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Praktikum beim PAD

Erfahrungen

Der Pädagogische Austauschdienst (PAD) der Kultusministerkonferenz ermöglicht im Rahmen vorhandener Kapazitäten Praktika für Studierende. Praktikantinnen und Praktikanten werden in die Arbeitsabläufe mit einbezogen und erhalten so einen umfassenden Einblick in die Arbeit des PAD.

Lesen Sie hier mehr über die Rahmenbedingungen und über Erfahrungen von Praktikantinnen und Praktikanten beim PAD.

Wie funktioniert ein Praktikum beim PAD?

Der Pädagogische Austauschdienst (PAD) der Kultusministerkonferenz ermöglicht im Rahmen vorhandener Kapazitäten Praktika für Studierende. Praktikanten werden in die Arbeitsabläufe mit einbezogen und erhalten so einen umfassenden Einblick in die Arbeit des PAD.

Zielgruppe: Vorzugsweise Lehramtsstudierende / Lehramtskandidaten oder Bewerber aus schulnahen Bereichen.


Zeitraum: Nach Vereinbarung


Anforderungsprofil:

  • gutes Urteils- und Formulierungsvermögen
  • Englischkenntnisse
  • PC-Kenntnisse (Word, idealerweise auch Erfahrung im Umgang mit Access und Excel)
  • Vertrautheit mit dem deutschen Schulsystem

Interessenten sollten berücksichtigen, dass

  • Bewerbungen für ein Praktikum drei Monate vorher mit den allgemein üblichen Bewerbungsunterlagen einzureichen sind,
  • eine Vergütung oder Aufwandsentschädigung leider nicht gewährt werden kann,
  • Fahrt- und Unterbringungskosten nicht erstattet werden können.

Anschrift:

Sekretariat der Kultusministerkonferenz
Personalreferat (IB)
Frau Sopper
Postfach 2240
53012 Bonn
susanne.sopper(at)kmk.org

"Das Praktikum war abwechslungsreich und sehr informativ"

Ich habe vom 6. Februar bis 30. März 2012 im Sekretariat der Kultusministerkonferenz ein Praktikum absolviert. Vom 5. bis 30. März 2012 war ich beim Pädagogischen Austauschdienst (PAD) im Referat VG "Nationale Agentur für EU-Programme im Schulbereich II". Ich möchte im Folgenden kurz auf meine Tätigkeiten in diesem Referat eingehen, um zukünftigen Praktikanten einen Einblick in die Arbeit zu geben.

Mein Einsatz lag vor allem in den Arbeitsbereichen COMENIUS-Schulpartnerschaften und COMENIUS-Regio. Damit Schulen solche Projekte durchführen können und von der Nationalen Agentur finanzielle Unterstützung erhalten, müssen sie einen Projektantrag an den PAD stellen. Ich hatte die Möglichkeit, während meines Praktikums diesen Prozess der Antragstellung und der Weiterbearbeitung der Anträge zu begleiten und zu unterstützen. Konkret bedeutete das zum Beispiel, dass Eingangsbestätigungen der Anträge verschickt und Anträge formal auf ihre Förderfähigkeit hin geprüft werden. Im Einzelfall erfolgen auch Nachfragen zu unvollständigen Anträgen.

Es gibt jährlich etwa 1.000 Anträge, die bearbeitet werden. Zur Begutachtung der Anträge werden externe Experten aus den 16 Ländern herangezogen. Diese kamen während meiner Praktikumszeit auch ins Haus. Ich konnte somit erleben, wie die Vor- und Nachbereitung solcher Expertenrunden organisiert und durchgeführt wird. Nicht nur die Vorbereitungen sind umfangreich und aufwändig. Auch die Nachbereitungen erfordern ein hohes Maß an Teamfähigkeit und Organisationstalent. Die Expertengutachten müssen anschließend weiter bearbeitet werden. Dazu werden die Bewertungen in verschiedene Programme übertragen und dann analysiert.

Neben diesen Tätigkeiten im Bereich der COMENIUS-Schulpartnerschaften und von COMENIUS-Regio war ich auch an Vorbereitungen der Tagung "60 Jahre PAD", die im November 2012 stattfindet, beteiligt. Zur Vorbereitung gibt es verschiedene Arbeitsgruppen, die Ideen für die Gestaltung und den Ablauf dieser Tagung sammeln.

Ein weiterer Teil meiner Praktikumsarbeit lag in der Auswertung vergangener Veranstaltungen des PAD. Es finden regelmäßig sowohl thematische Seminare als auch (Jahres-)Tagungen statt, die evaluiert werden. Ebenso werden zu einzelnen Programmen, beispielsweise den Studienbesuchen, Informationsbroschüren erstellt und verbreitet.

Insgesamt war das Praktikum sehr abwechslungsreich und informativ. Da ich bisher noch nicht mit dem PAD in Kontakt gekommen bin, war das Praktikum für mich persönlich besonders spannend.

"Ich fühlte mich voll eingebunden in den Arbeitsalltag"

Obwohl mein Praktikum im März 2012 nur einen Monat dauerte und deshalb relativ kurz war, ermöglichte mir diese Zeit einen Einblick in verschiedene Programme des PAD. Einige dieser Programme laufen nur jeweils für wenige Wochen, andere für mehrere Monate. Teils werden sie für angehende Lehrer aus Deutschland organisiert, die gerade in ihren frühen zwanziger Jahren stecken, teils für ausländische Deutschlehrkräfte mit teilweise deutlich über 20 Jahren Berufserfahrung. Viele der ausländischen Bewerbungen gehen aus Staaten wie Frankreich, Großbritannien und den USA ein, aber auch sonst aus aller Welt - von Weißrussland über Ecuador und Angola bis hin nach China.

Bei einer dermaßen breitgefächerten Aufstellung kommt natürlich die Abwechslung auch in den Aufgaben für den Praktikanten nicht zu kurz. So wertete ich bspw. Erfahrungsberichte aus, bearbeitete die eingehende Post, sortierte Bewerbungen und pflegte diese in Datenbanken ein. Glücklicherweise fielen die üblichen Praktikanten-Klischees gänzlich weg. Ich wurde nicht ein einziges Mal zum Kaffeekochen verdonnert, sondern bekam ihn sogar von allen Seiten angeboten. Und auch für den Gang zum Kopierer war sich niemand zu schade.

So bekam ich nie das Gefühl, am sprichwörtlichen unteren Ende der Nahrungskette zu stehen, sondern fühlte mich voll eingebunden in den Arbeitsalltag der jeweiligen Referate. Ich nahm an Referatssitzungen teil, erhielt die Möglichkeit, Arbeitsgesprächen mit Mitarbeitern anderer (auch internationaler) Organisationen beizuwohnen, wurde immer wieder dazu eingeladen, mich über die diversen Projekte anderer Referate informieren zu lassen, und bekam allgemein von allen Mitarbeitern nicht nur bereitwillig, sondern spürbar gerne Auskunft über ihre Arbeit und über all die Zusammenhänge in PAD, Kultusministerkonferenz, Auswärtigem Amt, EU usw. Nicht nur wurde sich für Fragen meinerseits stets Zeit genommen, sondern auch ohne explizites Nachfragen bekam ich ein ums andere Mal allerlei detaillierte Einblicke.

So bleibt mir abschließend nur zu sagen, dass meine Zeit als Praktikant beim PAD eine ebenso angenehme wie lehrreiche und schlichtweg interessante Erfahrung darstellt, die ich als dermaßen positiv empfunden habe, dass ich mich im Anschluss direkt um eine Aushilfstätigkeit beworben habe.

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