wirkung des deutsch-israelischen Schüler- und Jugendaustauschs. Außerdem fanden Gespräche mit Vertreterinnen und Vertretern des Auswärtigen Amts, der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, der Kultusministerkonferenz sowie mit Abgeordneten des Bundestags statt.

 

Schulpartnerschaften mit Israel
 

Deutsche Schulen, die Schülergruppen ihrer israelischen Partnerschulen einladen möchten, können ab sofort Fördermittel beantragen. Anträge können bis zum 30. September 2026 gestellt werden und müssen spätestens sechs Wochen vor Beginn der geplanten Begegnung vorliegen. Vorbereitende Besuche in Deutschland oder Israel werden unter Vorbehalt gefördert. Alle Informationen zum Förderprogramm für Schulpartnerschaften mit Israel finden Sie hier.


Alle Programme und Aktivitäten des Pädagogische Austauschdiensts im Austausch mit Israel finden Sie hier.