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Erasmus+ ab 2021

Erasmus-Akkreditierung

Die Akkreditierung für den Schulbereich erleichtert den Zugang zu europäischem Austausch.

Sie ist für Schulen und Kitas die erste Wahl, wenn es um die Entscheidung für einen Förderweg geht. Einmal akkreditiert, können sie bis 2027 regelmäßig sogenannte „Mobilitäten“ finanzieren – also beispielsweise Schüleraustausch, Fortbildungen im Ausland oder Begegnungen mit Partnerschulen durchführen. Hat eine Einrichtung die Akkreditierung erlangt, die wie eine Mitgliedschaft bei Erasmus+ zu sehen ist, kann sie im weiteren Verlauf des Programms jährlich in einem vereinfachten Verfahren Mittel für europäische Begegnungen beantragen.

Die nächste Frist zur Beantragung einer Akkreditierung endet am 19. Oktober 2021, 12:00 Uhr mittags (Brüsseler Zeit).

Informationen zur Akkreditierung für Erasmus+ Schulbildung

Um was es geht

Erasmus+ Schulbildung ab 2021 setzt das erfolgreiche Erasmus+ Programm fort. Neu ist die Einführung der Akkreditierung auch im Schulbereich, mit der der Zugang zum Programm erleichtert wird und die Einrichtungen mehr Planungssicherheit erhalten. Im Zentrum der Akkreditierung steht ein Erasmus-Plan, in dem die interessierten Einrichtungen ihre Entwicklungsziele in Bezug auf die Ziele des Erasmus+ Programms formulieren. Ein weiterer wichtiger Teil ist die Selbstverpflichtung der Einrichtungen, die Qualitätsstandards des Erasmus+ Programms [769 KB, pdf] einzuhalten.  Erasmus+ schafft mit der Akkreditierung eine langfristige Perspektive für Einrichtungen, unterstützt die institutionelle Entwicklung und ist flexibel handhabbar.

Was ist ein Erasmus-Plan?

Für eine Akkreditierung Ihrer Einrichtung müssen Sie im Antragsformular den sogenannten Erasmus-Plan darlegen. Dieser besteht aus vier Teilen:

1.    Ihren Arbeitsschwerpunkten und Zielen
2.    Ihren geplanten Aktivitäten
3.    Selbstverpflichtung zur Einhaltung der Erasmus Qualitätsstandards
4.    Ihrem Management

Das Kapitel Management umfasst unter anderem die Frage, was die Einrichtung tun wird, um ihren Beitrag zur Umsetzung der grundlegenden Erasmus-Prinzipien (Inklusion, ökologische Nachhaltigkeit, digitale Bildung, aktive Teilnahme im Netzwerk der Erasmus-Einrichtungen) zu leisten.
Planen Sie kohärent und für Ihre Organisation und Ihre Erfahrung angemessen.

  • Definieren Sie konkrete Ziele.
  • Beziehen Sie sich auf die Bedürfnisse und Herausforderungen Ihrer Organisation.
  • Arbeiten Sie mit mehreren Kolleg(-inn)en verschiedener Ebenen an Ihrem Erasmus-Plan.
  • Planen Sie Schritt für Schritt.

Wer kann sich akkreditieren lassen?

Einrichtungen im Bereich Schulbildung können sich durch den PAD beraten lassen und den Antrag auf Akkreditierung im Schulbereich stellen.

Berufliche Schulen (sämtliche Bildungsgänge) können sich ausschließlich für den Bereich „Berufsbildung“ akkreditieren lassen und stellen ihren Antrag über die Nationale Agentur beim BIBB. Die Zuordnung folgt dem „Definitionenkatalog für Schulstatistik“ der KMK (Übersicht Anlage 1).

Wer kann einen Antrag auf Akkreditierung für Erasmus+ Schulbildung stellen?

Es dürfen nur Institutionen einen Antrag stellen, natürliche Personen sind nicht zugelassen. Institutionen müssen mindestens eine zweijährige Erfahrung im Bereich Schulbildung nachweisen, Erasmus-Erfahrung ist keine Voraussetzung.

