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Pathways In Europe (PIE)

Sieben europäische Partnerschulen entwickeln Ideen und Materialien für die Berufsorientierung

Erasmus+ Leitaktion 2 "Strategische Partnerschaften"

Das Max-Steenbeck-Gymnasium Cottbus (Brandenburg) arbeitet seit 2005 mit europäischen Partnerschulen zusammen. Mit ihrer aktuellen Erasmus+ Partnerschaft "Pathways In Europe" (2014-2017) zeigen sie, wie Schülerinnen und Schüler sich auf den europäischen Arbeitsmarkt vorbereiten können. In der internationalen Projektarbeit entwickeln sie Materialien für die Berufs- und Studienorientierung an ihren Schulen. "Für die Schüler ist die Projektteilnahme eine bereichernde Erfahrung mit unvergesslichen Erlebnissen im In- und Ausland und auch wir Lehrer haben uns angefreundet. In der europäischen Zusammenarbeit verschwinden die nationalen Befindlichkeiten und es bleiben Teams junger engagierter Europäer", stellt Kirsten Krüger fest, die als Französisch- und Englischlehrerin an ihrer Schule die Partnerschaft koordiniert. Der PAD stellt die beispielhafte Zusammenarbeit im Februar 2016 als "Projekt des Monats" vor.

PIE – Pathways In Europe: Ziele und Schritte

Welche Aspekte sind wichtig und beeinflussen junge Menschen, die auf dem europäischen Arbeitsmarkt Erfolg haben möchten? Das Projekt möchte mit den Jugendlichen aus sieben europäischen Ländern Hilfestellungen wie Videos, Wandzeitungen oder Unterrichtsmaterial entwickeln, die über die Schulcurricula hinausgehen und auch nach dem Projekt nützlich sind. Dazu gehören die Förderung berufsbezogener Kompetenzen, Berufs- und Studienorientierung, Arbeitserfahrung oder unternehmerische Einstellungen ebenso wie Schlüsselkompetenzen in Informations- und Kommunikationstechnologien, Mathematik und allgemeiner Bildung.

Drei Jahre haben die Schulen aus Dänemark, Deutschland, Frankreich, Lettland, Nordirland, Polen und Spanien Zeit für ihre von der Europäischen Union geförderte strategische Partnerschaft.

  • In jeder Schule arbeiten ca. 20 Schülerinnen und Schüler zwischen 16 und 20 Jahren in einer Projektgruppe zusammen. Die Gruppen tauschen sich mit ihren Partnern via eTwinning aus.
  • Zusätzlich nehmen in jedem Projektjahr jeweils 100 Schülerinnen und Schüler jeder Projektschule an einer Online-Umfrage zum Jahresthema teil.
  • Immer im März finden internationale Projekttreffen statt, an denen jeweils 6 bis 10 Personen aus jeder Gruppe teilnehmen. Sie bearbeiten Themen in internationalen Arbeitsgruppen, werten ihre Umfragen aus und dokumentieren die Ergebnisse. Sie verbringen Freizeit miteinander, lernen das jeweilige Gastland kennen und wohnen in den Familien ihrer Partner.
  • Alle anderen Schülerinnnen und Schüler dieser Altersgruppe an diesen Schulen profitieren von den Ergebnissen, die während des Austauschs entstehen. Lehrkräfte und die Schulleitung unterstützen das Projekt.
  • Im ersten Projektjahr ging es um beliebte und gefragte Berufe in den beteiligten Ländern, die Voraussetzungen für bestimmte Berufe sowie das Schul- und Ausbildungssystem. Im zweiten Jahr dreht sich alles um die Erfahrungen beim Berufseinstieg, um Bewerbungen und die Suche nach einem Arbeitsplatz. Auch interkulturelle Erfahrungen mit einem Job oder Praktikum im Ausland werden thematisiert. Im dritten Jahr geht es um Selbständigkeit, Kompetenzen für die Unternehmensgründung, Freiwilligendienste und die Förderung solcher Initiativen.

Mehr Informationen zu Zielen und Schritten auf der Projektwebsite

Die Schülerinnen und Schüler: Teams junger Europäer

"Sobald die Schüler auf den internationalen Treffen ihre thematische Gruppe gefunden haben, wird es für uns Lehrer (zum Glück) schwer zu erkennen, welche Schüler aus welchem Land kommen. Die nationalen "Befindlichkeiten" (einschließlich der Sprachen) verschwinden und es bleiben Teams junger engagierter Europäer, die durch gemeinsame Arbeit und Freizeitaktivitäten schnell zusammen finden." Kirsten Krüger, Projektleiterin Cottbus.

Bereits vor den internationalen Treffen beginnt die Zusammenarbeit im TwinSpace, dem geschützten Klassenzimmer der eTwinning-Community. Hier stellen sich die Schülerinnen und Schüler vor, nutzen Diskussionsforen und tauschen sich zu den Projektthemen aus. Ihre Ergebnisse können sie im TwinSpace hochladen und kommentieren, sodass auch zwischen den Begegnungen ein Austausch möglich ist.

Jedes Projektjahr steht unter einem Oberthema. Zum Thema des ersten Jahres "Arbeitsmarkt" haben  die Schülerinnen und Schüler ihr nationales Schulsystem vorgestellt und sich mit der Arbeitsmarktsituation in ihrem Land beschäftigt. Um ihre Ergebnisse den Partnern im TwinSpace zu präsentieren, erstellten sie sogenannte Glogs. Das sind multimediale Poster, die eine Kombination von Text-Bild-Collagen mit Videofilmen ermöglichen. Diese nationalen Beiträge sind die Arbeitsgrundlage für internationale Treffen.

