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Erasmus+ Schulbildung

Success Stories

Erfolgsgeschichten zum europäischen Austausch

Die besten Erasmus+ Projekte hat der PAD mit dem Titel "Success Story" ausgezeichnet. Kriterien für die Auswahl waren neben Innovation und Nachhaltigkeit auch die Wirkung und Übertragbarkeit einzelner Projektteile sowie die bildungspolitische Relevanz der Projekte.

Die Europäische Union fördert mit Erasmus+ den europäischen Austausch im Schulbereich. Die Nationalen Agenturen wählen Projekte aus, die beispielhaft zeigen, wie wirkungsvoll europäische Fortbildungsprojekte (Leitaktion 1) und strategische Partnerschaften (Leitaktion 2) das Lernen in Europa beeinflussen.

Success Stories zur Leitaktion 1 – Mobilitätsprojekte für Schulpersonal

Von Skandinavien lernen

Geschwister-Scholl-Grundschule, Gengenbach (Baden-Württemberg)

Fit for future @ GSG Gengenbach

Beschreibung
Dass ihre Zukunft weltoffen und europaorientiert sein wird, davon ist die Geschwister‑Scholl‑Grundschule (GSG) überzeugt. Denn genau darauf hat sie während des zweijährigen Erasmus+ Projekts hingearbeitet. Mit dem Ziel, »Fit for future« zu werden, erarbeiteten die Lehrkräfte ein richtungsweisendes pädagogisches Konzept, für das sie sich Anregungen in Skandinavien holten. Die Nordeuropäer gelten als Vorreiter bei vielen innovativen Bildungsprojekten. Von ihnen wollten die Gengenbacher bei ihren Hospitationen und durch Job-Shadowings lernen. Sie nutzten ihre Kontakte zu zwei ehemaligen COMENIUS-Partnern in Schweden und Island, um die Kooperationen neu zu beleben und frische Ideen zu entwickeln.

Den Anspruch, über Grenzen hinweg zu denken, nahmen die deutschen Lehrkräfte wörtlich und griffen ein Konzept auf, das sie an der isländischen Partnerschule inspiriert hatte. Dort findet der Unterricht auch außerhalb der Klassenräume statt und eröffnet dadurch ungewohnte Perspektiven. Ebenfalls beispielhaft im hohen Norden ist die Fremdsprachenkompetenz schon der Kleinsten, die dadurch gefördert wird, dass TV‑Filme im englischen Original ausgestrahlt werden. Dank der internationalen Begegnungen konnten auch die Deutschen ihre Kenntnisse verbessern.

Ihrem Motto »Fit für die Zukunft« bleibt die GSG Gengenbach auch beim Einsatz neuer Medien treu, den der baden-württembergische Bildungsplan für Grundschulen vorsieht. Dank intensiver Fortbildungen fühlt sich das Kollegium gut gerüstet für die digitalen Herausforderungen. Vom Erfolg ermutigt, bewirbt sich die GSG Gengenbach nun als Referenzschule für Medienbildung und
nimmt damit ein weiteres zukunftsweisendes Projekt in Angriff.

Begründung für die Auszeichnung
Durch das Mobilitätsprojekt sind weitreichende positive Auswirkungen auf die Schülerinnen und Schüler, den Unterricht, die Teilnehmenden und die Schule insgesamt zu verzeichnen. Die gewonnenen Erfahrungen und Kompetenzen werden hinsichtlich der Individualisierung und Differenzierung der Lernangebote sowie der Förderung des Umgangs mit neuen Medien in den Schulentwicklungsplan der Einrichtung einfließen. Auch konnte durch die durchgeführten Hospitationen der Kontakt zu den Partnereinrichtungen intensiviert und der Grundstein für künftigen Austausch über Best Practice gelegt werden. Durch das Projekt konnte zudem die Akzeptanz im Gesamtkollegium für Aktionen mit europäischen Partnern erhöht werden. Bei der Auswahl der Teilnehmenden wurde darauf geachtet, Lehrkräfte aus allen Standorten der Schule in das Projekt einzubinden, was sich positiv auf die Multiplikation von Lernergebnissen ausgewirkt hat.

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Das Projekt in der Projektergebnisplattform (PEP) der EU-Kommission

Außerschulische Angebote nutzen

Hermann-Böse-Gymnasium Bremen

»Extracurricular activities in the international context – systemic approach and documentation to increase intercultural awareness among students«

Beschreibung
Ein Elefant ziert das Wappen des Hermann-Böse‑Gymnasiums (HBG) in Bremen. Der majestätische Dickhäuter symbolisiert Kraft und Weisheit, Sensibilität und Verlässlichkeit. Es sind Eigenschaften, die perfekt zum Leitbild der zertifizierten Europaschule passen, nämlich Rücksichtnahme, Toleranz und das Verständnis für die Sichtweisen anderer Menschen und Kulturen zu vermitteln. Mit diesem Fokus entschied sich das bilinguale Gymnasium, seine außerschulischen Angebote auszuweiten. Um ihre Idee umzusetzen, die sozialen, musischen und sportlichen Kompetenzen der Kinder und Jugendlichen zu stärken, suchte das HBG ein Gesamtkonzept.

Das Kollegium wollte von den wertvollen Erfahrungen anderer Schulen profitieren und sah im gut durchdachten Erasmus+ Projekt eine große Chance. Es umfasste Hospitationen an den Partnerschulen in Finnland, Frankreich, Italien und Spanien, eine strukturierte Fortbildung für eine Entscheidungsträgerin und den Unterrichtsaufenthalt eines Lehrers. Von den neuen Ideen der entsandten Lehrkräfte profitierten vor allem die Schülerinnen und Schüler. Künftig können sie einen begehrten Quali-Pass erwerben, in dem Aktivitäten, Weiterbildungen und ehrenamtliche Engagements dokumentiert werden. Zur Auswahl stehen eine Vielzahl spannender Angebote wie ein Debattierwettbewerb, Jam-Sessions, ein Friedenslauf, Robotertechnik oder die Mitarbeit bei der Schülerzeitung »Elefant«. Und dieses Engagement passt bestens zum weisen Wappentier der Schule.

Begründung für die Auszeichnung

Die mit dem Projekt verfolgten Ziele konnten durch insgesamt elf Mobilitätsmaßnahmen erreicht werden. Neun Hospitationen, eine Unterrichtstätigkeit und ein strukturierter Fortbildungskurs boten die Gelegenheit, an fünf verschiedenen Partnereinrichtungen den Unterricht und außerschulische Aktivitäten zu beobachten. Die Lernergebnisse sollen in ein schulisches Konzept am HBG einfließen,
das das Engagement der Jahrgänge 5 bis 12 auch außerhalb des Unterrichts entsprechend dokumentiert. Das Mobilitätsprojekt ist im Rahmen der Schulentwicklung in eine Zielvereinbarung mit der Schulbehörde eingebunden. Sie sieht die Erarbeitung eines Konzeptes vor, durch das leistungsstarke Schülerinnen und Schüler gefördert werden. Anhand der durchgeführten Mobilitätsmaßnahmen konnte ein guter Überblick gewonnen werden, inwieweit außerschulische Aktivitäten an den Partnereinrichtungen integriert, dokumentiert und anerkannt werden. Die Ergebnisse wurden in einem Beobachtungsbogen festgehalten, der in Absprache mit der Schulleitung des Hermann-Böse-Gymnasiums entwickelt und von allen Teilnehmenden ausgefüllt wurde. Die beabsichtigten künftigen Maßnahmen (unter anderem 2018 Beantragung eines Projektes im Rahmen von Leitaktion 2 mit analoger Thematik) lassen eine nachhaltige Wirkung des Mobilitätsprojektes erwarten.

