Logo des pädagogischen Austauschdienst

Schriftgröße ändern

Zum Ändern der Schriftgröße verwenden Sie bitte die Funktionalität Ihres Browsers. Die Tastatur-Kurzbefehle lauten folgendermaßen:

[Strg]-[+] Schrift vergrößern
[Strg]-[-] Schrift verkleinern
[Strg]-[0] Schriftgröße zurücksetzen

schließen

Europa wählt

»Youth vote for Europe«

Ein Erasmus+ Projekt zur Europawahl mitverfolgen

Das Giebichenstein-Gymnasiums "Thomas Müntzer" in Halle/Saale nimmt an dem zweijährigen Erasmus+ Projekt "Youth vote for Europe" teil. Bis zur Europawahl 2019 erfahren Sie in unserem Blog, was die vierzehn Schülerinnen und Schüler bewegt und wie sie mit ihren Partnern in Irland, Italien und Polen gemeinsam Europa kennenlernen. Lesen Sie hier regelmäßig die Gastbeiträge aus Halle.

Blog »Youth vote for Europe«

Juniorwahl am Giebichenstein-Gymnasium

In den Erasmustreffen, die vor der Wahlwoche stattfanden, schmückten wir die Schule mit Plakaten, die auf die Junior Wahl hinwiesen. Damit man sich darüber informieren kann, erneuerten wir zum Beispiel unseren Schaukasten.

Am 24. Mai 2019 fanden wir uns in  dem Raum ein, in dem die Schüler wählen konnten. Nachdem wir zum Schweigen verpflichtet worden waren, wurde die Wahlurne geöffnet. Danach bestimmten wir den Wahlvorstand, der aus sechs Personen besteht. Einer unserer Lehrer erklärte uns, wie wir die Wahlzettel auswerten sollten. Wir haben zu zweit einen Stapel Wahlzettel gekriegt und mussten die Ergebnisse in eine Tabelle eintragen und dann überprüfen, ob der  andere auf die gleichen Ergebnisse gekommen ist. Da alles gestimmt hatte, legten wir die Zettel auf Stapel, die nach Parteien geordet waren. Diese Stapel wurden dann gezählt, um ein letztes Mal unsere Werte zu überprüfen.

Barbara, 15 Jahre

Vorbereitung der Juniorwahlen in Dublin

Vorbereitung der Juniorwahlen in Dublin

Die Europawahl kommt näher und am Giebichensteiner Gymnasium ist das Erasmus+ Projekt in vollem Gange: Am 1. März kamen Politiker für eine Podiumsdiskussion an die Schule, gleich danach ist schon Abreisestimmung. Nachdem die italienischen, polnischen und irischen Projektpartner das Gymnasium in Halle schon im Februar kennengelernt haben, wird es Zeit für den Gegenbesuch: Am 23. März macht sich die Erasmusgruppe auf den Weg nach Dublin. Beinahe hätten sie ihren Anschlussflug nach Irland verpasst, kommen dann aber nach einer kurzen Nacht und einem ereignisreichen Morgen doch noch gut auf der grünen Insel an.

Für eine Woche ist unser "Zuhause" in Dublin

„Wir begrüßten unsere Austauschschüler, die wir drei Monate nicht gesehen hatten, herzlich und lernten kurz darauf unsere Gastfamilien kennen. Ich schloss meine direkt ins Herz.
Dann fuhren wir zu unserem zukünftigen einwöchigen Zuhause. Nach einem traditionellen irischen Mittagessen schlug mir meine Gastfamilie vor, an die See zu fahren. Ich war sofort begeistert und keine halbe Stunde später stand ich an der Promenade und blickte auf das Grün des Meeres hinab. Während unseres Ausfluges trank ich die beste heiße Schokolade der Welt. Obwohl ich anfangs noch Sorge hatte, dass ich mich nicht genug in das Team und die Gastfamilie integrieren könnte, sollten die kommenden fünf Tage die großartigsten und ereignisreichsten Tage meines bisherigen Lebens werden!“

Alle stellen ihr Land vor – unser erster Projekttag an der irischen Partnerschule

