Das Logo von Erasmus+

Austausch mit Frankreich

Immer am 22. Januar findet der deutsch-französische Tag statt. Aber es gibt auch viele andere Anlässe, sich über die Austauschmöglichkeiten zwischen beiden Ländern zu informieren.

Angebote und Förderprogramme

Die „Förderung des Erwerbs der Partnersprache“ und eine „Erhöhung der Zahl der Schülerinnen, Schüler und Studierenden, die die Partnersprache erlernen“ sieht der Vertrag von Aachen vor, den Bundeskanzlerin Angela Merkel und Staatspräsident Emmanuel Macron am 22. Januar 2019 unterzeichnet haben. Er ergänzt damit den als Élysée-Vertrag bezeichneten deutsch-französischen Freundschaftsvertrag von 1963. Im Folgenden stellen wir einige Programme vor, die den Austausch zwischen deutschen und französischen Schulen fördern.

Programm für Fremdsprachenassistenz

Für Studierende und angehende Lehrkräfte bietet sich das Programm für Fremd­sprachen­assistenz (FSA) an. Als FSA unterstützen sie als Mutter­sprachler­innen oder Mutter­sprachler den Deutsch­unterricht an ausländischen Schulen und sammeln praktische Unterrichts­erfahrung. Programm­teilnehmende erhalten einen monatlichen Unterhalts­zuschuss.

Auslandssemester in Frankreich: Als Student im Deutschunterricht unterstützen
  • Kategorie: Fremdsprachenassistenz
    Zitat:

    „Ich habe verschiedenste großartige Menschen kennengelernt, die mich auf ihre eigene Art und Weise sehr geprägt haben und mir noch lange in Erinnerung bleiben werden.“

  • Kategorie: Fremdsprachenassistenz
    Zitat:

    „Auch kleinere Städte haben einen besonderen Reiz, dort gibt es ebenfalls Kunst, Kultur und das Leben ist nicht so teuer wie in Großstädten.“

  • Kategorie: Fremdsprachenassistenz
    Zitat:

    „Herr Levy, haben Sie keine Angst vor den Haien, wenn Sie an der Ostsee surfen?“

  • Kategorie: Fremdsprachenassistenz
    Zitat:

    „Die Art und Weise, wie die Lehrkräfte unterrichten, war für mich bereichernd und inspirierend.“

  • Kategorie: Fremdsprachenassistenz
    Zitat:

    „Es war mit Abstand das Highlight in meinem Studium und hat mich nicht nur beruflich im Umgang mit Schülerinnen und Schülern, sondern auch persönlich enorm für mein weiteres Leben geprägt.“

/

Élysée-Prim-Programm an französischen Grundschulen

Mit dem Élysée-Prim-Programm können Lehrkräfte aus Deutschland, die an einer Grundschule oder in Klasse 5 und 6 unterrichten, ein Jahr lang in das französische Schulsystem eintauchen. In der Regel unterrichten sie in dieser Zeit Deutsch als Fremdsprache an einer oder mehreren Grundschulen in Frankreich – eine Gelegenheit, bei französischen Kindern das Interesse für die deutsche Sprache und Kultur zu wecken. Interessierte Lehrkräfte haben noch bis Ende Januar bzw. Anfang Februar die Möglichkeit, sich für das Schuljahr 2024/25 zu bewerben. Die genauen Bewerbungsmodalitäten erfahren sie beim jeweiligen Kultusministerium beziehungsweise der Senatsverwaltung. Organisiert wird das Programm durch das Deutsch-Französische Jugendwerk (DFJW).

Deutsch-Französischer Freiwilligendienst an Schulen

Der Deutsch-Französische Freiwilligendienst an Schulen richtet sich an junge Menschen zwischen 18 und 25 Jahren. Für zehn Monate sind die Freiwilligen an einer Schule eingesetzt und haben die Möglichkeit, bei schulischen und außerschulischen Aktivitäten mitzuwirken und sich nach ihren Interessen und Fähigkeiten einzubringen. So bringen junge Menschen aus Deutschland ihre Sprache und Kultur in den französischen Schulalltag – und verbessern umgekehrt ihre Französischkenntnisse. Zu Bewerbungen für das Schuljahr 2024/25 gibt es Informationen beim Deutsch-Französische Jugendwerk (DFJW).