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Das Projekt in der Projektergebnisplattform (PEP) der EU-Kommission

Perspektiven für junge Migranten

Heinrich-Emanuel-Merck-Schule, Darmstadt (Hessen)

»Erstellung eines Gesamtkonzepts zur Flüchtlingsbeschulung«

Beschreibung
It’s up to you« heißt es auf einem Wandbild an der Schulfassade. Diese Ermutigung, seinen eigenen Weg zu gehen, spiegelt die Haltung der Heinrich-Emanuel‑Merck-Schule wider. Sie bereitete sich 2016 auf eine ihrer größten Herausforderungen vor: die Beschulung 80 junger geflüchteter Menschen, denen berufliche Bildungschancen in den Bereichen Elektro- und Informationstechnik eröffnet werden sollten. Um sich hierfür professionelle Unterstützung zu holen, stellte die Schule einen Erasmus+ Antrag. Doch schon zwei Monate später musste sie 80 Geflüchtete sofort aufnehmen.

Nun wurde dringend ein Gesamtförderkonzept für die Intensivklassen zur Sprachförderung benötigt. Denn für den vierzügigen Bildungsgang »InteA«, der im März 2016 eingerichtet wurde, gab es noch kein Curriculum. Dies war eine Pionierarbeit für die kleine Gruppe von Lehrkräften, die im gleichen und im Folgejahr an Mobilitätsprogrammen in England, Schottland und Frankreich teilnahmen, um neue Konzepte der Fremdsprachvermittlung kennenzulernen und zu erproben. Der intensive Austausch mit Gleichgesinnten aus der EU eröffnete ihnen neue Perspektiven, die sie mit vereinten Kräften an ihrer Schule umsetzten. Von dem ganzheitlichen Konzept profitierten die geflüchteten Jugendlichen, die
nicht nur schnell Deutsch lernten, sondern sich auch intensiv mit den Werten und Lebensweisen ihres Gastlandes auseinandersetzten. Projekte gegen Rassismus und zur Gewaltprävention, bei denen eine 11. Klasse der gymnasialen Oberstufe mit den InteA-Schülerinnen und -Schülern zusammenarbeitete, trugen dazu bei, Verständnis füreinander zu wecken. Viele der jungen Migrantinnen und Migranten konnten mittlerweile sogar in betriebliche Praktika vermittelt werden und haben dadurch eine entscheidende Herausforderung gemeistert: ihren Platz in der Gesellschaft zu finden.

Begründung der Auszeichnung

Das Projekt ermöglichte fünf Lehrkräften eine gezielte Erweiterung ihrer englischen und französischen Sprachkompetenz, eine erhöhte Sicherheit im Fremdsprachenunterricht und eine verbesserte Kommunikation mit Geflüchteten an der Heinrich-Emanuel‑Merck‑Schule. Die erworbenen innovativen Methoden eignen sich zudem gut für den Deutsch-als-Zweitsprache-Unterricht und werden in das Gesamtförderkonzept der Einrichtung integriert. Dies ist umso bedeutender, da kurzfristig 80 geflüchtete Schülerinnen und Schüler aufgenommen werden mussten. Die Kenntnisse der Einrichtung im Bereich der Beschulung jugendlicher Migranten werden von anderen Schulen angefragt und ihre Lehrkräfte werden als Multiplikatoren in Bildungseinrichtungen und zu Fachtagungen eingeladen.

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Das Projekt in der Projektergebnisplattform (PEP) der EU-Kommission

Aufbruch in die Zukunft – Europäische Fortbildungen des Schulpersonals unterstützen die Schulentwicklung

Haupt- und Realschule Grasberg/Worpswede (Niedersachsen)

»Aufbruch in die Zukunft – wir machen uns auf den Weg!«

Beschreibung

Welche Chance die Zusammenlegung zweier Schulen eröffnen kann, erlebte die Haupt- und Realschule Grasberg/Worpswede. Seit 2013 vereint, nutzte sie die gebündelten Kompetenzen und die Zusammenarbeit engagierter Lehrkräfte. Beide Kollegien schätzten schon immer internationale
Kontakte und die Zusammenarbeit in Europa, wollten aber ihre Erfahrungen auf eine professionellere Ebene bringen und sich qualitativ weiterentwickeln. Das einjährige Erasmus+ Projekt bot ihnen die Chance, bei Fortbildungskursen unterschiedliche europäische Bildungssysteme kennenzulernen und im Sinne der »Best Practice« erfolgsversprechende Beispiele in den eigenen Unterricht zu integrieren.

Als besonders wertvoll erlebten die Worpsweder das engmaschige internationale Netzwerk, von dem auch die Schülerinnen und Schüler profitieren. Aus den neuen Kontakten entwickelten sich eTwinning-Ideen, die Lernen über Grenzen hinweg ermöglichen. Bei der Umsetzung werden die Jugendlichen von den Lehrerinnen und Lehrern unterstützt, die ihre Kenntnisse im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnik (IKT) dank des Erasmus+ Programms erweitern konnten. Als weiteren großen Gewinn betrachten die Teilnehmer, dass sie ihre Sprachkenntnisse ausgebaut und die Offenheit gegenüber anderen Kulturen gestärkt haben. Diese Erfahrungen nutzen
sie, um ihre Schülerinnen und Schüler für die europäische Vielfalt zu begeistern, sie zu ermutigen, bei der Berufswahl die Möglichkeiten innerhalb der EU zu nutzen, und sie zu weltoffenen, toleranten Bürgern zu erziehen. Ihre positiven Erkenntnisse gibt die Schule an Bildungseinrichtungen weiter, die neue Vorhaben planen frei nach dem Worpsweder Projektmotto, »Aufbruch in die Zukunft – wir machen uns auf den Weg«.

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Das Projekt in der Projektergebnisplattform (PEP) der EU-Kommission

Begründung der Auszeichnung
Das Projekt zeichnet sich durch eine hohe Qualität des erworbenen Wissens in den besuchten Fortbildungskursen in Spanien, Italien, Finnland sowie auf Malta und Island aus. Das Engagement der zum Kurs entsandten Lehrkräfte war außergewöhnlich hoch. Es ist ein gutes Beispiel dafür, wie sich eine relativ kleine schulische Einrichtung den Themen Internationalisierung, europäische Bildungssysteme, Projektmanagement sowie Unterrichtsmethodik stellt und gewonnene Erfahrungen weiteren Lehrkräften und der Schülerschaft zugutekommen lässt.