„Als wir das erste Mal die Schule unserer Austauschpartner betraten, war die Aufregung groß. Anders als in Deutschland mussten wir, wie an den darauffolgenden Tagen, vor Beginn unseres Projekttages erst in die Klassenzimmer, in dem die Klassenlehrer die Anwesenheit aller Schüler checkten. Beeindruckend war auch die Uniform der Schüler. Nachdem wir dann den neuen Teil des Gebäudes betraten, in welchem unsere Projektarbeit stattfand, lernten wir uns bei einigen Spielen besser kennen. Dann war es Zeit für unsere Präsentationen zum jeweiligen Land, der Heimatstadt und der Schule. Zum Abschluss werteten wir in internationalen Gruppen unsere Befragung „Was bedeutet für mich Europa“ aus und verglichen die Ergebnisse der Partnerschulen. Das Ende des Tages bildete die dreistündige Musikaufführung in der "National Concert Hall", die aus einem Mix aus traditioneller und moderner Musik bestand und von Schülerinnen und Schülern aus 30 Dubliner Schulen gestaltet wurde.“

Arbeitsgruppen, Ausflug und AVIVA Stadion

„Am Dienstag werteten wir die Antworten zu den Fragen aus, die wir Politikern in unseren Partnerländern geschickt hatten. Wichtige Aussagen wurden verglichen und anschließend von den Arbeitsgruppen präsentiert. Für eine aussagekräftige Auswertung hatten leider zu wenig Politiker geantwortet. Den Nachmittag verbrachten wir in Glendalough – das ist eine alte Klosteranlage in den Wicklow Mountains. Am Abend besuchten wir ein Fußballspiel: Irland trat im Qualifikationsspiel für die Europameisterschaft im AVIVA STADION gegen Georgien an und gewann mit 1:0.“

Assembly und irische Berühmtheiten

„Am Mittwoch begannen wir den Tag mit einem "Assembly". Dies ist eine Zusammenkunft der Klassenstufe, bei der ein Lehrer anstehende Termine und Neuigkeiten, wie beispielsweise das Erasmustreffen, verkündet. Als dieses Treffen beendet war, sind wir in die Innenstadt gefahren und begannen die anstehende Stadttour, die von unseren Partnerschülern vorbereitet wurde.
Uns wurden wichtige Orte und Sehenswürdigkeiten wie die O'Connell Street und die Statue von Molly Malone gezeigt. Daniel O'Connell war ein wichtiger Politiker in Irland im 19. Jahrhundert, der auch "the Liberator" genannt wurde. Molly Malone ist ein Charakter aus einem traditionellen irischen Volksmärchen. Sie war eine Fisch- und Meeresfrüchteverkäuferin, die an einem Fieber starb. Unsere Stadttour endete mit einem Besuch und einer Führung im irischen Parlament Dàil, gesprochen Dahl.“

Youth vote for Europe – unser Wahlkampf beginnt

„Am Donnerstag arbeiteten wir arbeiteten an Plakaten zum Thema „Youth vote for Europe“. Nach dem Mittagessen fuhren wir in den Phoenix Park, einen der größten Stadtparks Europas und besichtigten dort das Farmleigh House, in dem schon Personen wie Barack Obama oder Joachim Gauck ein paar Tage verbrachten. Nach diesem Ausflug fuhren wir nach Hause und bereiteten die am Abend anstehende Lehrer-Eltern-Schüler-Party vor. Höhepunkt des Abends wurde das Musikprogramm von Schülerinnen und Schülern unserer Partnerschule. Sie stellten ihre Musikstücke für die Abschlussprüfung vor und erhielten dafür viel Beifall.“

Ein emotionaler Moment

„In den Arbeitsgruppen erstellten wir am Freitag Plakate und Videos, um für die anstehenden Juniorwahlen an unseren Partnerschulen zu werben. Vor dem Mittagessen erhielt jeder Teilnehmer ein Zertifikat und ein kleines Präsent. Den restlichen Tag hatten wir frei. Viele von uns gingen in die Stadt, um noch einige Geschäfte zu besuchen und letzte Geschenke für Freunde und Familie zu kaufen. Der Abreisetag danach war wohl einer der emotionalsten Momente der Woche. Nach der Verabschiedung ging es für unsere Gruppe in die Luft in Richtung Heimat. Die Verbindung zu unseren Freunden werden wir aber auf jeden Fall erhalten.“

Texte: Aurelia, Barbara, Charlotte, Onno

Mittlerweile ist auch die Projekthomepage von „Youth vote for Europe“ gut gefüllt.

