Schulpartnerschaften mit der Ukraine
Seit mehr als 20 Jahren fördert der PAD den Austausch und die Partnerschaft zwischen Schulen in Deutschland und der Ukraine, seit 2008 im Rahmen der Initiative „Schulen: Partner der Zukunft“ (PASCH). Gerade für die langjährigen Schulpartnerschaften war es erschütternd durch die befreundeten Kolleginnen und Kollegen und ihre Schulen in der Ukraine den Angriffskrieg mitzuerleben. Zahlreiche Solidaritätsbekundungen, konkrete Hilfsangebote, Spendenaktionen und sogar die Aufnahme von geflüchteten Lehrkräften und ihren Familien aus der Ukraine an den deutschen Partnerschulen zeugen davon.
Aber tatsächlich ist der Austausch auch während des Krieges nicht abgebrochen. Zwar konnten seit Kriegsbeginn keine Begegnungen mehr in der Ukraine stattfinden, der PAD fördert aber weiterhin den Besuch ukrainischer Schülergruppen an ihren deutschen Partnerschulen. Auch 2026 sind zahlreiche Ukraine-Austausche in Deutschland geplant.
Ukrainische Teilnehmerin im Weiterbildungsprogramm
Außerdem freuen wir uns, im Schuljahr 2026/27 unter den 24 Teilnehmenden des Weiterbildungsprogramms eine ukrainische Lehrerin aus Oleksandrija begrüßen zu dürfen. Sie wird sich elf Monate lang an der Kooperativen Gesamtschule Osnabrück-Schinkel (Niedersachsen) im Unterricht einbringen.
Die Integrierte Gesamtschule Paffrath in Bergisch Gladbach hatte im Herbst 2025 Besuch von ihrer ukrainischen Partnerschule in Butscha. Bürgermeister Frank Stein empfing die Gäste im Rathaus. Zur Pressemeldung
Praxisbeispiele: Schulpartnerschaften gehen weiter
Hospitationsprogramm
Besuch aus Iwano-Frankiwsk: Deutschlehrerin Nataliia Tsok hat drei Wochen lang am Gymnasium Antonianum in Vechta hospitiert.
Erfahrungsbericht lesenAustausch mit der Ukraine im EU-Programm Erasmus+
Die Ukraine ist kein Programmstaat bei Erasmus+, wird jedoch von der Europäischen Union auch im Rahmen dieses Programms unterstützt.
Am 24. Februar 2026 jährte sich der Beginn von Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine zum vierten Mal. Aus diesem Anlass veröffentlichte die Generaldirektion Bildung, Jugend, Sport und Kultur der Europäischen Kommission ein Factsheet dazu, wie bisher mit Erasmus+ die Ukraine unterstützt wurde. Auch die Publikation „Building hope: Europe’s solidarity with Ukraine“ (2024) stellt Projekte vor, die dafür genutzt wurden, den Menschen in der Ukraine zu helfen.
Digitaler Austausch mit Schulen in der Ukraine war und ist weiterhin im Rahmen von eTwinning möglich. An vielen europäischen eTwinning-Projekten waren vor dem Angriffskrieg Schulen aus der Ukraine beteiligt, dies löste eine Welle der Solidarität bei den Partnerschulen aus. Über 1.000 ukrainische Lehrkräfte nehmen aktuell an eTwinning teil, was ihnen die Zusammenarbeit mit europäischen Kolleginnen und Kollegen sowie den Zugang zu beruflicher Weiterbildung ermöglicht. Auch gemeinsame Unterrichtsprojekte zwischen deutschen und ukrainischen Lehrkräften sind über eTwinning möglich.
Die European School Education Platform bietet außerdem Unterrichtsmaterialien und Informationen zur Integration von jungen ukrainischen Geflüchteten in der EU und in Erasmus-Programmstaaten. Weitere Informationen zur European School Education Platform gibt es hier.
Alle Informationen zu Erasmus+ für Schulen gibt es auf www.erasmusplus.schule, mehr über den politischen Kontext des EU-Programms erfahren Sie hier.
Die EU-Publikation „Building hope: Europe’s solidarity with Ukraine“ (2024) stellt 15 Projekte vor, die dafür genutzt wurden, den Menschen in der Ukraine zu helfen, die von dem Angriffskrieg betroffen sind.