Success Stories zur Leitaktion 2 – Erasmus+ Schulpartnerschaften

Medienbildung macht Mut

Johann-Jakob-Widmann-Schule, Heilbronn (Baden-Württemberg)

EUvelopment – modern media crossing borders

 

Beschreibung
Als der Namensgeber der Schule, Johann-Jakob-Widmann, im Jahre 1849 nach Amerika emigrierte, tat er das aus purer Not. Der Heilbronner Konstrukteur der ersten deutschen
Papiermaschine versuchte dort nach dem Niedergang seiner Fabrik einen Neuanfang. Wie vielfältig die Gründe der Menschen, die ihr Land verlassen, auch heute sind, erarbeiteten die Schülerinnen und Schüler im Laufe des Projekts. Um sich dem hochaktuellen Thema »Flüchtlinge in der EU« zeitgemäß zu nähern, wollte das Technische Schulzentrum verstärkt das Potenzial mobiler Geräte nutzen.

Der rasante Fortschritt neuer Medien ist für Lehrkräfte eine Herausforderung. Ein großer Gewinn war deshalb die intensive Kooperation mit ihren sechs Projektpartnern. Gemeinsam probierten sie digitale Geräte und Apps aus, testeten neue Methoden und unterrichteten in internationalen Teams. Auch die Schülerinnen und Schüler profitierten vom europaweiten Austausch. Bei Workshops und Projekttreffen in Deutschland, Lettland, Belgien und Griechenland diskutierten sie: Wie ist die Situation der Geflüchteten in den einzelnen Ländern? Welche Herausforderungen gibt es und welche Chancen eröffnet die Zuwanderung? Wie können wir Integration, insbesondere in der Schule, voranbringen? Als besonders bewegend erlebten die Jugendlichen den Besuch in einem griechischen Flüchtlingslager. Ihre Projektergebnisse veröffentlichten sie in Videoclips, Podcasts und in einem umfangreichen E-Book. Die Johann-Jakob-Widmann‑Schule, die die Auszeichnung »Schule ohne Rassismus« trägt, betrachtet die Umsetzung des Projekts als einen Meilenstein auf dem Weg in die digitale Zukunft und setzt ein Zeichen für Offenheit und Toleranz gegenüber Migrantinnen und Migranten. Ganz im Sinne des Namensgebers, der auswanderte, um sein Glück in der Ferne zu suchen.

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Das Projekt in der Projektergebnisplattform (PEP) der EU-Kommission

Begründung der Auszeichnung
Das Projekt ist als Beispiel guter Praxis anzusehen und verdient weitere Verbreitung. Zunächst überzeugt der thematische Ansatz, bei dem die Themen »Geflüchtete« und »digitales Lernen« verzahnt werden. Zudem erwiesen sich Durchführung und Methodik des Vorhabens als sehr gelungen. Sie erlaubten neben dem Einbringen eigener Kompetenzen auch die Integration von Geflüchteten in den Projektverlauf, die sich rückblickend als besonders gewinnbringend für die Selbstkompetenz der Teilnehmenden erwies. Gemessen an Natur und Dimension des Projektes wurden nicht nur sehr umfangreiche, sondern auch professionelle Ergebnisse erzielt, die sich hervorragend zur Verbreitung an anderen Institutionen eignen. Dies gilt insbesondere für die E-Books. Positiv ist auch die Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern zu bewerten. Der differenzierte und klare Bericht gibt einen informativen Einblick in die Praxisder Projektarbeit.

Migration in Europa

Rottmayr-Gymnasium, Laufen (Bayern)

Migration in Europe

Beschreibung

Wie fad wäre das Leben ohne süße Genüsse? Dank seiner bemerkenswerten Migrationsgeschichte verfeinert der Zucker viele Speisen. Sein Weg führte über Indien und Persien nach Europa und das Wort sukkar, das mit der arabischen Herrschaft im Mittelalter nach Spanien kam, fand Eingang in viele europäische Sprachen: azúcar, zucchero, sucre, sugar. Es ist nur eines von vielen Beispielen, mit denen das Rottmayr-Gymnasium Laufen seine Schülerinnen und Schüler für die bereichernden Aspekte fremder Kulturen sensibilisieren wollte. Zwei Jahre lang setzten sich 90 Jugendliche und 19 Lehrpersonen aus fünf Ländern mit dem facettenreichen Thema Migration auseinander.

Sie porträtierten Menschen mit Migrationshintergrund wie den griechischen Gastwirt, der seine Taverne in einem bayerischen Dorfgasthof betreibt, und neu ankommende Geflüchtete. Sie begaben sich auf die Spuren vertrauter Alltagsgegenstände wie der Speisegabel, die venezianische Kaufleute in der Frührenaissance aus dem Orient mitbrachten. Wer Appetit auf die kulinarische Vielfalt der Kulturen bekommen hat, wird in der Rezeptsammlung der Jugendlichen fündig. Ihre umfangreichen Rechercheergebnisse haben sie in einem Film und einem mehrsprachigen Buch zusammengestellt.

Wie es sich anfühlt, fremd zu sein, erlebten einige Jugendliche während eines Auslandsaufenthalts. Zwei Monate verbrachten sie an einer Partnerschule, meist ohne die Landessprache zu können. Die Herausforderung für die Gastgeber war es, sie möglichst gut zu integrieren. Doch gegen Heimweh, das erlebten die Besucher, gibt es kaum ein Rezept. Ihre Erfahrungen wurden evaluiert und fließen nun in Empfehlungen für Schulen ein, die ihrerseits Langzeitaufenthalte planen. Denn das Thema Migration ist nach wie vor aktuell.

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Das Projekt in der Projektergebnisplattform (PEP) der EU-Kommission

Begründung für die Auszeichnung
»Migration in Europe« befasste sich mit einem sehr relevanten Thema und hat Schülerinnen und Schülern durch die Einbindung von Langzeitmobilitäten Migrationserfahrungen sowohl aus der Perspektive der Ankommenden als auch der Aufnehmenden begreifbar gemacht. Das Projekt wurde mit dem Unterricht verknüpft und hat Ergebnisse entwickelt, die nach dem Ende des Projektes weiter genutzt und weiterentwickelt werden können. Die Erfahrungen der Lanzeitmobilitäten an allen Schulen wurden gut strukturiert zusammengefasst. Mit der Erarbeitung der Richtlinien zu Langzeitaustauschen hat das Projekt gleichzeitig einen Beitrag zur Integration neu ankommender und ausländischer Schülerinnen und Schüler geleistet. Dank der durchgeführten Veranstaltungen und Internetseite werden Interessierte auf das Projekt und seine Ergebnisse aufmerksam gemacht und können diese nutzen oder für ihre Bedürfnisse adaptieren.

