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Erasmus+ Schule

UK und Schweiz bei Erasmus+

Schulischer Austausch mit dem Vereinigten Königreich und der Schweiz könnte bald wieder im Rahmen des EU-Programms möglich sein.

Die Ursachen waren unterschiedlich, aber große Enttäuschung gab es in beiden Staaten: Das Vereinigte Königreich schied 2021 als Folge des Brexits aus dem EU-Programm aus, die Schweiz verlor 2014 ihren Status als Programmstaat bei Erasmus+ nach Annahme der „Masseneinwanderungsinitiative“, einer Volksinitiative der Schweizerischen Volkspartei. Laut Erasmus+ Programmleitfaden sind aktuell sowohl die Schweiz als auch das Vereinigte Königreich sogenannte „nicht-assoziierte Drittstaaten“. Doch das könnte sich bald ändern.

UK voraussichtlich ab 2027 wieder bei Erasmus+

Die Europäische Union und das Vereinigte Königreich stärken ihre Zusammenarbeit – und Erasmus+ profitiert ganz unmittelbar davon: Ab 2027 sollen auch Kitas und Schulen aus UK wieder an dem EU-Programm teilnehmen können. Dies geht aus einer gemeinsamen Erklärung hervor, welche die Europäische Kommission am 17. Dezember 2025 veröffentlicht hat.

Die Nationale Agentur im Pädagogischen Austauschdienst (PAD) begrüßt diese Entwicklung und freut sich darüber, dass deutsch-britischer Austausch im Schulbereich damit voraussichtlich auch bald wieder im Rahmen von Erasmus+ stattfinden kann. Seit dem EU-Austritt des Vereinigten Königreichs wurde der deutsch-britische Schulaustausch vor allem durch die Initiative UK German Connection gefördert. Einen Überblick zu allen Programmen des PAD für schulischen Austausch mit dem Vereinigten Königreich gibt es hier.

Schweiz strebt Rückkehr zu Erasmus+ ab 2027 an

Am 10. November 2025 wurde in Bern das Programmabkommen Schweiz-EU (EUPA) unterzeichnet, welches den Weg für eine erneute Teilnahme an Erasmus+ ebnet (Quelle: Pressemeldung Schweizerische Eidgenossenschaft).

Movetia ist die Nationale Agentur zur Förderung von Austausch und Mobilität im Bildungsbereich in der Schweiz. In einem Feed auf ihrer Website informiert die Organisation laufend über neue Entwicklungen zu Erasmus+ in der Schweiz. Sechs Mitarbeiterinnen und ein Mitarbeiter von Movetia besuchten im Januar den Pädagogischen Austauschdienst in Bonn, um sich im Rahmen eines Job Shadowings über die Arbeit unserer Nationalen Agentur Erasmus+ im Schulbereich zu informieren.

Für Doryan Givel, der in der Schweiz das Programm für Fremdsprachenassistenz (FSA) koordiniert, bot sich auch die Gelegenheit zum Austausch mit seiner deutschen Kollegin im PAD. Studierende aus Deutschland können mit dem FSA-Programm ein Unterrichtspraktikum in der französischsprachigen Schweiz machen, umgekehrt können Studierende aus der Schweiz an Schulen in Deutschland den Französischunterricht mitgestalten.

Alle aktuellen Informationen zu den Programmstaaten und Partnerstaaten bei Erasmus+ gibt es auf der Website der Nationalen Agentur im Bereich Schulbildung, www.erasmusplus.schule.

Diese Meldung wurde am 3. Februar 2026 überarbeitet.
Zum aktuellen Zeitpunkt können keine Erasmus+ Projektaktivitäten mit Schulen oder anderen Einrichtungen in der Schweiz oder dem Vereinigten Königreich geplant oder beantragt werden.

Gruppenfoto in der Bonner Wagenhalle
Besuch aus der Schweiz: Mitarbeitende von Movetia informierten sich beim Pädagogischen Austauschdienst in Bonn über die Arbeit der Nationalen Agentur im Bereich Schulbildung.