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Jahresthema 2016

Hintergrund

Im März 2015 verabschiedet der EU-Ministerrat für Bildung die "Pariser Erklärung"

Die Integration von Kindern und Jugendlichen mit Flüchtlings- und Migrationshintergrund in Schule und Gesellschaft stellt aktuell eine der wichtigsten Aufgaben der Schulpolitik dar. Dabei geht es nicht nur um die erfolgreiche Beschulung von Flüchtlingskindern. Es geht auch um ihre soziale und kulturelle Aufnahme in der Schule und um die Förderung von Toleranz, demokratischer Bildung und interkultureller Kompetenz im aufnehmenden schulischen Umfeld.

Mit dem Jahresthema und der PAD-Fachtagung geht der Pädagogische Austauschdienst der Frage nach, wie die schulischen Austauschprogramme, insbesondere das EU-Programm Erasmus+ und die PASCH-Initiative des Auswärtigen Amts, gezielt genutzt werden können, um das gemeinsame Lernen und die Integration der jungen Flüchtlinge zu unterstützen. Im Fokus stehen dabei innovative Methoden in Unterricht und Lehrerbildung und die Förderung von Toleranz und demokratischen Werten durch Partnerschaftsprojekte in Europa und weltweit.

1. Schulerfolg von Flüchtlingskindern unterstützen

Auf der Flucht vor Gewalt und Krieg, vor Armut und Verfolgung kamen 2015 mehr als 800.000 Menschen nach Deutschland. Angesichts der anhaltenden Zuwanderung stehen die Länder und Kommunen aktuell vor der großen Herausforderung, die Flüchtlingskinder zu versorgen und zu unterrichten. Schulen müssen die Aufnahme von Flüchtlingskindern bewältigen und die Schulgemeinschaft – Schülerinnen und Schüler, Kollegium und Eltern – dabei einbinden. Die Lehrkräfte stehen großen Anforderungen gegenüber. Ihre fachlichen und didaktischen Qualifikationen sind ein Schlüssel bei der Bewältigung der anstehenden Aufgaben. Dabei geht es insbesondere um ihre interkulturellen Kompetenzen und Bewusstsein für Diversität.

2. Klima der Toleranz schaffen

Das Engagement vieler Menschen in Deutschland für die Flüchtlinge ist groß. Dennoch ist die Akzeptanz der Flüchtlinge nicht überall gegeben, wie eine Reihe von rechtsextremen Ausschreitungen gezeigt hat. Schulen können dazu beitragen, ein Klima der Toleranz zu schaffen, zu demokratischen Werten zu erziehen und interkulturelle und interreligiöse Kompetenzen zu fördern und so Verantwortung übernehmen. Dabei werden auch an die Willkommenskultur von Schulen große Anforderungen gestellt.

3. Erklärung der EU-Bildungsminister von Paris

Diese Ziele kommen auch in der Pariser "Erklärung zur Förderung von Politischer Bildung und der gemeinsamen Werte von Freiheit, Toleranz und Nichtdiskriminierung" zum Ausdruck, die die EU-Bildungsminister im März 2015 als Reaktion auf den islamistischen Terroranschlag auf „Charlie Hebdo“ und die Anschläge in Kopenhagen  beschlossen haben. Demokratische Werte und Grundrechte sollen durch europäische Zusammenarbeit und Erfahrungsaustausch auf nationaler, regionaler und lokaler Ebene gestärkt werden. Einen wichtigen Beitrag dazu soll das EU-Programm Erasmus+ durch die Förderung von Schulpartnerschaften leisten, wie NRW-Schulministerin Sylvia Löhrmann in ihrer Funktion als EU-Bundesratsbeauftragte hervorhob.

Nach den erneuten terroristischen Anschlägen im November in Paris wurde der Opens external link in new windowProgrammleitfaden zu Erasmus+ für die Förderung von Partnerschaften um die Zielsetzung der sozialen Inklusion ergänzt. Europäische Partnerschaftsprojekte, die die sozialen, staatsbürgerlichen und interkulturellen Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler verbessern sowie kritisches Denken und Medienkompetenz fördern, sind für die Antragsrunde 2016 gefragt.

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