Kulturkiosk

Kurt-Tucholsky-Oberschule, Berlin

www.interactive-museum.guide

Beschreibung
Namensgeberin des Projekts ist eine rote Holzhütte, die an einer Seite scheinbar im Erdboden versinkt. Künstler aus aller Welt füllten den Kulturkiosk mit ihren Arbeiten, bis er auf seinem Weg durch Europa schließlich auf dem Schulhof der Kurt‑Tucholsky-Oberschule landete. Kunst, so lautet die Botschaft, hat ihren Platz mitten im Alltag. Wie spannend aber auch Museumsbesuche sein können, das wollte das Erasmus+ Projekt »Kulturkiosk« vermitteln. Die Berliner Schülerinnen und Schüler gestalteten einen umfangreichen multimedialen Museumsführer in verschiedenen Sprachen und kooperierten dabei mit Projektpartnern aus sechs weiteren europäischen Ländern.

Gemeinsam erarbeiteten sie mit Handy, Tablet und Computer interaktive Materialien über Ausstellungsorte in Deutschland, Österreich, Italien, Griechenland, Finnland und Polen. Darunter sind herausragende Institutionen wie das Jüdische Museum Berlin und das Designmuseum in Helsinki. Mit ihren flott geschnittenen Ausstellungsvideos sprechen die Jugendlichen nicht nur ihre Altersgenossen an, sondern all jene Kulturinteressierten, die sich innovativ auf ihren Museumsbesuch einstimmen möchten.

Das pädagogische Konzept entstand beim intensiven Teamwork der erwachsenen Projektpartner, die sich auch weiterhin regelmäßig treffen. Dass sich das multinationale Engagement lohnt, bekamen sie von höchster politischer Prominenz bescheinigt. Bundeskanzlerin Angela Merkel besuchte anlässlich des Europatages am 22. Mai 2017 die Kurt-Tucholsky-Oberschule und lobte das Kulturkiosk‑Projekt, das die Faszination für Europa widerspiegele. Soermutigt planen die Erasmus+ Partner schon ihr nächstes gemeinsames Projekt.

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Das Projekt in der Projektergebnisplattform (PEP) der EU-Kommission

Begründung für die Auszeichnung
»Kulturkiosk« ist ein sehr gelungenes, äußerst anspruchsvolles und gut dokumentiertes Projekt, das mit außergewöhnlich hohem Engagement durchgeführt wurde und seine angestrebten Ziele in ganz hohem Maße erreicht hat. Hervorzuheben ist die hervorragende Öffentlichkeitsarbeit, so zum Beispiel die auf Youtube verfügbare Videobotschaft an die deutsche Bundeskanzlerin anlässlich ihres Besuchs bei der koordinierenden Schule. Ein Faktor, der zum Gelingen der Projektarbeit beigetragen hat, war das systematische Vorgehen bei vielen praktischen Aspekten, beispielsweise die Sammlung von Lehrer- und Schülerfeedback auf Padlet sowie Vereinbarungen und Verhaltensregeln.

Der reflektierte Bericht erläutert auf anschauliche Weise, wie es gelang, von einer anfänglich schwierigen und mit Konflikten beladenen Phase zu einer herzlichen und ausgesprochen erfolgreichen Zusammenarbeit zu gelangen. Das Projekt trägt in hohem Maß dazu bei, Know-how und pädagogische Praxis in den beteiligten Schulen zu erweitern und deren transnationale
Ausrichtung zu verstärken. Beeindruckend sind die Klarheit und Sicherheit, mit denen die beiden Ziele »Erstellung eines Museumsführers« und »Stärkung von Kompetenzen« gleichrangig und gleichgewichtig verfolgt wurden.

Ursachen für Flucht verstehen

Gymnasium Marienthal, Hamburg

Migration Analysis Project

Beschreibung
Signalrot und 120 Seiten stark ist das Buch, in dem die Erasmus+ Partner aus sechs europäischen Ländern ihre Arbeitsergebnisse präsentieren. »In their shoes« lautet der prägnante Titel auf dem Cover, der das Projekt auf den Punkt bringt. Dessen Ziel war, sich in die Lage von Geflüchteten zu versetzen, ihre bewegenden Erfahrungen aufzuschreiben und die Ursachen für Flucht und Migration besser zu verstehen. Als Stephan Schädtler und Stefan Mohr die Projektidee 2015 gemeinsam mit ihren Partnern aus Frankreich, Italien, Litauen, Griechenland und Spanien entwickelten, entschieden sie sich für ein hochaktuelles Thema. Sie wollten Vorurteilen mit Fakten begegnen und begaben sich mit den Schülerinnen und Schülern auf eine spannende Suche.

Viele von ihnen stammen selbst aus Einwandererfamilien. Denn wie es auf den ersten Seiten des Buches heißt: »Wenn wir weit genug zurückblicken, sind wir alle Migranten«. Auf der Suche nach den eigenen Wurzeln recherchierten die Jugendlichen in ihren eigenen Familien und dokumentierten die Geschichte der »Gastarbeiter«. Sie beleuchteten das Thema Flucht von vielen Seiten, ließen Expertinnen und Experten bei Podiumsdiskussionen zu Wort kommen und produzierten Theaterstücke und Filme. Doch vor allem sprachen sie nicht über, sondern mit Geflüchteten und gaben ihnen durch ihre einfühlsamen Interviews eine Stimme. »Für mich war das Projekt eine einzigartige Erfahrung, weil ich das Thema aus einem völlig neuen Blickwinkel wahrgenommen habe«, schreibt eine litauische Schülerin in dem Buch. Ein ermutigendes Fazit für ein Projekt, das genau diesen Perspektivwechsel zum Ziel hatte.

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Das Projekt in der Projektergebnisplattform (PEP) der EU-Kommission

Begründung für die Auszeichnung
Das Projekt zeichnete sich durch eine aktive Einbeziehung der Schülerinnen und Schüler in einer beachtlichen Anzahl an Projektaktivitäten sowie durch eine Beteiligung diverser Akteure aus dem Themenfeld Migration aus. Dies ermöglichte den Jugendlichen eine fundierte Auseinandersetzung mit dem Thema Migration. Gleichzeitig erweiterten sie ihre sozialen, interkulturellen und digitalen Fähigkeiten. Durch das bemerkenswerte intercurriculare Engagement der Lehrkräfte konnten die Aktivitäten weitgehend plangemäß umgesetzt werden. Das sehr facettenreiche Projekt hat innerhalb von zwei Jahren eine beachtliche Fülle an Produkten hervorgebracht, die online zur Verfügung stehen und Einblick in die sehr gute Projektarbeit geben.