 

Podiumsdiskussion mit Politikern und einer Politikerin zu Europa

"Am 1. März 2019 hatten wir als Erasmus-Projekt fünf Politiker aus unserem Stadtrat, dem Bundestag und dem EU-Parlament  zu einer 90minütigen Diskussionsrunde eingeladen. Es nahmen teil: Frank Sitta (FDP), Thomas Rieke (SPD), Sven Schulze (CDU), Hendrik Lange (die Linke) und Grit Michelman (Grüne). Die Diskussion wurde von Greta W. (Klasse 11), einer ehemaligen Erasmus-Teilnehmerin, und Will P. (Klasse 10), dem Schülersprecher unserer Schule, geleitet. Es wurden alle Schüler aus der 10. Klasse, die wir auch mit einem Fragebogen zur EU nach ihrer Meinung gefragt hatten, und Schüler aus der Oberstufe, welche Sozialkunde belegt haben, gebeten teilzunehmen.

Auf die erste Frage, was denn die wichtigsten Ziele für Europa wären, antworteten alle Gefragten gleich, dass Frieden und Freiheit das Wichtigste in Europa sind und dass es so bleiben soll.  Die Teilnehmenden beantworteten ca. zehn Fragen über Europa, die EU und deren Zukunft sehr ausführlich und verwickelten sich miteinander in Diskussionsgespräche, z.B. ob Artikel 13 gute oder schlechte Auswirkungen  auf die EU haben wird.

Zusammengefasst war dieses Politikergespräch sehr aufschlussreich und es war interessant zuzuhören, denn die Politiker hatten unterschiedliche Meinungen, die sie verstehbar begründen und erklären konnten."

Barbara, 15 J.

Besuch in Berlin, ein eigenes Logo und hitzige Debatten

Am 25. November war es endlich soweit: Die Schülerinnen und Schüler vom Giebichenstein-Gymnasium begrüßten ihre Gäste aus Irland, Italien und Polen zur ersten gemeinsamen Projektwoche.

Wir heißen unsere Gäste aus Irland, Italien und Polen willkommen

"Obwohl einige von uns schon Kontakt zu ihren Gästen aufgenommen hatten, waren wir doch ziemlich aufgeregt, als wir unsere Gastschüler abholten. Nach der Begrüßung durch unseren Schulleiter Herrn Gaube machten wir uns mit Kennenlernspielen bekannt. Anschließend wurden wir in Gruppen eingeteilt, sodass in jeder Gruppe Schüler aus jeder Nation vertreten waren. Gemeinsam fertigten wir Plakate zu der Frage „Was bedeutet Europa für dich?“ an. Anschließend stellten unsere polnischen, italienischen und irischen Gäste ihr Land, ihre Stadt und ihre Schule vor und hielten diese Präsentationen auch in verschiedenen Klassen unserer Schule. Nach dem Mittagessen trafen wir uns noch einmal in der Projektgruppe und tauschten uns weiter zu dem großen Thema des Projekts „Youth vote for Europe“ aus. Nachmittags hatten wir Freizeit und zeigten unseren Austauschschülern ein wenig die Stadt Halle und ihre gemütlichen Cafés.“
(Belisa und Clara, 14 Jahre)

