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Erasmus+ bis 2020

Leitaktion 1: Mobilitätsprojekte für Schulpersonal – Europäische Fortbildungen

Durchführung, Berichterstattung und IT-Tools für Erasmus+

Gefördert werden Fortbildungskurse in Europa sowie Job-Shadowings und Unterrichtstätigkeiten bei Partnereinrichtungen. 

Die Antragsfrist für 2020 beginnende Projekte ist verstrichen. Über Fördermöglichkeiten ab 2021 informieren wir in den kommenden Monaten auf unserer Website. Abonnieren Sie auch unseren Newsletter, um auf dem Laufenden zu bleiben.

Basisinformation zu Leitaktion 1

Was ist ein Erasmus+ Mobilitätsprojekt ?

Wenn Ihre Schulleitung an einer Konferenz zur Flüchtlingsproblematik an Schulen in Rom teilnehmen möchte, eine Schulsozialarbeiterin zum Thema Inklusion in Skandinavien an einer Partnerschule hospitieren soll oder eine Englischlehrkraft in einem Fortbildungskurs in Großbritannien ihre Fremdsprachen- und Methodenkenntnisse auffrischen und ausbauen soll, wäre das ein Ansatz für ein sogenanntes Mobilitätsprojekt der Leitaktion 1 zum Thema Integration und Motivation.

Der Begriff Mobilitätsprojekt steht für

  • die Entwicklung der Schule oder vorschulischen Einrichtung, wobei stets etwas in  Bewegung gerät
  • die einzelnen Fortbildungen, zu denen die Teilnehmer/-innen ins europäische Ausland reisen
  • ein Paket aus verschiedenartigen einzelnen Fortbildungsmaßnahmen, deren Effekte im Zusammenhang gebündelt wirksam werden
  • Planung und Durchführung von Aktivitäten mit Blick auf eine klare Zielsetzung
  • Management durch ein engagiertes Team

 

Welche Arten von Fortbildung werden gefördert?

Innerhalb eines Projektes können die folgenden Bausteine für mehrere Personen mit einer Dauer zwischen 2 und 60 Tagen kombiniert werden:

  • Job Shadowing / Hospitation bei einer anderen Schule bzw. vorschulischen Einrichtung oder an einer für die Schulbildung relevanten Einrichtung
  • Fortbildung von Lehrkräften oder pädagogischem Personal durch Teilnahme an einem strukturierten Kurs oder an einer europäischen Konferenz (keine Teilnahme an Messen)
  • Unterrichtstätigkeit: Entsenden einer Lehrkraft an eine Schule oder vorschulische Einrichtung, um dort zu unterrichten

Die Maßnahmen können in den folgenden Programmstaaten stattfinden (außer Deutschland): die 28 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union, die Staaten des Europäischen Wirtschaftsraums (Island, Norwegen, Liechtenstein), die Türkei, Nordmazedonien sowie Serbien.

Wie läuft ein Projekt an Ihrer Einrichtung ab?