Wie Legenden verbinden

Käthe-Kollwitz-Schule, Berufskolleg der Städteregion Aachen (Nordrhein-Westfalen)

Didaktische Bearbeitung ausgewählter Aachener und Prager Sagen für Vorschul- sowie Grundschulkinder

Beschreibung
Der Teufel war los, als das Erasmus+ Projekt Form annahm. Dahinter steckte eine wahrhaft sagenhafte Idee: Die angehenden Aachener Kinderpflegekräfte planten gemeinsam mit ihren Prager Projektpartnern, die Legenden aus ihren Heimatstädten für Kindergarten- und Grundschulkinder zu adaptieren. So entstanden neue, moderne Sagentexte auf Deutsch, Tschechisch und Englisch. Und darin spielt der Teufel eine Hauptrolle, denn seine Spuren führen sowohl in den Aachener Dom als auch auf die Prager Karlsbrücke.

Um die Geschichten spannend zu vermitteln, erstellten die 49 Partnerschülerinnen und -schüler nach regem Mailaustausch zunächst ein Handbuch mit didaktischen Arbeitsmaterialien, die sie dann bei ihren persönlichen Begegnungen in Aachen und Prag einem Praxistest unterzogen. Dabei bewährten sich die deutsch-tschechischen Zweierteams und Kleingruppen, die einen konstruktiven Austausch ermöglichten. In der zweiten Projektphase im Jahr 2017 wählten die Erasmus+ Partner jeweils eine Prager und Aachener Sage aus und brachten sie als musikalisches Theaterstück auf die Bühne. Dabei ging es diabolisch zu, dank der gehörnten Prager Sagengestalt »Bahkauv« und des Teufels, der an der Karlsbrücke über der Moldau in Stein gemeißelt ist.

Aufgeführt wurden die Stücke in Prag und Aachen vor begeistertem Kinderpublikum, das die beiden Städte mit ihrer großen europäischen Geschichte auf unterhaltsame Weise kennenlernte. Applaus für das Projekt gab es auch von den Berufsschülerinnen der Käthe-Kollwitz-Schule. Bei der Auswertung gaben sie an, dass sie von der interkulturellen Begegnung auf vielfache Weise profitiert hätten: sprachlich, beruflich und persönlich – einfach sagenhaft.

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Das Projekt in der Projektergebnisplattform (PEP) der EU-Kommission

Begründung für die Auszeichnung

Mit dem Projekt ist ein überzeugender Beitrag für eine praxisnahe und europäisch orientierte Ausbildung im Bereich frühkindliche Bildung geleistet worden. Dies ist besonders bemerkenswert, als es sich um das erste Projekt dieser Art für die koordinierende Schule handelte. Die angehenden Kinderpflegekräfte und Erzieherinnen und Erzieher haben nicht nur einen Einblick in die Praxis des jeweiligen Partnerlandes erhalten und damit ihre beruflichen Kompetenzen erweitert, sondern sind durch die kreative Arbeit mit Märchen und Sagen auch zu Mittlern ihrer Kultur geworden. Zudem konnten sie durch die Zusammenarbeit mit den Partnern wertvolle interkulturelle Erfahrungen machen. Besonders erfreulich ist, dass die gelungene Einbindung der Kindergärten vor Ort dort den Wunsch nach weitergehender Beteiligung an europäischen Projekten geweckt hat. Positiv zu vermerken ist auch die sprachliche Vorbereitung der Projektteilnehmerinnen und -teilnehmer, durch die Grundkenntnisse in den Partnersprachen Deutsch und Tschechisch vermittelt wurden. Dank der guten Dokumentation auf der Projektwebsite können auch andere interessierte Einrichtungen von den Erfahrungen profitieren und den didaktischen Ansatz auf ihren eigenen Kontext übertragen.

Denksportaufgaben für den MINTUnterricht

Wolfgang-Borchert-Gesamtschule, Recklinghausen (Nordrhein-Westfalen)

EUse your brain - Challenge your talent for science

Beschreibung
Die wohl bekannteste Formel der Welt, E=mc2, prangt unübersehbar auf dem Projektlogo. Mit ihr beschrieb Albert Einstein die Energie-Masse-Äquivalenz und revolutionierte damit die Physik. Das Jahrhundertgenie nahmen sich die Schülerinnen und Schüler aus Recklinghausen, Dordrecht, Kopenhagen, Pamplona und Split selbstbewusst zum Vorbild, um zu beweisen, dass Naturwissenschaften Spaß machen können. Ihre Lehrerinnen und Lehrer hatten bereits bei früheren Projekten erfolgreich miteinander kooperiert und wollten in den bewährten multinationalen Teams effizientere Lehrmethoden für MINT-Fächer entwickeln. Denn Studien zeigen: Wer schon in der Grundschule Defizite in diesem Bereich hat, kann sie kaum mehr aufholen und ist bei der Studien- oder Berufswahl selten für Mathematik, Technik oder Informatik zu begeistern.

Die MINT-Übungen konzipierten die Jugendlichen zusammen mit ihren Lehrkräften als spannende »Challenge«, als Herausforderung für den Geist. Mit kreativen Spielen, Rätseln und kniffeligen Denksportaufgaben rund um die Naturwissenschaften begeisterten sie im Rahmen von Praxismodulen rund 800 Grundschüler. Ihre umfangreiche Sammlung von Unterrichtsmaterialien und Medien veröffentlichten die Projektpartner als englisches E-Book und verbesserten damit gleichzeitig ihre Fremdsprachenkenntnisse.

»Die Schülerinnen und Schüler sind über sich hinausgewachsen«, lautet das einstimmige Urteil der Lehrkräfte. Und genau das wollten sie mit dem Projekt erreichen: Die Jugendlichen sollten Eigeninitiative entwickeln und von ihren Erfolgen ermutigt werden. Denn, so sagte es Einstein: »Jeder ist ein Genie«.

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Das Projekt in der Projektergebnisplattform (PEP) der EU-Kommission

Begründung für die Auszeichnung
Das Erasmus+ Projekt »EUse your brain – Challenge your brain for science« zeigt, wie man das Interesse an den MINT-Fächern auf allen Alters- und Schulstufen wecken kann. Dazu erstellten die fünf beteiligten Partnerschulen aus den Niederlanden, Spanien, Dänemark, Kroatien und Deutschland im Laufe des Projekts eine umfangreiche Sammlung von Arbeitsmaterialien, darunter Unterrichtsskizzen, Videoclips und ein E-Book. Das Material kann teilweise eins zu eins für den Unterricht übernommen werden. Besonders hervorzuheben ist, dass es im Rahmen des Projekts gelungen ist, auch schwache Schülerinnen und Schüler für MINT zu interessieren. Dies gelang, indem Unterrichtseinheiten für Primarschüler zu MINT‑Themen nicht nur entwickelt, sondern auch umgesetzt wurden. Zusätzlich vorgestellt werden Klassenprojekte, die in Kooperation verschiedener Projektpartner durchgeführt wurden. Alles in allem ist es ein beispielhaftes Projekt, das von einer intensiven und fruchtbaren zweijährigen Zusammenarbeit der fünf Partner zeugt und ein herausragendes Beispiel für den Nutzen und die Effizienz europäischer Zusammenarbeit ist.

