Ob historisches Gebäude, Gedenkstätte oder UNESCO-Weltkulturerbe: Denkmäler erzählen viele Geschichten. Von den Menschen, die sie erbaut haben, von regionalen Ereignissen und persönlichen Schicksalen, die in einem politischen, geschichtlichen und kulturellen Kontext stehen. Hier ergeben sich für schulische Projektarbeit viele Anknüpfungspunkte, beispielsweise mit Fächern wie Geschichte, Kunst, Sozialkunde, Religionsunterricht oder Politik.
Das Schulprogramm „denkmal aktiv“ der Deutschen Stiftung Denkmalschutz fördert Projekte, die Denkmale als Lernorte nutzen und kulturelles Erbe erkunden.
Internationaler Austausch rund um Denkmäler
Dies lässt sich gut mit einer Austauschbegegnung im Rahmen einer Schulpartnerschaft kombinieren: Schülerinnen und Schüler können so gemeinsam mit Gästen aus dem Ausland lokale Denkmäler erkunden, Unterschiede und Gemeinsamkeiten entdecken und durch den Blick von außen neuen Perspektiven auf kulturelles Erbe finden.
- So pflegt beispielsweise die Oberschule Westercelle seit über zehn Jahren eine PASCH-Schulpartnerschaft mit der Triam Udom Soksa School in Thailand. Beim gegenseitigen Austausch standen 2025 die UNESCO-Weltkulturerbestätten im Fokus, das Thema lautete: „Welterbestätten als multikulturelles und verbindendes Kulturgut“.
- Bei Schulpartnerschaften mit Israel ist die Beschäftigung mit jüdischer Kultur und der Besuch von Synagogen und Gedenkstätten ein wichtiger Bestandteil des Austausches. So bereiteten sich die Schülerinnen und Schüler der Realschule St. Martin intensiv darauf vor, gemeinsam mit Jugendlichen von der Hayovel Junior High School Mevassaret-Zion die Synagoge in Münster zu besuchen.
Sich mit der eigenen Heimat und lokalen Denkmälern zu beschäftigen, um sie dann Schülerinnen und Schülern aus dem Ausland vorzustellen – dieser Ansatz funktioniert nicht nur für weltweite Schulpartnerschaften, sondern auch im Rahmen von europäischem Austausch. So erstellten Jugendliche von der Rurtal-Schule Heinsberg (NRW) einen inklusiven Reiseführer zu lokalen Sehenswürdigkeiten für Schülerinnen und Schüler von Partnerschulen in Belgien und den Niederlanden (siehe Videoclip dazu). An der Goetheschule Wetzlar beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler im Mathematikunterricht mit Baudenkmälern und deren geometrischem Aufbau und stellten diese anschließend via eTwinning anderen Schulklassen aus Europa vor (Erfahrungsbericht lesen).
Förderung durch „denkmal aktiv“ und unsere Programme
Schulen in Deutschland, deren Projektarbeit von „denkmal aktiv“ gefördert wird, werden bei der Durchführung begleitet und mit 1.900 Euro unterstützt. Ab 3. März können sich Schulen für ein Schuljahresprojekt 2026/27 bei „denkmal aktiv“ um Fördermittel bewerben, Bewerbungsschluss ist der 8. Mai 2026. Alle weiteren Informationen dazu sind auf der www.denkmal-aktiv.de zu finden.