 

Schüleraustausch mit dem Voltaire-Programm

Mit einem einjährigen Austausch im Rahmen des Voltaire-Programms lernen Schülerinnen und Schüler der 8. bis 10. Klasse bzw. der Troisième und Seconde den Schulalltag in Deutschland und Frankreich kennen. Das Programm beruht auf Gegenseitigkeit: Die Austauschpartner verbringen erst ein halbes Jahr gemeinsam in Deutschland bei der Familie und besuchen dort die Schule, danach sind sie zusammen für sechs Monate in Frankreich. Voraussichtlich ab Juli 2024 steht das Online-Bewerbungsformular für den im März des Folgejahres beginnenden Austausch zur Verfügung.

  • Kategorie: Voltaire-Programm
    Zitat:

    Durch das Computerspiel „Minecraft“ einander kennenlernen. „Für mich waren diese Videospiele wirklich wichtig. Das hat mir Sicherheit gegeben, dass wir zueinander passen.“

  • Mit Erasmus+ Frankreich entdecken

    Das EU-Programm Erasmus+ bietet Schulen seit 2021 die Möglichkeiten einer sogenannten „Akkreditierung“ an. Wurde diese Mitgliedschaft einmal erfolgreich beantragt, so kann eine Bildungseinrichtung bis 2027 regelmäßig EU-Mittel anfordern, um Lehrkräften, Schülergruppen und auch einzelnen Schülerinnen und Schülern einen Aufenthalt an einer Partnerschule in Frankreich (oder einem der 33 weiteren Programmstaaten) zu ermöglichen. Die Nationale Agentur Erasmus+ Schulbildung im PAD berät dazu gerne. Eine gute Alternative zum Einstieg ist ein Erasmus+ Kurzzeitprojekt, das sechs bis 18 Monate dauert und ebenfalls Austausch für pädagogisches Personal sowie Schülerinnen und Schüler ermöglicht. Informationen sowie Termine für Infoveranstaltungen und Fragerunden finden Sie auf www.erasmusplus.schule, der Website der Nationalen Agentur.

    Für digitalen Austausch zwischen Deutschland und Frankreich stellt Erasmus+ mit eTwinning ein virtuelles Klassenzimmer zur Verfügung, in dem deutsche und französische Lehrkräfte mit ihren Klassen gemeinsam Onlineprojekte starten können.

    Slide von 
    • Akkreditierte Schule

      Die 100.000 Lernmobilität geht nach Frankreich

      Schülerinnen und Schüler der Albert-Schweitzer-Schule Aue (Sachsen) besuchten im März 2025 gemeinsam mit drei Begleitlehrkräften das Collège Ampère in Oyonnax. Um den Austausch möglichst nachhaltig zu organisieren, reisten die Jugendlichen im Bus. Neben Hospitationen und der gemeinsamen Projektarbeit im Unterricht standen gemeinsame Exkursionen in die Umgebung auf dem Programm. Der Gruppenaustausch der Förderschule war die 100.000ste Lernmobilität in Deutschland, die seit Start des EU-Programms 2021 aus Mitteln der Europäischen Union unterstützt wurde.

      Zum Erfahrungsbericht

    • Kurzzeitprojekt

      Von der Schulpartnerschaft zur europäischen Zusammenarbeit

      Michaela Gelke unterrichtet Englisch und Französisch an der Städtischen Gesamtschule Aspe in Bad Salzuflen (Nordrhein-Westfalen) und pflegte schon seit vielen Jahren den Kontakt zu einer Partnerschule in Frankreich. Als die dortige Deutschlehrerin sie fragte, ob sie bei einem gemeinsamen Projekt mit Erasmus+ mitmachen würde, stimmte Gelke begeistert zu. Um den europäischen Austausch fortführen zu können, beantragte Gelke anschließend für ihre Schule ein Kurzzeitprojekt – und konnte nach der Bewilligung gleich die ersten Austauschaktivitäten organisieren. 

