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YELP – Young Europeans Learning about Politics

Erasmus+-Schulpartnerschaft

Wenn Schülerinnen und Schüler lernen, wie Demokratie funktioniert und ihnen Teilhabe ermöglicht wird, werden sie zu mündigen europäischen Bürgern. Das ist die Botschaft des Erasmus+-Projektes "Young Europeans Learning about Politics (YELP)", das vier Schulen in Belgien, Deutschland, Portugal und der Tschechischen Republik in enger Zusammenarbeit durchführen. YELP unterstützt die 12- bis 18-Jährigen dabei, Demokratie zu verstehen und sich für politische Themen zu interessieren. Die Jugendlichen erfahren in der europäischen Zusammenarbeit, wie sie ihre Meinung ausdrücken und ihre Kenntnisse und Fertigkeiten lokal und international einsetzen können. Der PAD zeichnet die Erasmus+-Schulpartnerschaft, an der die Leipziger Christian-Gottlob-Frege-Schule (Sachsen) beteiligt ist, als "Projekt des Monats" im Mai 2017 aus.

Aktiv für ein demokratisches Europa

''Ich finde unser Projekt sehr wichtig, da die Schülerinnen und Schüler schon in der 8. Klasse lernen, wie Politik und politische Teilhabe funktionieren." Stefan Hofmann, Lehrer für Gemeinschaftskunde an der Christian-Gottlob-Frege-Schule

YELP läuft über einen Zeitraum von drei Schuljahren (2015 bis 2018). In dieser Zeit gibt es europäische Projekttreffen in Prag, Vialonga, Deinze und Leipzig. Gastgeberin für bis zu 50 Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte ist dabei jeweils die dortige Partnerschule. Während dieser Begegnungen finden Fortbildungen für Lehrkräfte und Workshops für Jugendliche statt. Unter dem Stichwort "Europäische Bürgerschaft" organisiert das Projekt eine breite Auswahl an Bildungsaktivitäten und bietet den Jugendlichen Möglichkeiten zum persönlichen Engagement. YELP zeigt den Schülerinnen und Schülern, wie sie sich informieren, eine eigene Meinung bilden und darüber mit anderen diskutieren können. Sie lernen, wie sie ihre politischen Vorstellungen ausdrücken und an politischen Meinungsbildungsprozessen teilhaben können.

Demokratie beginnt vor Ort

"Innerhalb der Projekte an unserer Schule lernen die Jugendlichen verschiedene Dinge wie zum Beispiel das eigenständige Organisieren von Schulprojekten. Das stärkt nicht nur ihre sozialen Kompetenzen, sondern auch ihre kreativen." Stefan Hofmann, Lehrer für Gemeinschaftskunde an der Christian-Gottlob-Frege-Schule

Das Projekt beginnt auf der Ebene der Schulen, wo Schülerparlamente eingerichtet werden, die die Wahl "Zwei Sterne und ein Wunsch" organisieren. In Leipzig engagierte sich die Erasmus+-Gruppe, um die Mitschülerinnen und Mitschüler beim Meinungsbildungsprozess zu unterstützen. Sie erfuhren, dass das soziale Klima und die Ausstattung der Schule von allen am meisten geschätzt werden. Bei der anschließenden Wahl konnten die Klassen in geheimer Abstimmung über die vorgeschlagenen Ideen abstimmen. So einigten sie sich auf den Wunsch, ein freies W-Lan im Schulgebäude nutzen zu können. Jetzt verhandelt die Projektgruppe mit der Schulleitung über die Umsetzung. 

Während der gesamten Projektlaufzeit organisieren die YELP-Gruppen immer wieder Wettbewerbe und Aktionen, um vor Ort möglichst viele Mitschülerinnen und Mitschüler einzubeziehen und von der europäischen Idee zu überzeugen. Im Wettbewerb "Yes we care" ging es zum Beispiel darum, kreative Beiträge zu entwickeln, die zeigen, wie wertvoll den Jugendlichen Europa und die europäische Politik erscheint. Als Gewinn winkte eine Einladung zum nächsten internationalen Projekttreffen.