Tierische Helfer im Klassenzimmer

Gesamtschule Blankenheim‑Nettersheim (Nordrhein-Westfalen)

Miteinander-voneinander-füreinander lernen: Tiergestützte Pädagogik zur Weiterentwicklung der Unterrichtsqualität im inklusiven Unterricht an weiterführenden Schulen in Europa

Beschreibung
Bilbo ist ein geduldiger Zuhörer. Der Australian Shepherd unterstützt die Lehrkräfte der Gesamtschule Eifel bei der Leseförderung. Kinder, denen es schwerfällt, vor der Klasse vorzulesen, verlieren ihre Hemmungen, wenn er seine Ohren spitzt. Er ist nicht der einzige Mitarbeiter auf vier Pfoten: das tierische Personal besteht aus weiteren Hunden, Kaninchen und wird verstärkt durch die Therapiepferde einer Lehrerin. Die Ganztagsschule macht im integrativen Unterricht ermutigende Erfahrungen: Die »Pädagogen im Pelz« strahlen Ruhe aus, fördern die Konzentration und Kommunikationsfähigkeit und die Kinder lernen, Verantwortung für sie zu übernehmen.

Weil in Deutschland bislang erst wenige Schulen das Potenzial der tiergestützten Pädagogik nutzen, waren die Blankenheimer Lehrerinnen und Lehrer gespannt auf die Erfahrungen ihrer europäischen Nachbarn. Sie tauschten sich mit ihren Partnern aus Österreich und Italien aus und baten die Pädagogische Hochschule Burgenland, das Projekt wissenschaftlich zu begleiten. Die Ergebnisse ihrer Zusammenarbeit haben die drei Projektschulen in ihrem »Handbuch zur tiergestützten Pädagogik in Europa« und in einem Kurzfilm zusammengefasst. Hier finden interessierte Schulen auch wertvolle Hinweise zum Projekt. Für die Gesamtschule Eifel steht jedenfalls fest, dass die innovative Methode weiterhin einen festen Platz im Unterricht haben wird: Denn Bilbo und seine tierischen Gefährten bereichern den Lernalltag ungemein.

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Das Projekt in der Projektergebnisplattform (PEP) der EU-Kommission

Begründung für die Auszeichnung
Das Projekt »Tiergestützte Pädagogik« hat auf überzeugende Art und Weise einen bislang noch nicht sehr verbreiteten pädagogischen Ansatz in fruchtbarem Austausch mit den europäischen Partnern erprobt und weiterentwickelt. Es kann besonders für Schulen beispielgebend sein, die auf der Suche nach neuen, alternativen Unterrichtsmethoden sind. Der Umgang mit Tieren – einschließlich ihrer Betreuung – spricht Schülerinnen und Schüler besonders emotional an. Das macht sie erfahrungsgemäß offener für die Vermittlung von Soft und Hard Skills, deren Erwerb wiederum unerlässlich ist für eine erfolgreich verlaufende Schulkarriere und den damit verbundenen Berufsfindungsprozess. Die sehr strukturierte Arbeitsweise – regelmäßige Newsletter, klare Arbeitsaufträge für alle Partner – sowie die gute interne und externe Evaluierung und die wissenschaftliche Begleitung hatten einen spürbaren Anteil an dem Erfolg des Projekts. Vorbildlich ist die Verbreitungsstrategie, die die Ergebnisse und den Ansatz weit über das engere Umfeld bekannt macht und auch nach Projektende weitergeführt wird.

Am Anfang war das Eisen

Am Anfang war das Eisen

Berufliches Schulzentrum für Technik und Wirtschaft, Riesa (Sachsen)

Am Anfang war das Eisen: Ein Projekt zur Dokumentation der geschichtlichenEntwicklung der Stahlproduktion in Riesa und Lonato 

Beschreibung
Ein museumsreifes Projekt – und zwar im besten Sinne. Denn Berufsschülerinnen und -schüler aus dem sächsischen Riesa und der lombardischen Gemeinde Lonato präsentierten die Resultate ihrer zweijährigen Zusammenarbeit im Riesaer Stadtmuseum und in der italienischen Partnerstadt. Beide Kommunen verbindet die Eisen- und Stahlproduktion. 1725 wurde in Riesa erstmals Stahl erzeugt und bis zur politischen Wende war das dortige Stahlwerk größter Arbeitgeber in der Region. Nach dem Zusammenbruch der Absatzmärkte im ehemaligen Ostblock hatte es keine Chance zum Überleben und entließ 10 000 Mitarbeiter in die Arbeitslosigkeit. Hilfe kam von einem Investor aus Lonato. Dort wird zwar erst seit 50 Jahren Stahl erzeugt, doch Eisen wurde in der Region Brescia schon über Jahrhunderte geschmiedet.

Genügend Stoff also für ein spannendes Projekt. Die Schülerinnen und Schüler sichteten historische Dokumente, setzten sich kritisch mit der Rolle der Stahlindustrie in beiden Weltkriegen auseinander und sie befragten Zeitzeugen wie den 92-jährigen Renato Zola, der mit Begeisterung von seiner Leidenschaft für den Werkstoff berichtet. Aus dem umfangreichen Material entstanden eine informative Broschüre und ein dreiviertelstündiger Film auf Deutsch und Italienisch. Mit ihrer Arbeit leisteten die Jugendlichen einen wertvollen Beitrag zur Erforschung heimischer Industriekultur und sahen ihre Städte mit ganz neuen Augen. »Jetzt weiß ich, warum die Riesaer immer so stolz auf ihr Stahlwerk waren. Das habe ich früher nie verstanden«, resümiert ein Schüler, der sich mit viel Elan für das Projekt engagiert hat.

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Das Projekt in der Projektergebnisplattform (PEP) der EU-Kommission

Begründung für die Auszeichnung
Im Rahmen des Projekts wurde die Entwicklung der Stahlindustrie in den beiden Partnerregionen unter Einbeziehung verschiedener Berufsgruppen (u.a. Museumspädagogen und TV-Redakteuren) erfolgreich und professionell dokumentiert. Die ausgezeichnete multidisziplinäre Umsetzung des Projektes ist bemerkenswert und zudem haben die Schülerinnen und Schüler ihre Fähigkeit verbessert, eigenständig wissenschaftlich zu arbeiten. Gleichzeitig haben sie ihr Verständnis für kulturelle Unterschiede vertieft und sie wurden auf die Anforderungen des europäischen Arbeitsmarktes vorbereitet. Die Ergebnisse, eine Wanderausstellung und ein Dokumentarfilm, sind in den beteiligten Regionen von großem öffentlichen Interesse. Erfreulich ist, dass bestehende Kontakte zwischen den Schulen aus einem früheren COMENIUS-Regio-Projekt zu einer neuen vertieften Zusammenarbeit im Rahmen von Erasmus+ geführt haben.

