Am 24. Februar 2026 jährte sich der Beginn von Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine zum vierten Mal. Aus diesem Anlass veröffentlichte die Generaldirektion Bildung, Jugend, Sport und Kultur der Europäischen Kommission ein Factsheet dazu, wie Erasmus+ seitdem die Ukraine unterstützt hat.
Die Ukraine ist kein Programmstaat bei Erasmus+. Seit 2022 wurden jedoch etwa 70 Millionen Euro aus dem EU-Programm für Kooperationsprojekte verwendet, um die Ukraine in der Hochschulbildung, der beruflichen Aus- und Weiterbildung, im Jugendbereich und im Sport zu unterstützen. Erasmus+ hat zudem den Druck und die Verteilung von 1,5 Millionen Schulbüchern finanziert und damit dazu beigetragen, dass Kinder in der Ukraine trotz des Krieges weiterlernen können. (Zur Pressemeldung)
Über 1.000 ukrainische Lehrkräfte nehmen aktuell an eTwinning teil, was ihnen die Zusammenarbeit mit europäischen Kolleginnen und Kollegen sowie den Zugang zu beruflicher Weiterbildung ermöglicht. Auch gemeinsame Online-Unterrichtsprojekte zwischen deutschen und ukrainischen Schulklassen sind via eTwinning möglich. Weitere Informationen zu eTwinning als Angebot im Rahmen von Erasmus+ gibt es hier.
Schulpartnerschaften mit der Ukraine
Seit mehr als 20 Jahren fördert der PAD den Austausch und die Partnerschaft zwischen Schulen in Deutschland und der Ukraine, seit 2008 im Rahmen der Initiative „Schulen: Partner der Zukunft“ (PASCH).
Dieser Austausch ist auch während des Krieges nicht abgebrochen. Zwar konnten seit Kriegsbeginn keine Begegnungen mehr in der Ukraine stattfinden, der PAD fördert aber weiterhin den Besuch ukrainischer Schülergruppen an ihren deutschen Partnerschulen. Auch 2026 sind zahlreiche Ukraine-Austausche in Deutschland geplant.
Außerdem freuen wir uns, im Schuljahr 2026/27 unter den 24 Teilnehmenden des Weiterbildungsprogramms eine ukrainische Lehrerin aus Oleksandrija begrüßen zu dürfen. Sie wird sich elf Monate lang an der Kooperativen Gesamtschule Osnabrück-Schinkel im Unterricht einbringen.