Antragsberechtigt als Einzeleinrichtungen sind

  • Vorschulische Einrichtungen, öffentliche allgemeinbildende Schulen, staatlich anerkannte, staatlich genehmigte bzw. staatlich geförderte allgemeinbildende Schulen und deren Träger
  • Alle Behörden der Schulaufsicht in Hinblick auf öffentliche, staatlich anerkannte, staatlich genehmigte bzw. staatlich geförderte allgemeinbildende Schulen
  • Die für die Lehreraus- und -fortbildung – in den jeweiligen Landesbezeichnungen – zuständigen Studienseminare und Landesinstitute in Hinblick auf allgemeinbildende Schulen
  • Weitere Einrichtungen mit einer Funktion im Bereich schulische oder vorschulische Bildung

Antragsberechtigt als Koordinator eines Konsortiums sind

  • Vorschulische Einrichtungen, öffentliche allgemeinbildende Schulen, staatlich anerkannte, staatlich genehmigte bzw. staatlich geförderte allgemeinbildende Schulen. Sofern eine vorschulische Einrichtung oder allgemeinbildende Schule für mehrere entsprechende Einrichtungen eine Akkreditierung als Konsortialführer beantragt, müssen alle Einrichtungen des Konsortiums aus demselben Bundesland stammen.
  • Alle Träger von im vorherigen Punkt genannten Einrichtungen, auch länderübergreifend.
  • Alle Behörden der Schulaufsicht für ihren Zuständigkeitsbereich in Hinblick auf öffentliche, staatlich anerkannte, staatlich genehmigte bzw. staatlich geförderte allgemeinbildende Schulen sowie die von den Ländern namentlich benannten nachgeordneten Einrichtungen [pdf, 26 KB].
  • Die für die Lehreraus- und -fortbildung – in den jeweiligen Landesbezeichnungen – zuständigen Studienseminare und Landesinstitute für ihren Zuständigkeitsbereich in Hinblick auf allgemeinbildende Schulen. 

Antragsberechtigt sind die bilateralen Jugendwerke – ausschließlich in Hinblick auf schulische Austauschmaßnahmen und länderübergreifend –, sofern sie Mobilitäten von Schülerinnen und Schülern sowie Lehrkräften im Rahmen bilateraler Abkommen mit den Europäischen Mitgliedstaaten und weiteren am Programm Erasmus+ im Schulbereich teilnehmenden Staaten durchführen.

Um was geht es bei der Akkreditierung von Mobilitätskonsortien?

Wann ist ein Mobilitätskonsortium sinnvoll?

  • Unterstützung von Erasmus-Newcomern und Institutionen mit geringeren Kapazitäten
  • Kooperation und Austausch von Institutionen mit ähnlichen Bedürfnissen und Herausforderungen
  • Start oder Unterstützung einer lokalen/regionalen Bildungsinitiative
  • Bereitstellen von Fachexpertise für die Konsortiumsmitglieder

Was ist bei Mobilitätskonsortien zu beachten?

  • Sie verbinden mehrere Institutionen der Schulbildung (aus einem Programmstaat).
  • Die Leitung des Konsortiums lässt sich akkreditieren.
  • Die Zusammensetzung der Partner kann sich in der Laufzeit des Programms ändern.

 

Eine Zusammenstellung von Fragen und Antworten zur Akkreditierung als Koordinator eines Konsortiums finden Sie hier:

FAQ Akkreditierung Konsortium [pdf, 217 KB]

Was wird gefördert?

Aktivitäten für Lehrkräfte und pädagogisches Personal:

  • Strukturierte Fortbildungskurse
  • Jobs-Shadowing / Hospitation an einer Partnereinrichtung
  • Eigenes Unterrichten an einer Partnereinrichtung

Aktivitäten für Schülerinnen und Schüler:

  • Austausch von Schülergruppen
  • Kurz- und Langzeitaustausch einzelner Schülerinnen oder Schüler (auch Schülerpraktika)

Weitere mögliche Aktivitäten:

  • Einladung von Expertinnen und Experten
  • Vorbereitende Besuche
  • Aufnahme von angehenden Lehrkräften

Wo können Aktivitäten stattfinden?

Die Auslandsaufenthalte können in den 27 EU-Mitgliedstaaten sowie Island, Liechtenstein, Norwegen, Nordmazedonien, Serbien und der Türkei stattfinden. Aufenthalte in Deutschland können für Einrichtungen aus Deutschland nicht gefördert werden.