Gemeinsam den deutschen Bundestag entdecken

"Der Dienstag war unser erlebnisreichster Tag! Am Morgen fuhren wir nach Berlin und besichtigten zunächst das Brandenburger Tor. Besonders beeindruckend fanden unsere Gäste den Besuch im Bundestag, wo wir einen englischsprachigen Vortrag auf der Besuchertribüne des Plenarsaals erhielten und auch die beeindruckende Kuppel des Reichstags besichtigen konnten. Anschließend trafen wir im Paul-Löbe-Haus den SPD-Abgeordneten Dr. Karamba Diaby, der uns in einer einstündigen Diskussionsrunde einen Einblick in seine politische Arbeit im Bundestag gab. Am Nachmittag ging es weiter zu der Erlebnis-Europa Ausstellung, in der wir weitere Einblicke in die Arbeit des EU-Parlaments erhielten und an einer interaktiven Plenarsitzung teilnehmen konnten. Von dort aus gingen wir mit der Gruppe zum Berliner Weihnachtsmarkt auf dem Potsdamer Platz, wo wir dann in kleinen Gruppen den Rest des Abends verbringen durften.  Dieser Ausflug in die Hauptstadt war für uns das Highlight der gesamten Woche!“
(Rosa, 14 Jahre)

Ein eigenes Logo und mehrsprachige Weihnachtslieder

"Am Mittwochmorgen trafen wir uns um 9 Uhr in der Schule. Dort setzten wir uns erneut in gemischten Gruppen zusammen und bekamen die Aufgabe, als Gruppe oder einzeln ein Logo für das Erasmus+ Projekt zu gestalten. Dieses Logo sollte das Thema „Youth vote for Europe“ und die teilnehmenden Länder Irland, Polen, Italien und Deutschland repräsentieren und beinhalten. Also sammelten wir Ideen und bearbeiteten diese. Am stellten wir unsere Ergebnisse vor und legten per Abstimmung einen Gewinner fest. Nach dem Mittagessen trafen wir uns an den Frankeschen Stiftungen, da dort die von uns erarbeitete englischsprachige Stadtführung begann. Die Stadttour umfasste die Frankeschen Stiftungen, den Eselsbrunnen, die Händelstatue, den Roten Turm, die Marktkirche, das Graseweghaus, das Händelhaus, das Gemälde am Gasthaus Schad, den Dom, die Moritzburg, die Leopoldina, die Universität und die Kulturinsel. Abends trafen wir uns nochmal in der Schule zu einem gemeinsamen Abendessen mit allen beteiligten Lehrern, Schülern und auch Gasteltern. An diesem Abend hatten wir viel Spaß mit unseren Gästen und Familien. Wir sangen gemeinsam Weihnachtslieder in Englisch, Polnisch, Italienisch und Deutsch.“
(Barbara, 14 Jahre)

Hitzige Diskussionen, Schokolade und ein Fackelumzug

“Als wir am Donnerstag um 9 Uhr in die Schule kamen, saß uns allen noch die gestrige Stadttour in den Knochen, aber es hieß keine falsche Müdigkeit vorzutäuschen. Zunächst erarbeitet wir Interviewfragen, die wir Politikern in allen Partnerländern innerhalb unserer Projektarbeit stellen möchten. Jede Projektgruppe wird versuchen Europaabgeordnete des eigenen Landes, aber auch Lokalpolitiker zu Themen zu befragen, die uns Jugendliche beschäftigen. Nach hitzigen Diskussionen entstanden verschiedene Plakate mit unseren wichtigsten Ergebnissen. Es war deutlich zu merken, dass die drängenden Fragen unserer Zeit alle Schülergruppen interessieren und sich die Interviewfragen vor allem mit aktuellen Themen wie der Sicherheit in Europa, dem Brexit und dem Umgang mit Flüchtlingen beschäftigen. Am Nachmittag besichtigten wir das Deutschlands älteste Schokoladenfabrik: das Halloren-Museum, welches Informationen zur Geschichte der Schokolade, einen Einblick hinter die Kulissen der Halloren-Fabrik und sogar ein Zimmer aus reiner Schokolade bereithielt. Unsere Gäste waren nicht nur vom Schokoladenmuseum beeindruckt, sondern genossen auch unseren Fackelumzug und die gemeinsame Führung auf der Burg Giebichenstein.“
(Anselm, 14 Jahre)