Europas Herausforderungen meistern

Staatliches Gymnasium Georgianum, Hildburghausen (Thüringen)

Make me a European

Beschreibung
Fit werden fürs 21. Jahrhundert – diese ambitionierte Absicht verfolgte das Projekt »Make me a European«. Dessen Ziel war es, Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler gleichermaßen für die Herausforderungen eines modernen Europas zu wappnen. Sie erhielten die Chance, ihre Fremdsprachenkenntnisse zu verbessern, digitale Kompetenzen zu erweitern und sich mit ihren europäischen Nachbarn auszutauschen. Gleich vier Projektpartner aus dem Osten und Süden Europas lernten die Jugendlichen aus Hildburghausen bei ihren zahlreichen virtuellen Treffen und realen Begegnungen kennen. Mit ihnen tauschten sie sich zunächst darüber aus, welche Werte und Traditionen ihre eigene Kultur prägen. Dabei machten sie ihren Partnerschülern nicht nur mit einem Rezept für die beliebten Thüringer Klöße Appetit auf einen Deutschlandbesuch. Im weiteren Verlauf des Projekts erarbeiteten sie gemeinsam, was sie als EU-Bürger verbindet und wie sie sich ihre Zukunft in der Europäischen Union vorstellen.

Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Projektpartner in mehreren E-Books und Videos zum Thema »Mach mich zu einem Europäer«. Um Kreativität, Kommunikation und kritisches Denken zu fördern, entschieden sie gemeinsam über den Inhalt und das Layout. Als Anerkennung erhielten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dann einen »Europass«. Mit dem Dokument können alle Qualifikationen und Kompetenzen europaweit transparent und verständlich dargestellt werden, ganz im Sinne einer EU, deren Bürger in der Lern- und Arbeitswelt immer enger kooperieren.

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Das Projekt in der Projektergebnisplattform (PEP) der EU-Kommission

Begründung für die Auszeichnung
Den am Erasmus+ Projekt »Make me a European« beteiligten Schulen ist es in überzeugender Weise gelungen, die Kompetenzen von Lehrkräften im Umgang mit digitalen Medien und deren Einsatz im Unterricht zu stärken. Gleichermaßen konnten die Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler in der Anwendung moderner Technologien und auch Querschnittskompetenzen wie Kommunikation, Kooperation und Kreativität geschult und eingeübt werden. Während der Treffen und auch in den Phasen dazwischen wurden viele Aktivitäten durchgeführt, die gut vorbereitet in geplanter Form realisiert und gut in Unterricht und Schulalltag integriert wurden. Insbesondere der vierteilige IKT-Kurs, der während des gesamten Projektverlaufs durchgeführt wurde, bildet einen bedeutenden Mehrwert.

Zusammen mit einer großen Fülle an Arbeitsmaterialien (u.a. Webinare und Projektmethodologie), die von anderen Schulen und Lehrkräften für den Unterricht übernommen werden können, gehört dieser Kurs zu den Projektergebnissen, die mit großem Engagement verbreitet werden. Sowohl die Projektaktivitäten als auch die Resultate haben eine gute Sichtbarkeit und richten sich – nicht zuletzt mithilfe des TwinSpace auf eTwinning – an ein breites Publikum.

Erasmus+ Leitaktion 2 – Konsortialpartnerschaften

Die Lust am Lesen fördern

Pädagogische Hochschule, Weingarten (Baden-Württemberg)

Förderung von Lesemotivation und Leseflüssigkeit

Beschreibung
»Macht nicht so ein Theater!« Diese Ermahnung bekommen die Schülerinnen und Schüler, die am MELT-Projekt teilnehmen, wohl selten zu hören. Die Abkürzung steht für »Mehrsprachiges Lesetheater« und das gibt Kindern und Jugendlichen eine Bühne, auf der sie lernen, literarische Texte und Stücke flüssig vorzutragen, nämlich korrekt, ausdrucksstark und in einer angemessenen Geschwindigkeit. Wissenschaftliche Studien der letzten Jahre zeigen nämlich, dass dies vielen Kindern in der Primar- und Sekundarstufe schwerfällt. Um sie zu ermutigen und ihre Leseflüssigkeit zu verbessern, haben die Projektpartner aus Deutschland, Österreich, Luxemburg und der Schweiz das Verfahren »Lesetheater«, das in den USA häufig eingesetzt wird, in Europa jedoch kaum bekannt ist, zu einer mehrsprachigen Variante weiterentwickelt.

Durch diesen besonderen Ansatz soll der Unterricht in der Schulsprache und den Fremdsprachen stärker vernetzt werden. Zur Auswahl stehen 32 Stücke, darunter Klassiker der Jugendliteratur wie Tom Sawyer, Heidi oder die Geschichten aus dem Dschungelbuch. Und auch die Herkunftssprachen der Schülerinnen und Schüler werden berücksichtigt, so wie in den humoristischen Geschichten Nasreddin Hodschas, dem Helden der türkischen Volksliteratur. Durch das gemeinsame Üben und durch ihren Auftritt vor Publikum werden die Schülerinnen und Schüler selbstbewusster und bekommen wieder Spaß am Lesen. So wie der Junge aus einer österreichischen Schule, der in dem Projektfilm erzählt, wie sich seine Einstellung gewandelt hat: »Wenn ich ganz ehrlich bin – ich hasse es, zu lesen. Aber mit dem Lesetheater liebe ich es.«

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Das Projekt in der Projektergebnisplattform (PEP) der EU-Kommission

Begründung für die AuszeichnungDie besonderen Stärken des Projekts zeigen sich in den Aspekten Innovation, Qualität der erstellten Produkte, Nachhaltigkeit und Verbreitung. Zweck war die Erprobung von innovativen didaktischen Modellen in enger Abstimmung von Forschung und Schulpraxis. Das Projekt war in der Lage, neue Impulse in der Sprachdidaktik zu setzen. Es wurden zahlreiche qualitativ hochwertige und sorgfältig ausgearbeitete – auch in redaktioneller Hinsicht – Lehr- und Lernmaterialien entwickelt, die permanent mit Lehrkräften und Schulklassen erprobt und anschließend verbessert wurden. Zukünftig werden die Erkenntnisse und Ergebnisse des Projekts in Lehrerfortbildungen, Seminare der Partnerhochschulen und in Folgeprojekte einfließen, wodurch sich das Projekt durch eine besondere Nachhaltigkeit auszeichnet. Die Veranstaltungen zur Verbreitung der Ergebnisse, sei es für Lehrkräfte, sei es für die Fachöffentlichkeit, waren adressatengerecht, hochprofessionell und breit gestreut, beispielsweise auf Tagungen und durch Publikationen. Als positiver Nebeneffekt zeigte sich, dass Jugendliche mit unzureichenden Leseleistungen bzw. mit Migrationsgeschichte von der Methode besonders profitieren, und dass über sprachliche Fähigkeiten hinaus auch Schlüsselkompetenzen gefördert und weitere Lernziele des muttersprachlichen und fremdsprachlichen Unterrichts erreicht werden können.