Wie wird eine Akkreditierung beantragt?

Die Antragsfrist für die Akkreditierung endet am 19. Oktober 2021, 12:00 Uhr mittags (Brüsseler Zeit).

Der Antrag wird online über die Antragsplattform der EU-Kommission eingereicht. Hier gelangen Sie zum Antragsformular (Aktionskennung KA120-SCH). Für den Zugang zum Formular benötigen Sie ein EU Login-Benutzerkonto.

Die Angaben im Formular werden automatisch alle zwei Sekunden gespeichert. Um sich vor evtl. Datenverlust aufgrund von technischen Problemen zu schützen, empfehlen wir, längere Textpassagen zunächst in einem separaten Dokument lokal zu speichern. Zu diesem Zweck finden Sie untenstehend neben Ansichtsexemplaren als PDF-Datei auch die Formulare im Wordformat. Bitte beachten Sie, dass die Einreichung jedoch zwingend über das Onlineformular auf der o. a. Website erfolgen muss.

Wie ist der Zeitplan für die Akkreditierung?

  • 19. Oktober 2021: Ende der nächsten Einreichungsfrist für den Antrag auf Akkreditierung
  • Anfang 2022: Bekanntgabe der Entscheidung
  • Genehmigung
  • Bei Nicht-Genehmigung: Beantragung der Akkreditierung im nächsten Aufruf; bis dahin: Antrag für ein Kurzzeitprojekt möglich
  • voraussichtlich Februar 2022: Termin für die nächste Mittelanforderung
  • Durchführung der Aktivitäten ab Beginn des jeweiligen Förderzeitraumes (Mittelanforderung 2021: ab 1. September 2021; Mittelanforderung 2022: voraussichtlich ab 1. Juni 2022)
  • Laufend: Begleitendes Monitoring durch die Nationale Agentur beim PAD
  • Bei Bedarf: Update des Erasmus-Plans möglich

Ihre Akkreditierung ist flexibel und passt sich den Bedürfnissen Ihrer Institution an.

Aufgezeichnete Online-Seminare

In unseren Aufzeichnungen erhalten Sie allgemeine Informationen zur Akkreditierung sowie zum Antragsformular für die Akkreditierung. Sie können die Präsentationen hier abrufen:

Einführung

Das Antragsformular

Mittelanforderung für akkreditierte Einrichtungen

Bereits akkreditierte Einrichtungen können einen Antrag auf Mittelanforderung einreichen. Der nächste Termin zur Einreichung der Mittelanforderung wird voraussichtlich im Februar/März 2022 sein - für Projekte, die voraussichtlich ab Juni 2022 starten. Wenn Sie sich bereits jetzt einen Überblick über den Antrag verschaffen möchten, finden Sie hier das Antragsformular zur Ansicht [PDF, 1 MB]. Bitte beachten Sie, dass der Antrag der nächsten Mittelanforderung von dieser Version abweichen kann.

Ausführliche Informationen zu den Förderbedingungen erhalten Sie in unserem Kurzleitfaden [pdf, 386 KB] (S. 11 ff.).

Hier finden Sie eine Übersicht über die Zuschüsse [pdf, 194 KB]. Bitte beachten Sie, dass die in dieser Übersicht aufgeführten Zuschüsse Ihnen lediglich dazu dienen, eine Schätzung der Fördersumme vorzunehmen. Der tatsächlich bewilligte Zuschussbetrag kann davon abweichen. Bei akkreditierten Projekten wird ein Verfahren zur Mittelzuweisung durchgeführt, das mehrere Faktoren (verfügbares Gesamtbudget, beantragte Aktivitäten, Grundbetrag der Finanzhilfe und weitere Kriterien) berücksichtigt. Die Details dieses Verfahrens finden Sie hier: Mittelzuweisung für akkreditierte Projekte [pdf, 215 KB].

Hilfe und Beratung

Ihre Ansprechpartner/-innen in der Nationalen Agentur im PAD beraten Sie in allen Fragen der Akkreditierung.

Liste nach Bundesländern [pdf, 390 KB]

 

Das School Education Gateway unterstützt Sie bei der Suche nach Kursangeboten, Partnereinrichtungen oder Praxiserfahrungen.

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