Die Zivilgesellschaft fördern
Durch Austausch sollen die Gesellschaften stärker miteinander verbunden werden. Denn ein besseres beiderseitiges Verständnis ist der Schlüssel zu einer intensiveren Partnerschaft. So steht es in afrikapolitischen Leitlinien der Bundesregierung, die unter Federführung des Auswärtigen Amtes zusammengeführt wurden. Als wichtige Akteure dabei werden neben Städten und Gemeinden sowie Kultureinrichtungen und Vereinen ausdrücklich auch Schulen genannt. Mehr Informationen dazu gibt es auf der Website des Auswärtigen Amtes.
Hospitationsprogramm
Deutschlehrkräfte aus Ägypten, Äthiopien, Ghana, Kenia, Namibia, Nigeria, Südafrika und Tunesien mit mindestens drei Jahren Berufserfahrung können sich bis 15. Mai 2026 für Hospitationen in Deutschland bewerben. Es werden auch Gastschulen in Deutschland gesucht, die im November 2026 eine Lehrkraft aus dem Ausland aufnehmen möchten.
Schulpartnerschaften mit afrikanischen Staaten
Aus Mitteln der Initiative Schulen: Partner der Zukunft (PASCH) erhalten Schulen Fördermittel für Schülerbegegnungen in Deutschland oder im afrikanischen Partnerland.
Der Pädagogische Austauschdienst (PAD) fördert jedoch nicht nur Schülerbegegnungen, er unterstützt Schulen auch im Rahmen von Fachtagungen und einer Vernetzung. Zuletzt führte er im April 2023 die für den Afrika-Austausch zuständigen Lehrkräfte zusammen und bot ihnen die Möglichkeit, sich in Workshops zur methodischen Gestaltung von Schülerbegegnungen in deutsch-afrikanischen Partnerschaften fortzubilden. Experten aus dem deutsch-afrikanischen Kontext unterstützten die Lehrkräfte dabei, mehr Sicherheit für die Austauschbegegnungen zu gewinnen.
Beim „Projekt 6500 km“ kann jede:r mitlaufen - von Kaolack im Senegal bis nach Osterode am Harz.
Schulpartnerschaften in der Praxis
„Schulpartnerschaften sind eine wunderbare Sache, geben sie doch jungen Menschen die Möglichkeit, über den eigenen Horizont hinaus neue, aufregende und auch herausfordernde Dinge kennenzulernen. Der Austausch mit Schülerinnen und Schülern aus fremden Ländern kann den Grundstein legen für interkulturelle Kompetenzen, gegenseitigen Respekt und Toleranz, aber auch für lebenslange Freundschaften. Deshalb habe ich in meinem ehemaligen Wahlkreis viele Jahre eine Schulpartnerschaft mit Ostafrika unterstützt. Lehrerinnen und Lehrern, die sich engagieren, sage ich an dieser Stelle herzlichen Dank.“
Dr. Uschi Eid ist Präsidentin der Deutschen Afrika Stiftung e.V.
Hospitationen, Fort- und Weiterbildungen für Lehrkräfte
Deutschlehrkräfte aus Afrika (Ägypten, Äthiopien, Ghana, Kenia, Namibia, Nigeria, Südafrika und Tunesien) können an zweiwöchigen Fortbildungen oder dreiwöchigen Hospitationen in Deutschland teilnehmen. Fortbildungen und Hospitationen vermitteln methodisch-didaktische Anregungen aus der Unterrichtspraxis und ermöglichen es, Materialien für den eigenen Unterricht zu sammeln. Außerdem vertiefen die Lehrkräfte ihre Deutschkenntnisse und ihr Orientierungswissen über Deutschland, indem sie sich einen Eindruck von der aktuellen gesellschaftspolitischen Lage und dem Leben in Deutschland verschaffen.
Das einjährige Weiterbildungsprogramm ermöglicht jedes Jahr bis zu 30 deutschsprachigen Lehrkräfte aus dem Ausland, auch aus Afrika, sich in Deutschland fortzubilden. Sie erleben den Alltag an einer deutschen Schule, hospitieren und gestalten Unterricht mit eigenen Projekten. Außerdem tauschen sich die Lehrkräfte innerhalb der internationalen Gruppe der Teilnehmenden zu fachlichen und didaktischen Fragen aus der aktuellen gesellschaftspolitischen Lage und dem Leben in Deutschland verschaffen.
Die Programme werden aus Mitteln des Auswärtigen Amtes gefördert.
Hier mehr über die Programme für Lehrkräfte erfahren.
Freiwilligendienst kulturweit
Kulturweit ist der internationale Freiwilligendienst des Auswärtigen Amtes in Kooperation mit der Deutschen UNESCO-Kommission. Der PAD und die Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) suchen als gemeinsame Partner interessierte Gastschulen als Einsatzstelle für Freiwillige – auch in afrikanischen Staaten.
Junge Erwachsene aus Deutschland können sich mit dem Freiwilligendienst auch an afrikanischen Schulen einbringen – beispielsweise in Kenia oder Ägypten.
Mit kulturweit-Incoming lädt die Deutsche UNESCO-Kommission Frauen unter anderem aus Nordafrika sowie junge Menschen aus Subsahara-Afrika ein, sich für drei Monate für Kultur und Natur, Bildung und Sport in Deutschland stark zu machen. Über ihre Erfahrungen berichten Hend Saad und Farah Ismail aus Ägypten.
Aus der Praxis: Als Freiwilliger in der DAAD-Außenstelle Tunis.
Austauschprogramme mit Afrika
Internationales Preisträgerprogramm
Schülerinnen und Schüler, die sich im Fach Deutsch ausgezeichnet haben, lud der Pädagogische Austauschdienst bis 2023 zu einem mehrwöchigen Stipendienprogramm nach Deutschland ein. Hier stellen wir Alumni vor. Das Programm wurde aus Mitteln des Auswärtigen Amtes gefördert. Leider muss das Internationale Preisträgerprogramm seit 2024 wegen budgetärer Engpässe im Bundeshaushalt ausgesetzt werden.
Hinter den Kulissen
Politik in Deutschland hautnah miterleben: Diese Chance bot sich John Ngala als Stipendiat des Bundestags in Berlin. Vor fast zehn Jahren hatte der junge Kenianer die Stadt schon einmal besucht – damals als Preisträger des PAD.
Mit Deutsch Zukunft säen
An der Universität Bielefeld hat Abalo Pawilou ein Studium der Medienwissenschaften absolviert. In seiner Heimat Togo setzt sich der ehemalige Preisträger des PAD für benachteiligte Schulkinder und besseren Deutschunterricht ein.
Digitaler Austausch via eTwinning
Tunesien ist als einziger nordafrikanischer Staat im Programm Erasmus+ Teil der eTwinning-Community. Lehrkräfte aus anderen Staaten des afrikanischen Kontinents können aber jederzeit in registrierte Onlineprojekte mit eTwinning auf eingeladen werden. So können Sie den Horizont auch über Europa hinaus erweitern.
Mehr über eTwinningBeratung
Sie möchten mehr wissen über Austausch mit Afrika erfahren? Wir beraten Sie gerne.
Afrikanische Staaten (Ägypten, Benin, Côte d'Ivoire, Ghana, Kamerun, Kenia, Marokko, Mauritius, Namibia, Ruanda, Senegal, Südafrika, Tansania)
Anja van Kerkom
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Markus Gröschl
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