Döneressen und Weihnachtsmarkt

"Am Freitag begann unsere Projektarbeit um 9 Uhr in der Schule. Da dies unser letzter Tag gemeinsam mit den Lehrern war, haben wir alle zusammen die erfolgreiche Woche ausgewertet und Fragen bezüglich der Projektwoche beantwortet. Außerdem haben wir Fragen für das Interview mit den europäischen Politikern erarbeitet.  Um 12 Uhr bekamen alle Lehrer und Schüler ein Zertifikat für ihre Beteiligung am Erasmus+ Projekt. Um 12:30 Uhr haben wir das letzte Mal gemeinsam in der Schule Mittag gegessen, danach hatten wir Freizeit. In dieser Freizeit sind die meisten von uns gemeinsam mit ihren Austauschschülern in der Eissporthalle Eislaufen gewesen. Abends sind wir mit unseren Austauschschülern Döner essen gegangen und waren ein weiteres Mal auf dem Weihnachtsmarkt.“
(Josefine, 14 Jahre)

Abschied mit einer  Fahrt auf dem Riesenrad

"Unseren letzten gemeinsamen Tag mit den italienischen Gastschülern haben wir in Leipzig verbracht. Die irischen und polnischen Gäste mussten uns leider schon am Morgen verlassen. Auf Wunsch unserer Austauschschülerinnen fuhren wir nach dem Frühstück zusammen in die Leipziger Innenstadt, um noch das eine oder andere Souvenir aus Deutschland zu besorgen. Nach dem Mittagessen fuhren wir schließlich wieder nach Halle. Gemeinsam erkundeten wir unseren Weihnachtsmarkt. Das Highlight des Tages war jedoch das Riesenradfahren. Im Anschluss verbrachten wir unseren letzten gemeinsamen Abend in einem Restaurant zusammen mit unseren Eltern.“
(Nina und Josephine, beide 14 Jahre alt)

Wir bereiten das erste europäische Projekttreffen vor

"Wir waren sehr überrascht, wie unterschiedlich die Wahlmodalitäten in den einzelnen europäischen Ländern geregelt sind", so eine Schülerin aus Halle nach dem ersten Vorbereitungstreffen.

Derzeit nehmen vierzehn Schülerinnen und Schüler des Giebichenstein-Gymnasiums "Thomas Müntzer" in Halle/Saale an dem zweijährigen Erasmus+ Projekt "Youth vote for Europe" teil. Inhaltlich beschäftigt sich das Projekt mit der Europawahl 2019. Die Schüler untersuchen unter anderem die Einstellung europäischer Jugendlicher aus Polen, Irland, Italien und Deutschland zur EU. Sie werden auf vielfältige Weise politische Institutionen kennenlernen und mit Politikern ins Gespräch kommen.

Jährlich führt unsere Schule im November eine Projektwoche durch, wobei wir dieses Jahr unser erstes europäisches Projekttreffen, welches in der Zeit vom 26. bis 30. November 2018 stattfinden wird, vorbereitet haben. Am Morgen der ersten beiden Projekttage starteten wir mit Kennenlernspielen, die wir auch zum Projekttreffen mit unseren drei Partnerschulen durchführen werden. Zusätzlich begannen wir damit, unsere englischen Vorträge, mit denen wir unsere Gastschüler durch die Stadt Halle/Saale führen wollen, zu verbessern.

Ein Vertreter des halleschen Informationszentrums der EU "Go Europe" besuchte uns am Dienstag. Er forderte uns durch Fragen heraus, zum Beispiel wollte er wissen, wie wir ein Wahlrecht ab 16 fänden. Dann informierte er uns darüber, wie die Europawahl organisiert wird und wir waren sehr überrascht zu erfahren, wie unterschiedlich die Wahlmodalitäten in den einzelnen Ländern geregelt sind. Außerdem besuchte uns Lars Juister, ein Mitarbeiter des EU-Abgeordneten Arne Lietz. Er setzte sich mit unseren Fragen zur EU, dem Parlament und auch der Gesetzgebung auseinander, zum Beispiel warum die Form einer Gurke im europäischen Parlament diskutiert wurde oder was es mit dem Artikel 13 der Datenschutzgrundverordnung auf sich hat.

Nach dieser intensiven Vorbereitungswoche freuen wir uns auf das erste Projekttreffen und darauf, unsere Partner aus Dublin (Irland), Barga (Italien) und Elk (Polen) endlich persönlich kennenzulernen!