In internationalen Teams erarbeiten die Schülerinnen und Schüler aus dem Material gemeinsame Beiträge, so im dänischen Viborg unter anderem ein Theaterstück, eine digitale Broschüre oder ein Lied. Beim nächsten Treffen in Riga werden sie Broschüren, Videos und Präsentationen erstellen, Arbeitserfahrung in Betrieben sammeln und das Treffen mit verschiedenen Medien dokumentieren.

In der Zusammenarbeit der Schulen hat sich die Durchführung von Online-Umfragen als Methode bewährt. An jeder Schule nehmen rund 100 Schülerinnen und Schüler an der Befragung teil. Die Auswertung und Präsentation der Ergebnisse erfolgt jeweils auf den internationalen Schülertreffen. Für die Jugendlichen und ihre Lehrkräfte ist es jedes Mal sehr interessant zu sehen, wie sehr man sich in Europa bezüglich der Erfahrungen und Wünsche näher gekommen ist, aber auch, wo es noch Unterschiede gibt.

Das europäische Lehrerteam sieht den Erfolg seiner Projektarbeit durch eine frühzeitige internationale Zusammensetzung aller beteiligten Gruppen gesichert. "Wir haben gute Erfahrungen damit gemacht, dass die Schüler von Anfang in internationalen Teams arbeiten und sich kennenlernen. Jeder Gruppe ordnen wir möglichst zwei Lehrer aus unterschiedlichen Ländern zu. Auch unsere Anreise zu internationalen Treffen organisieren wir gemeinsam. So mischen wir von Anfang an," stellt die Cottbusser Lehrerin Kirsten Krüger fest.

Die Schulen: Projektergebnisse nutzen allen

"Wir haben bei jedem Projekt dazugelernt und unsere Projektergebnisse werden immer nachhaltiger." Kirsten Krüger, Cottbus.

Die Ergebnisse der Projektarbeit zur Berufs- und Studienorientierung können die Schulen weiter nutzen. Auf die Nachhaltigkeit der Produkte legen sie großen Wert. Die bereits entstandenen Materialien der Schülerinnen und Schüler kommen im Fremdsprachenunterricht, in den Fächern Wirtschaft und Technik oder bei Projekttagen zum Einsatz.

Beispiele dafür sind die Poster zu den verschiedenen Bildungssystemen, die im Fremdsprachenunterricht besprochen werden. Der Videofilm "Fired! And now?" über die Folgen einer Kündigung wird im Fach Wirtschaft/Arbeit und Technik gezeigt und diskutiert. Im zweiten Jahr entstanden Materialien zum Auslandsaufenthalt von Schülerinnen und Schüler, etwa die Liste der "Dos and Don'ts" zu kulturellen Fettnäpfchen, die jede der beteiligten Schulen erarbeitet hat. In einem aufschlussreichen Video kommen drei Schüler zu Wort, die ein Schuljahr im Ausland verbracht haben. Weitere Materialien werden folgen.

Für die Erasmus+-Projektgruppe ist es außerdem wichtig, die Zusammenarbeit ihrer Schulen mit lokalen Partnern zu fördern und zu intensivieren, was beim Thema Berufsorientierung sehr gut gelingt. So gibt es inzwischen gute Kontakte zur Bundesagentur für Arbeit, der Jugendberufsberatung oder auch zu Firmen vor Ort. Beispielsweise führte der Wirt eines beliebten Lokals in Cottbus, selbst früher Schüler des Gymnasiums, mit den Jugendlichen Bewerbungsgespräche durch, eine optimale Möglichkeit, Bewerbungstrainings aufregend und realistisch zu gestalten.

Beispiele für Projektergebnisse

Auswertung der Umfrage "Attitudes to and knowledge of working abroad" [pdf, 1,5 mb]

2 euro pie restaurant Jobapplication [pdf, 28 kb]
2 euro pie restaurant Jobapplication guidance [pdf, 38 kb]

A gap year – what is that [flyer, pdf, 340 kb]

One Year Abroad [Video, Youtube]


7 stages of the culturalshock [pdf, 650 kb]
7 Phasen des Kulturschocks [pdf, 700 kb]

Dos and dont's in Germany [Video, Youtube]

 

Projektdaten

"PIE – Pathways In Europe"

Projektwebsite

Ansprechpartnerin

Kirsten Krüger, Französisch- und Englischlehrerin

Das Max-Steenbeck-Gymnasium Cottbus ist ein Gymnasium mit erweiterter Ausbildung in Mathematik, Naturwissenschaften, Informatik und Technik.

Projektpartner

  • St Patrick's College (Maghera, Nordirland - Vereinigtes Königreich) – Koordinierende Schule
  • IES Ribera del Arga (Peralta, Spanien)
  • Viborg Ungdomsskole (Viborg, Dänemark)
  • Lycée Martin Schongauer (Colmar, Frankreich)
  • Rīgas 34. vidusskola (Rīga, Lettland)
  • Zespół Szkół Ogólnokształcących nr 1 (Bolesławiec, Polen)

Förderprogramm

Projektsprache

  • Englisch

Alter der Schüler/-innen

  • 15 bis 20 Jahre

Projektlaufzeit

  • Schuljahr 2014/15 bis 2016/17 (drei Jahre)

Fired! And now?

Den Job verloren – was jetzt? Videofilm der "PIE"-Projektgruppe Erasmus+ auf Youtube

One Year Abroad

Zwei Schüler und eine Schülerin berichten über ihre Erfahrungen im Ausland. Videofilm der "PIE"-Projektgruppe Erasmus+ auf Youtube

Projektförderung

Die Schulpartnerschaft "Pathways In Europe (PIE)" wird gefördert aus Mitteln des EU-Programms Erasmus+

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