Logo des pädagogischen Austauschdienst

Schriftgröße ändern

Zum Ändern der Schriftgröße verwenden Sie bitte die Funktionalität Ihres Browsers. Die Tastatur-Kurzbefehle lauten folgendermaßen:

[Strg]-[+] Schrift vergrößern
[Strg]-[-] Schrift verkleinern
[Strg]-[0] Schriftgröße zurücksetzen

schließen

Peru – Deutschland: Austausch über die PASCH-Lernplattform

Eine virtuelle Begegnung von Schülerinnen und Schülern des 8. Jahrgangs zum Fremdsprachenlernen

Mit großer Motivation und Spaß tauschten sich Jugendliche über ihre Vorlieben und ihren Alltag in Peru und Deutschland aus. Das Projekt initiierte die peruanische Deutschlehrerin Ruby Pérez. Ein Jahr lang hospitierte und unterrichtete sie als Teilnehmerin am Weiterbildungsprogramm des PAD an der Georg-Christoph-Lichtenberg-Gesamtschule in Göttingen. In ihrem Spanischkurs ermöglichte sie den Schülerinnen und Schülern der 8. Jahrgangsstufe Kontakte zu Gleichaltrigen an ihrer "Heimatschule", der Anexo-Schule in Lima (Peru). Die peruanischen Jugendlichen lernen Deutsch als Fremdsprache. An der Schule in Lima unterstützte die junge Deutsche Fenja Klima als Muttersprachlerin und Teilnehmerin des Freiwilligenprogramms "kulturweit" das Austauschprojekt mit einem Workshop für Deutsch lernende Schülerinnen und Schüler. Mit Hilfe der Lernplattform der Initiative "Schulen: Partner der Zukunft (PASCH)" gelang es beiden, die Jugendlichen für diesen Austausch zu begeistern und so eine Verbindung zwischen Europa und Lateinamerika herzustellen. Der PAD zeichnet die Zusammenarbeit als "Projekt des Monats Januar 2017" aus.

Das Projekt

"Mir hat das Projekt gefallen, weil meine Partnerin in Peru die gleichen Hobbies hat wie ich. Wir werden in Kontakt bleiben - und vielleicht machen wir ja irgendwann einen Austausch!" Eine der beteiligten Schülerinnen in Göttingen.

Das Projekt "Austausch durch die PASCH-Lernplattform über Vorlieben der Schüler eines 8. Jahrgangs in Deutschland und Peru" wurde mit deutschen Schülerinnen und Schülern, die Spanisch lernen, und mit peruanischen Schülern, die Deutsch lernen, durchgeführt. Beide Gruppen erarbeiteten vier Produkte, die sie auf der PASCH-Lernplattform veröffentlichten. Jede Schülerin und jeder Schüler schrieb einen Steckbrief, beschrieb die eigenen Vorlieben, führte ein Interview mit einer Person an der Schule und beschrieb einen Teil des Schulgebäudes. Dabei tauschten sich die Jugendlichen nicht nur über ihre Lieblingsmusik, ihre Hobbies und favorisierten Sportarten aus, sondern auch über ihr Interesse an Büchern, Filmen und Schauspielern. Thema war auch die Schule. Sie interviewten ihre Lehrer und Mitschüler oder stellten Räume wie die Bibliothek oder die Sportanlagen vor, die für sie eine besondere Bedeutung haben. Hier nutzten sie auch Video.

Die Schülerinnen und Schüler kommentierten die Ergebnisse der Partner und traten in einen Dialog. So gelang ein lebendiger Austausch über virtuelle Medien, der die Jugendlichen zum Sprachenlernen motivierte und interkulturelles Verstehen förderte.

 

Spanischlernen in Göttingen

"Dieses Projekt hat mir sehr gut gefallen, weil nicht nur meine Schüler an der IGS in Göttingen sehr motiviert und begeistert waren, sondern auch die Schüler aus Peru. Beide Gruppen hatten viel Spaß und bemerkten, wie ähnlich sie einander sind, wenn sie sich über Musik, Hobbys oder Vorlieben austauschten – aber auch wie unterschiedlich ihr Schulalltag ist." Ruby Pérez, Deutschlehrerin im Weiterbildungsprogramm des PAD

Ruby Pérez führte ihr zweimonatiges Austauschprojekt auf der Lernplattform der Initiative "Schulen: Partner der Zukunft" (PASCH) durch, die weltweit mehr als 1.800 Schulen vernetzt, an denen Deutsch unterrichtet wird. Sie hatte bereits vorher Erfahrungen mit Moodle gesammelt, auf deren Software die PASCH-Lernplattform basiert. Die peruanische Deutschlehrerin sieht viele Vorteile dieses Systems. Aufgaben und Schülerprojekte, Texte und Bilder, können problemlos hochgeladen werden und Aktivitäten wie Diskussionen können in einem Forum stattfinden. Die Lernplattform ermöglicht den Austausch zwischen den Schülerinnen und Schülern – und schützt gleichzeitig ihre Privatsphäre. Die virtuellen Medien gehören zum Alltag der Schülerinnen und Schüler, in Deutschland ebenso wie in Peru. Beide Schulen verfügen über eine funktionierende mediale Ausstattung mit Internetverbindung.

Deutschlernen in Lima

"Die Vorfreude meiner Schülerinnen und Schüler auf die Nachrichten aus Deutschland war riesig. Im Gegenzug haben sie eifrig Texte verfasst, Interviews geführt und nebenbei Grammatik gelernt. Auch die Aussprache so wichtiger Wörter wie 'Schweinsteiger' gehörte zum Programm." Fenja Klima, Freiwillige im Programm "kulturweit" an der Anexo-Schule Lima. 

An dem Workshop in Lima nahmen über zwei Monate lang einmal wöchentlich 22 Schülerinnen und Schüler teil. Fenja Klima, die als "kulturweit"-Freiwillige ein Jahr an der Anexo-Schule mitarbeitet, konnte die Jugendlichen beim Austausch mit den deutschen Partnern unterstützen. Sie verfassten Texte über ihre Familien, Hobbys und Lieblingsmusik. Fast nebenbei lernten sie mehr über Grammatikregeln, erweiterten ihren Wortschatz und lernten die Aussprache neuer Wörter. Der Austausch half allen Beteiligten, die neue Sprache zu lernen und dabei einen Einblick in eine fremde Kultur zu erhalten. Am Ende hatten nicht nur die Jugendlichen viel Neues erfahren, sondern auch die junge Freiwillige: Sie kennt jetzt das spanische Wort für "fechten": esgrimir.

Projektdaten

"Austausch durch PASCH-Lernplattform über Vorlieben der Schüler eines 8. Jahrgangs in Deutschland und Peru"

Projektpartner

  • Georg-Christoph-Lichtenberg-Gesamtschule Göttingen (Niedersachsen)
  • Anexo-Schule (IPNM) Lima (Peru)

Ansprechpartnerin

  • Ruby Sussy Pérez Escajadillo, Anexo-Schule Lima

Alter der Schülerinnen und Schüler

  • 13 bis 14 Jahre

Projektsprache

  • Deutsch und Spanisch

Projektlaufzeit

  • Mai bis Juni 2016

Förderprogramm

nach oben Seite drucken