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MINT im Austausch

Die Abkürzung „MINT“ steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Auch diese Themen und Schulfächer können im internationalen Schulaustausch aufgegriffen werden und das mit großem Erfolg. Wir stellen Projekte aus der Praxis vor und lassen Teilnehmende an unseren Programmen zu Wort kommen, die MINT in Verbindung mit Austausch erlebt haben.

MINT und Austausch: Eine erfolgreiche Verbindung

Schulfächer wie Mathematik, Informatik, Biologie, Chemie, Physik oder Technik (kurz: MINT) sind nicht unbedingt das Erste, was viele mit schulischem Austausch in Verbindung bringen. Dabei wird im Berufsleben und in der Wissenschaft gerade in diesen Bereichen (MINT, oder auf Englisch „STEM“ für: Science, Technics, Engineering, Mathematics) besonders international gearbeitet. 

Gemeinsame Unterrichtsprojekte zu MINT-Themen mit Lehrkräften und Schulklassen im Ausland können nicht nur sehr erfolgreich sein – sie sind auch ein Weg, Schülerinnen und Schüler für Austausch zu begeistern, die weniger sprachaffin sind. Gleichzeitig bieten sie eine Vorbereitung auf reale Herausforderungen im späteren Arbeitsleben. Auch Lehrkräfte, die keine Fremdsprachen unterrichten, können von unseren Programmen profitieren und ihre didaktischen, methodischen und beruflichen Fähigkeiten durch Fortbildungen, Job Shadowing oder Austauschbegegnungen im Ausland erweitern. 

Geometrie, Algebra und Austausch

Wer sich damit auskennt, der weiß: Mathematik ist eine eigene Sprache, die noch dazu weltweit verstanden wird. Es liegt also eigentlich nahe, Mathematik grenzüberschreitend zu unterrichten – mit einem weiteren Vorteil: Schülerinnen und Schüler, deren Lieblingsfach nicht unbedingt Mathematik ist, haben vielleicht ein größeres Interesse an internationalen Begegnungen und können sich im Kontext einer Austauschbegegnung auch für die Welt der Zahlen und Formeln begeistern.

Aus der Praxis

Computer, KI und internationaler Austausch

Wäre das Internet ein Staat, hätte es über 5 Milliarden Einwohner – und einen rasant wachsenden Stromverbrauch. Insbesondere junge Menschen sind weltweit digital miteinander verbunden, was den internationalen Austausch im Schulbereich oft erleichtert. Damit steigt aber auch der Bedarf nach Digitalkompetenz, Wissen zum Umgang mit künstlicher Intelligenz und Vermittlung von informatischen Grundkenntnissen in der Schule. Umso sinnvoller ist es, internationalen Schulaustausch und Informatikunterricht miteinander zu verbinden. 

Im Programm Erasmus+ gibt es einen inhaltlichen Schwerpunkt zu „Medienkompetenz und Digitale Bildung" und eigene Community für digitalen Austausch und Onlineprojekte im Unterricht: eTwinning.

Aus der Praxis

Wenn die Chemie stimmt: Naturwissenschaften im Austausch

Die ganze Welt basiert auf Physik, Chemie und Biologie – Naturwissenschaften vermitteln Schülerinnen und Schülern die Grundlagen des Lebens. Auch die Klimakrise als größte globale Herausforderung erfordert naturwissenschaftliches Verständnis: Nachhaltige Energiequellen, das Artensterben, die Verschmutzung der Meere durch Mikroplastik oder Recycling sind Themen, zu denen Lehrkräfte etwa der Fächer Biologie, Physik oder Chemie viel Wissen mitbringen. Hier gibt es zahlreiche Anknüpfungspunkte, um auch im Unterricht international zusammenzuarbeiten.

Für Schulpartnerschaftsprojekte bieten sich als thematischer Rahmen die Sustainable Developement Goals (SDGs) der Vereinten Nationen an. Bei Erasmus+ bietet der thematische Schwerpunkt zu Nachhaltigkeit und Umweltschutz viele Anknüpfungspunkte.

Aber auch für einzelne Personen gibt es Möglichkeiten, Austausch mit naturwissenschaftlichen Themen zu verbinden. Für Lehrkräfte bieten sich inhaltliche Fortbildungen im Ausland oder Job Shadowings mit Erasmus+ an. Hospitationen, das Programm für Fremdsprachenassistenz oder ein Freiwilligendienst an einer Gastschule ermöglichen Einblicke in den naturwissenschaftlichen Unterricht im Ausland.

Aus der Praxis

International vernetzt: Technik und Ingenieurswissenschaften

Gerade an berufsbildenden Schulen ist der enge Austausch mit Unternehmen und Wirtschaft schon Teil des Curriculums. Die perfekte Ergänzung dazu ist internationaler Schulaustausch – so lernen die Schülerinnen und Schüler, ihre technischen Fähigkeiten auch auf Englisch und in einem anderen kulturellen Umfeld anzuwenden. Aber auch allgemeinbildende Schulen von der Primarstufe bis zur gymnasialen Oberstufe können von der Projektarbeit zu technischen Themen profitieren und finden mit unseren Programmen einen passenden Rahmen dafür.

Aus der Praxis