  • In einem ersten Schritt sollte sich an der Schule / vorschulischen Einrichtung (im weiteren Text nur Schule genannt) eine Projektgruppe bilden aus mehreren Lehrkräften, die das Projekt gemeinsam planen. Die strategische Ausrichtung der Projekte erfordert ein klares Engagement auch auf Leitungsebene der antragstellenden Einrichtungen.
  • Die Schule ermittelt dann einen oder mehrere Themenbereiche, in denen sie sich durch eine Fortbildung ihrer Lehrkräfte und ihres pädagogischen Fachpersonals weiterentwickeln möchte. Idealerweise ergibt sich der Fortbildungsbedarf bereits aus den Zielsetzungen des Schulprogramms oder aus einer internen oder externen Evaluation. Es sollten nicht zu viele Themen parallel bearbeitet werden, damit Ihre Kapazitäten auch ausreichen, um die gesetzten Ziele zu erreichen. Wenn sehr viele Bereiche zur Optimierung identifiziert werden, raten wir eher zu Folgeanträgen.
  • Im nächsten Schritt werden für den Projektantrag Maßnahmen (Kurse, Hospitationen, Eigenes Unterrichten) und geeignete Partner / Partnerschulen identifiziert, die dem Bedarf entsprechen. Alle geförderten Maßnahmen müssen in einem Programmstaat, aber außerhalb Deutschlands stattfinden.
  • Nach Bewilligung der Fördergelder führen Sie die geplanten Maßnahmen im Zeitraum von 12 bis 24 Monaten durch. Bei Änderungen Ihrer Planungen beachten Sie unsere Hinweise.
  • Die Teilnahme an einer Fortbildung soll nicht nur der teilnehmenden Person nützen. Vielmehr sollen nach der Durchführung der einzelnen Mobiliäten die neuen Erkenntnisse innerhalb der Schule verbreitet werden, damit die Einrichtung als Ganzes davon profitiert und sich innerhalb der gesteckten Ziele nachhaltig weiterentwickeln kann.

Welche Fördergelder bietet das Programm?

Im Rahmen des Programms werden Zuschüsse als Pauschalen ausgezahlt für:

  • Fahrtkosten (Pauschale nach Entfernung)
  • Aufenthaltskosten (Pauschale nach Tagen und Zielland)
  • Kursgebühren
  • Organisatorische Unterstützung (350 Euro pro Maßnahme)

Die genauen Zuschusshöhen für das Antragsjahr 2020 entnehmen Sie bitte dieser Übersicht.

Die Kursgebühr wird mit maximal 700 Euro pro Person (= 10 Kurstage) über die gesamte Laufzeit des Mobilitätsprojektes gefördert.

Weitere mögliche Zuschüsse:

  • Zuschuss für Teilnehmerinnen und Teilnehmern mit einer körperlichen Behinderung (zum Beispiel für eine Begleitperson); wird auf der Basis von realen Kosten ausgezahlt
  • Zuschuss für außergewöhnliche Kosten in Form von hohen Reisekosten oder Kosten für eine Bankbürgschaft (80 bzw. 75 % der realen Kosten)

Es handelt sich bei der Förderung um einen Zuschuss. Dieser ist aber so bemessen, dass er in der Regel die entstehenden Kosten deckt.

Der gesamte Zuschuss eines Mobilitätsprojekts wird an die Einrichtung gezahlt. Diese trifft mit den "mobilen" Lehrkräften dann Vereinbarungen zur Finanzierung der jeweiligen Maßnahmen.

Welche Aufgaben gehören zur Verwaltung des geförderten Projektes?

Die Beantragung und Durchführung eines Mobilitätsprojekts umfasst folgende administrative Aufgaben:

  • Antragstellung über ein Onlineformular
  • Bei erfolgreicher Antragstellung: Prüfung, Unterzeichnung und Rücksendung der Vertragsunterlagen. In der Folge erhalten Sie eine erste Rate, die in der Regel 80 % des Gesamtzuschusses beträgt.
  • Auswahl der Personen innerhalb der Einrichtung, die an einer Maßnahme teilnehmen
  • Abschluss von Vereinbarungen zwischen Ihrer Einrichtung und diesen Personen über die jeweiligen Aufgaben und die Auszahlung des Zuschusses
  •  Auf Grundlage des Projektabschlussberichts erhalten Sie die Abschlussrate von maximal 20 % des Gesamtzuschusses (bei einer ersten Rate von 80 %).

Leitaktion 1 in der Praxis

»Von und mit Europa lernen« – Grundschulen profitieren von europäischer Lehrerfortbildung mit Erasmus+. Sehen Sie die Videoreportage

Success Stories

Lassen Sie sich von erfolgreichen Fortbildungsprojekten (Leitaktion 1) inspirieren. Der PAD hat eine Auswahl dokumentiert.

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