Über das Projekt

Wie kann man Jugendliche dafür begeistern, sich aktiv in die europäische Gemeinschaft einzubringen? Mit dieser Fragestellung setzt sich das Giebichenstein-Gymnasium "Thomas Müntzer" in Halle (Sachsen-Anhalt) intensiv auseinander. Seit mehr als 20 Jahren beteiligt sich die Schule im Rahmen des EU-Programms Erasmus+ (und dem Vorgängerprogramm COMENIUS) an europäischer Projektarbeit. Im September 2018 startete das neue Projekt "Youth votes for Europe", bei dem es um Demokratieerziehung im Kontext der anstehenden Europawahlen geht. Dieses Mal hat das Gymnasium Partnerschulen in Italien, Polen und Irland gefunden und im Rahmen der Leitaktion 2 einen erfolgreichen Erasmus+ Projektantrag gestellt. Dreh- und Angelpunkt des Konzepts ist die Europawahl vom 23. bis 26. Mai 2019, die in der Mitte der Projektlaufzeit liegt.

Koordinatorin Beate Zahn vom Giebichenstein-Gymnasium beschreibt das Vorhaben so: "Wir wollen, dass sich Jugendliche am demokratischen Leben in Europa beteiligen. Die Europawahl 2019 ermöglicht den Schülerinnen und Schülern, sich aktiv mit den politischen Ideen und den demokratischen Beteiligungsmöglichkeiten in Europa auseinanderzusetzen.“

Wie dieses Konzept von den Lehrkräften aller Partnerschulen in den kommenden zwei Jahren gemeinsam in die Tat umgesetzt wird, das können Sie jetzt auf der Website des PAD direkt mitverfolgen: Wir begleiten das Projekt, das in insgesamt vier Phasen gegliedert ist, im Rahmen eines kleinen Blogs.

Der geplante Ablauf

  • In der ersten Phase erfassen Schülerinnen und Schüler aller Partnerschulen, wie sich die europäische Politik auf ihren Alltag und ihr Umfeld auswirkt. Die Ergebnisse dieser Recherchen werden beim ersten Projekttreffen in Deutschland den Partnern aus den anderen Ländern vorgestellt. In Halle sollen außerdem gemeinsam Fragebögen und Interviewleitfäden erarbeitet werden. Damit sollen die Projektteams andere Jugendliche in Deutschland, Italien, Polen und Irland nach ihrer Meinung befragen: Was erwarteten sie sich von der Europapolitik?
  • In der zweiten Phase sollten Europaabgeordnete und Lokalpolitiker befragt werden. Die Schülerinnen und Schüler setzen sich mit Wahlprogrammen auseinander. Außerdem wollen sie die Ergebnisse der Befragungen auswerten und anschaulich zusammenfassen. Im März 2019 ist ein Projekttreffen in Dublin geplant. Hier präsentieren die Partnerschulen ihre Ergebnisse, vergleichen und diskutieren sie. Außerdem wird eine Juniorwahl zum Europaparlament an der jeweilgen Partnerschule vorbereitet.
  • In der dritten Phase erfolgen die Durchführung und Auswertung der Juniorwahl an den Partnerschulen und die Analyse der landesspezifischen Ergebnisse der Europawahl 2019. Mehr als 1000 Schülerinnen und Schüler der vier Partnerschulen sollen an der Durchführung der Juniorwahl teilnehmen. Im September 2019 gibt es dann ein Projekttreffen in Ełk (Polen), bei dem die  Ergebnisse der Juniorwahlen und der Wahlwerbungsanalysen präsentiert und diskutiert werden sollen.
  • In der vierten Phase führen die Partnerschulen einen "Internationalen Europatag" durch. Dabei zeigen sie Jugendlichen, wie sie sich aktiv in die Europapolitik einbringen können und laden Politikerinnen und Politiker zur Diskussion ein. Zum Abschluss möchten sich die Projektteilnehmer im Frühjahr 2020 in der Stadt Barga (Italien) treffen.

Lesen Sie auch unseren Beitrag zum Projekt "Youth vote for Europe"

nach oben Seite drucken