Europa mit modernen Methoden unterrichten

Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf

Improving Teaching Methods For Europe (ImTeaM4EU)

Beschreibung
Joachim Keferstein war als Leiter des Referats für Europaschulen im nordrhein-westfälischen Schulministerium auf vielen Fortbildungen unterwegs. Dort begegnete er engagierten Lehrkräften, die gerne mehr Europa ins Klassenzimmer bringen wollten. An Faktenwissen mangelte es ihnen nicht, doch um EU Themen abwechslungsreich zu vermitteln, wünschten sie sich methodische Anregungen und Unterrichtsmaterialien. Keferstein griff die Anregung auf und initiierte ein dreijähriges Erasmus+ Projekt mit dem Titel »ImTeaM4EU« zusammen mit seiner Mitarbeiterin Petra Meier und der dafür abgeordneten Lehrerin Anja Warnke. Die zehn Projektpartner aus fünf europäischen Ländern – Schulen, Hochschulen, ein Lehrerausbildungsseminar und ein Unternehmen – entwickelten einen »Werkzeugkoffer« mit einem vielfältigen Methodenrepertoire. Damit sollten das Fremdsprachenwissen der Schülerinnen und Schüler verbessert, mathematisch-naturwissenschaftliche Kompetenzen ausgebaut und gesellschaftswissenschaftliches und politisches Bewusstsein gefördert werden, um sie auf die Herausforderungen des europäischen Arbeitsmarktes vorzubereiten.

Gerade in den MINT-Fächern ist der Europabezug bislang nur schwach verankert. Ein eigens entwickeltes Planspielformat war nur eine von vielen Anregungen, die diese Lücke füllen sollten. Es nimmt den Netzausbau in einer fiktiven Grenzregion in den Blick und vermittelt damit EU Themen spannend und lebensnah. Im Englischunterricht können die Schülerinnen und Schüler in die Rolle von
Lobbyisten schlüpfen und beispielsweise für oder gegen Ampelkennzeichnung von Lebensmitteln argumentieren. Dabei lernen sie nicht nur Fachbegriffe, sondern auch, wie die Brüsseler Politik funktioniert. Drei Schulen haben alle ausgewählten Methoden einem Praxistest unterzogen und gaben den Projektpartnern ein »Sehr-gut«.

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Das Projekt in der Projektergebnisplattform (PEP) der EU-Kommission

Begründung für die Auszeichnung
»Im Team 4EU« ist in mehrfacher Hinsicht beispielhaft. Kennzeichnend für das Projekt sind die hohe Übertragbarkeit und Nutzbarmachung der erzielten Resultate. Die Lehrpläne der am Projekt beteiligten Staaten wurden geprüft und darauf aufbauend die Unterrichtseinheiten inklusive Materialien entwickelt. Sie können in den am Projekt beteiligten Staaten direkt in die schulinternen Lehrpläne eingebunden werden. Die professionell erstellten Unterrichtseinheiten, die intern und extern überprüft wurden, sind von hoher Qualität. Innovativ war die Vorgehensweise, nicht lediglich eine Methodensammlung zu erstellen, sondern Inhalte und Methoden aufeinander zu beziehen. Da ein Ministerium eines Bundeslandes die Projektkoordination innehatte, ist eine systematische Wirkung des Vorhabens über die unmittelbar Beteiligten hinaus zu erwarten. Im Hinblick auf Zugänglichkeit und Sichtbarkeit der Ergebnisse ist die mehrsprachige Onlineplattform beispielhaft, die alle erarbeiteten Produkte wie zum Beispiel Unterrichtseinheiten und Planspiele enthält und sehr ansprechend und übersichtlich gestaltet ist.

Schülerinnen und Schüler als verantwortungsbewusste Unternehmer/-innen

Universität Koblenz-Landau – Institut für Sozialwissenschaften, Mainz (Rheinland-Pfalz)

Sustainable Entrepreneurship – A Game-Based Exploration for Lower Secondary Schools

Beschreibung
Wattland – wo ist das denn? Wem der Ort fremd vorkommt, kann eine virtuelle Reise dorthin unternehmen. Die fiktive Region ist Ausgangspunkt für das spannende Strategiespiel »PowerPlayer«, das 13- bis 16-Jährigen das Konzept nachhaltigen Unternehmertums auf einer Internetplattform verständlich und spannungsreich nahebringen möchte. Die Schülerinnen und Schüler arbeiten in Gruppen zusammen und versetzen sich in die Rolle unterschiedlicher Bekleidungshersteller, die sich alle in Wattland angesiedelt haben. Den Unternehmen stehen eine Reihe von Energiequellen zur Verfügung, die sich aus nicht erneuerbaren wie auch nachhaltigen Ressourcen speisen. Um ihre Firma erfolgreich zu führen, muss jede Spielergruppe eine bestimmte Menge Energie einkaufen, ohne dabei ihr Budget zu überschreiten. Nicht Gewinnmaximierung um jeden Preis ist das Ziel – die Herausforderung besteht vielmehr darin, profitables Wirtschaften mit ökologisch verantwortlichem Handeln zu vereinbaren.

Daher lernen die Jugendlichen im Verlauf des Spiels, die Umweltbilanz der unterschiedlichen Energieträger wie Kohle, Öl, Gas, Atomenergie, Wind- und Wasserkraft, Solarenergie und Biomasse in Betracht zu ziehen und die Folgen für die Natur und den Klimawandel abzuschätzen. Doch die jungen Unternehmer profitieren nicht nur vom neu erworbenen Fachwissen; das Spiel soll auch ihr persönliches Verantwortungsbewusstsein schulen, das Gemeinschaftsgefühl fördern und zu bürgerschaftlichem Engagement anregen. Und so hilft die Reise in den Fantasieort Wattland, etwas fürs richtige Leben zu lernen.

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Das Projekt in der Projektergebnisplattform (PEP) der EU-Kommission

Begründung für die Auszeichnung
Überzeugendes Ergebnis der zweijährigen Projektlaufzeit ist ein Simulationsspiel zur Förderung unternehmerischer Grundkompetenzen in Bezug auf die drei Grundsäulen nachhaltigen Wirtschaftens, das für Schülerinnen und Schüler zwischen 13 und 15 Jahren angelegt ist. Hinzu kommt umfangreiches und sehr gut strukturiertes Begleitmaterial, das Lehrkräfte besonders gewinnbringend in den Unterricht einbringen können. Das Spiel ist auf einer eigens dafür geschaffenen Website mit sämtlichen Begleitmaterialien in fünf Sprachen frei zugänglich. In der Art der Umsetzung und der Zielgruppe (Schülerinnen und Schüler am Ende der Sekundarstufe I) weist es über vorausgehende Simulationsspiele hinaus. Es ist auf verschiedene nationale und regionale Kontexte anwendbar. Bemerkenswert ist, dass bereits eine Version für den arabischen Raum in konkreter Planung ist.

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