Logo des pädagogischen Austauschdienst

Schriftgröße ändern

Zum Ändern der Schriftgröße verwenden Sie bitte die Funktionalität Ihres Browsers. Die Tastatur-Kurzbefehle lauten folgendermaßen:

[Strg]-[+] Schrift vergrößern
[Strg]-[-] Schrift verkleinern
[Strg]-[0] Schriftgröße zurücksetzen

schließen

Europa wählt

»Youth vote for Europe«

Ein Erasmus+ Projekt zur Europawahl mitverfolgen

Das Giebichenstein-Gymnasiums "Thomas Müntzer" in Halle/Saale nimmt an dem zweijährigen Erasmus+ Projekt "Youth vote for Europe" teil. Bis zur Europawahl 2019 erfahren Sie in unserem Blog, was die vierzehn Schülerinnen und Schüler bewegt und wie sie mit ihren Partnern in Irland, Italien und Polen gemeinsam Europa kennenlernen. Lesen Sie hier regelmäßig die Gastbeiträge aus Halle.

Blog »Youth vote for Europe«

Wir bereiten das erste europäische Projekttreffen vor

"Wir waren sehr überrascht, wie unterschiedlich die Wahlmodalitäten in den einzelnen europäischen Ländern geregelt sind", so eine Schülerin aus Halle nach dem ersten Vorbereitungstreffen.

Derzeit nehmen vierzehn Schülerinnen und Schüler des Giebichenstein-Gymnasiums "Thomas Müntzer" in Halle/Saale an dem zweijährigen Erasmus+ Projekt "Youth vote for Europe" teil. Inhaltlich beschäftigt sich das Projekt mit der Europawahl 2019. Die Schüler untersuchen unter anderem die Einstellung europäischer Jugendlicher aus Polen, Irland, Italien und Deutschland zur EU. Sie werden auf vielfältige Weise politische Institutionen kennenlernen und mit Politikern ins Gespräch kommen.

Jährlich führt unsere Schule im November eine Projektwoche durch, wobei wir dieses Jahr unser erstes europäisches Projekttreffen, welches in der Zeit vom 26. bis 30. November 2018 stattfinden wird, vorbereitet haben. Am Morgen der ersten beiden Projekttage starteten wir mit Kennenlernspielen, die wir auch zum Projekttreffen mit unseren drei Partnerschulen durchführen werden. Zusätzlich begannen wir damit, unsere englischen Vorträge, mit denen wir unsere Gastschüler durch die Stadt Halle/Saale führen wollen, zu verbessern.

Ein Vertreter des halleschen Informationszentrums der EU "Go Europe" besuchte uns am Dienstag. Er forderte uns durch Fragen heraus, zum Beispiel wollte er wissen, wie wir ein Wahlrecht ab 16 fänden. Dann informierte er uns darüber, wie die Europawahl organisiert wird und wir waren sehr überrascht zu erfahren, wie unterschiedlich die Wahlmodalitäten in den einzelnen Ländern geregelt sind. Außerdem besuchte uns Lars Juister, ein Mitarbeiter des EU-Abgeordneten Arne Lietz. Er setzte sich mit unseren Fragen zur EU, dem Parlament und auch der Gesetzgebung auseinander, zum Beispiel warum die Form einer Gurke im europäischen Parlament diskutiert wurde oder was es mit dem Artikel 13 der Datenschutzgrundverordnung auf sich hat.

Nach dieser intensiven Vorbereitungswoche freuen wir uns auf das erste Projekttreffen und darauf, unsere Partner aus Dublin (Irland), Barga (Italien) und Elk (Polen) endlich persönlich kennenzulernen!

Über das Projekt

Wie kann man Jugendliche dafür begeistern, sich aktiv in die europäische Gemeinschaft einzubringen? Mit dieser Fragestellung setzt sich das Giebichenstein-Gymnasium "Thomas Müntzer" in Halle (Sachsen-Anhalt) intensiv auseinander. Seit mehr als 20 Jahren beteiligt sich die Schule im Rahmen des EU-Programms Erasmus+ (und dem Vorgängerprogramm COMENIUS) an europäischer Projektarbeit. Im September 2018 startete das neue Projekt "Youth votes for Europe", bei dem es um Demokratieerziehung im Kontext der anstehenden Europawahlen geht. Dieses Mal hat das Gymnasium Partnerschulen in Italien, Polen und Irland gefunden und im Rahmen der Leitaktion 2 einen erfolgreichen Erasmus+ Projektantrag gestellt. Dreh- und Angelpunkt des Konzepts ist die Europawahl vom 23. bis 26. Mai 2019, die in der Mitte der Projektlaufzeit liegt.

Koordinatorin Beate Zahn vom Giebichenstein-Gymnasium beschreibt das Vorhaben so: "Wir wollen, dass sich Jugendliche am demokratischen Leben in Europa beteiligen. Die Europawahl 2019 ermöglicht den Schülerinnen und Schülern, sich aktiv mit den politischen Ideen und den demokratischen Beteiligungsmöglichkeiten in Europa auseinanderzusetzen.“

Wie dieses Konzept von den Lehrkräften aller Partnerschulen in den kommenden zwei Jahren gemeinsam in die Tat umgesetzt wird, das können Sie jetzt auf der Website des PAD direkt mitverfolgen: Wir begleiten das Projekt, das in insgesamt vier Phasen gegliedert ist, im Rahmen eines kleinen Blogs.

Der geplante Ablauf

  • In der ersten Phase erfassen Schülerinnen und Schüler aller Partnerschulen, wie sich die europäische Politik auf ihren Alltag und ihr Umfeld auswirkt. Die Ergebnisse dieser Recherchen werden beim ersten Projekttreffen in Deutschland den Partnern aus den anderen Ländern vorgestellt. In Halle sollen außerdem gemeinsam Fragebögen und Interviewleitfäden erarbeitet werden. Damit sollen die Projektteams andere Jugendliche in Deutschland, Italien, Polen und Irland nach ihrer Meinung befragen: Was erwarteten sie sich von der Europapolitik?
  • In der zweiten Phase sollten Europaabgeordnete und Lokalpolitiker befragt werden. Die Schülerinnen und Schüler setzen sich mit Wahlprogrammen auseinander. Außerdem wollen sie die Ergebnisse der Befragungen auswerten und anschaulich zusammenfassen. Im März 2019 ist ein Projekttreffen in Dublin geplant. Hier präsentieren die Partnerschulen ihre Ergebnisse, vergleichen und diskutieren sie. Außerdem wird eine Juniorwahl zum Europaparlament an der jeweilgen Partnerschule vorbereitet.
  • In der dritten Phase erfolgen die Durchführung und Auswertung der Juniorwahl an den Partnerschulen und die Analyse der landesspezifischen Ergebnisse der Europawahl 2019. Mehr als 1000 Schülerinnen und Schüler der vier Partnerschulen sollen an der Durchführung der Juniorwahl teilnehmen. Im September 2019 gibt es dann ein Projekttreffen in Ełk (Polen), bei dem die  Ergebnisse der Juniorwahlen und der Wahlwerbungsanalysen präsentiert und diskutiert werden sollen.
  • In der vierten Phase führen die Partnerschulen einen "Internationalen Europatag" durch. Dabei zeigen sie Jugendlichen, wie sie sich aktiv in die Europapolitik einbringen können und laden Politikerinnen und Politiker zur Diskussion ein. Zum Abschluss möchten sich die Projektteilnehmer im Frühjahr 2020 in der Stadt Barga (Italien) treffen.

Lesen Sie auch unseren Beitrag zum Projekt "Youth vote for Europe"

nach oben Seite drucken