      Zum Erfahrungsbericht

      Lehrerin mit Schülergruppe in Paris
    • Praktikum

      Wiegen, backen, dekorieren

      Mathilda besucht die 11. Klasse der Modellschule Obersberg Bad Hersfeld in Hessen. Zwei Wochen lang konnte sie in Frankreich in einer Boulangerie, Pâtisserie und Chocolaterie als Schülerpraktikantin mitarbeiten. Sie berichtet von ihren Erfahrungen und gibt Tipps für andere Schülerinnen und Schüler, die auch ein Auslandspraktikum machen möchten.

      Zum Erfahrungsbericht

      Schülerin in Konditorei
    • eTwinning

      Auf der Suche nach der idealen Schule

      Beim Vergleich ihrer Schulen kamen Jugendliche des Christian von Mannlich-Gymnasiums in Homburg (Saarland) und ihre Pariser Partner zu erstaunlichen Ergebnissen. Die Schülerinnen und Schüler diskutierten intensiv darüber, was eine ideale Schule ausmacht und tauschten sich online über die eTwinning-Plattform aus.

      Zum Erfahrungsbericht

      Schülerinnen zeigen am interaktiven Whiteboard ihren Stundenplan, die Szene wird für die Partnerklasse gefilmt.
    • Schülermobilität

      Gastschülerinnen aus Frankreich

      “Was ich erlebt habe, war weit von dem entfernt, was ich mir erträumt hatte – im Positiven wie im Negativen. Um den Austausch zu genießen, sollte man neugierig sein auf das, was auf einen zukommt, und sich jeden Tag überwinden, die eigene Komfortzone zu verlassen”: Die Schülerinnen Emma und Clarine aus Frankreich besuchten mit Erasmus+  für zwei Monate das Willigis-Gymnasium in Mainz und berichten von ihren Eindrücken.

      Zum Erfahrungsbericht

      Foto der beiden Schülerinnen vor Karte
    • eTwinning

      Paris 2024 als Blended Mobility

      “Im September 2024 fanden in Paris die paralympischen Spiele statt. Diese Gelegenheit wollten wir für ein jahrgangs- und fächerübergreifendes Projekt nutzen. Die Schülerinnen und Schüler schlüpften im Rahmen einer „simulation globale“ in die Rolle paralympischer Athletinnen und Athleten.” Lehrerin Yvonne Hofbauer vom Campe-Gymnasium Holzminden startete einen eTwinning-Projekt mit ihrer Kollegin Isabel Béreau-Baumann vom Lycée Stella auf der französischsprachigen Insel La Réunion.

      Zum Erfahrungsbericht

    Hospitationen von Lehrkräften in Frankreich

    Lehrkräfte deutscher Schulen können während einer zwei- oder dreiwöchigen Hospitation an einer französischen Gastschule den Schulalltag sowie aktuelle Unterrichtspraktiken kennenlernen. Sie erweitern ihre Sprachkompetenz, knüpfen interkulturelle Kontakte und bereichern als sprachliche und landeskundliche Expertinnen und Experten den Unterricht.

  • Kategorie: Hospitationen in Frankreich
    Zitat:

    „Ich konnte vielfältige Einblicke in den Unterricht und das Schulleben an einem französischen Lycée gewinnen und den stetigen Austausch mit dem Kollegium habe ich als sehr horizonterweiternd empfunden“

  • Programmslider überspringen

    Austauschprogramme mit Frankreich

    Programmslider übersprungen

    Zusammenarbeit kompakt

    Einen kompakten Überblick über Programme des PAD und seiner Partner für deutsch-französischen Austausch bietet das Faltplakat „Bonjour und Guten Tag“, welches sowohl online als auch im Printformat kostenlos zur Verfügung steht.