Um die öffentliche und mediale Aufmerksamkeit auf weitere wichtige europäische Themen wie Sport und Klimawandel zu lenken, organisieren die Schülerinnen und Schüler einen Flash Mob "Dance for the climate" sowie einen "European Awareness Run". 

Die Ergebnisse der lokalen Meinungsbildungsprozesse führen nicht nur zu Veränderungen in den Schulen, sondern fließen auch ein in die gemeinsame europäische Projektarbeit. Auf den internationalen Schülerkonferenzen, den sogenannten "Think tanks", entwickeln die Jugendlichen ihre Vorstellungen zu den europäischen Kernthemen Bildung, Umwelt, Armut und Beschäftigung. Ihre Ideen überreichen sie am Ende des Projekts als "Europe 2020 Revision" im Namen der europäischen Jugend an das Europäische Parlament.

Schulaustausch wirkt

"Für unsere Oberschule ist es das erste Mal, dass mit mehreren ausländischen Schulen so eine Partnerschaft entsteht. Wenn die Kinder in Gastfamilien wohnen und sich dort und während der Workshops in einer Fremdsprache verständigen müssen, ist das für sie aufregend und neu." Steffi Cernohorsky, Koordinatorin von YELP in Leipzig

Steffi Cernohorsky ist seit 2015 Lehrerin für Deutsch als Zweitsprache an der Christian-Gottlob-Frege-Schule in Leipzig, die als Oberschule Schülerinnen und Schüler zum Haupt- oder Realschulabschluss führt. Sie hat bereits Erfahrungen mit einem COMENIUS-Projekt und verschiedenen eTwinning-Projekten, die sie an ihrer früheren Schule durchführte. Mit dem Wechsel zur Oberschule der Stadt Leipzig konnte Steffi Cernohorsky ihre Schulleitung und das Kollegium von der Idee der europäischen Projektarbeit überzeugen. Mit im Boot ist hier der Gemeinschaftskunde-Lehrer Stefan Hofmann, der den Neigungskurs für Schülerinnen und Schüler leitet. Gemeinsam mit diesem fahren er und seine Kollegin Steffi Cernohorsky zu den europäischen Projekttreffen und organisieren die Aktivitäten vor Ort. Er freut sich, dass das Projekt den Leipziger Jugendlichen ermöglicht, mit Schülerinnen und Schülern aus anderen europäischen Ländern in Kontakt zu treten und somit über den "Tellerrand" zu schauen. "Die vielfältigen Erfahrungen, welche unsere Gruppe während der Mobilitäten macht, bringt die Schülerinnen und Schüler weiter und macht diese zu mündigen europäischen Bürgerinnen und Bürgern," ist Stefan Hofmann überzeugt.

Projektdaten

Projekttitel

"YELP – Young Europeans Learning about Politics"

Opens external link in new windowYELP im europäischen eTwinning-Netzwerk

Opens external link in new windowYELP auf Facebook

 

Ansprechpartner/-in

Steffi Cernohorsky, Lehrerin für Deutsch als Zweitsprache

Stefan Hofmann, Lehrer für Gemeinschaftskunde

Opens external link in new windowChristian-Gottlob-Frege-Schule Leipzig

Partnerschulen

  • Agrupamento de Escolas de Vialonga, Vialonga (Portugal)
  • Leiepoort Campus Sint-Vincentius, Deinze (Belgien)
  • Ṧkola Michael, Prag (Tschechische Republik)

Projektziele

Die aktuellen Diskussionen um Europa zeigen, dass es ohne die Jugend keine Zukunft für Europa geben kann. Viele junge Menschen spüren Unsicherheit, wenn es um politische und finanzielle Stabilität geht. Sie vertrauen dem bestehenden politischen System nicht und interessieren sich wenig für Fragen des politischen und sozialen Lebens. So fühlen sie sich auch nicht in der Lage, eine eigene politische Meinung zu bilden. Das Projekt will diese Situation ändern, indem junge Menschen Kenntnisse und Kompetenzen erhalten, die sie ermutigen, eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung der Gesellschaft zu spielen.


Förderprogramm

Das Projekt wird als Opens internal link in current windowStrategische Partnerschaft (Leitaktion 2) im EU-Programm Erasmus+ gefördert.

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