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Erasmus+

Grundlagen des EU-Programms Erasmus+

Das Bildungsprogramm Erasmus+ der EU (2014 - 2020) integriert eine Vielzahl früherer Programme und ist mit einem Budget in Höhe von 14,8 Mrd. Euro ausgestattet. Mehr als vier Millionen Menschen sollen bis 2020 von den EU-Mitteln profitieren. Das Programm soll Kompetenzen und Beschäftigungsfähigkeit verbessern und die Modernisierung der Systeme der allgemeinen und beruflichen Bildung und der Kinder- und Jugendhilfe voranbringen.

Die Nationale Agentur im PAD setzt in Deutschland das Programm im Schulbereich um. Unter Erasmus+ Schulbildung können Einrichtungen beim PAD Projekte in zwei Leitaktionen des Programms beantragen:

  • Leitaktion 1 "Mobilitätsprojekte für Schulpersonal": Projekte, in denen durch Fortbildungsmaßnahmen für Schulpersonal (individuelle Lehr- und Lernaufenthalte von Lehrkräften und pädagogischen Fachkräften) in anderen Programmstaaten die Schulentwicklung gefördert wird (z. B. in den Bereichen Unterrichts- oder Steuerungsqualität oder Internationalisierung). Ein solches Mobilitätsprojekt umfasst die Planung, Vorbereitung, Durchführung und Verbreitung des Lernzuwachses mehrerer Fortbildungsmaßnahmen in der geförderten Einrichtung.
  • Leitaktion 2 - Erasmus+ Schulpartnerschaften: in der Regel ein- bis zweijährige Schulpartnerschaften zwischen zwei bis sechs Schulen
  • Leitaktion 2 - Konsortialpartnerschaften: ein- bis dreijährige Strategische Partnerschaften in unterschiedlichen Projekttypen: Partnerschaften zum Austausch bewährter Verfahren und Partnerschaften zur Unterstützung von Innovationen.

Die in der Leitaktion 3 geförderte Unterstützung von Reformagenden und politischen Dialogen wird durch besondere Ausschreibungen über die Website der Education, Audiovisual and Culture Executive Agency (EACEA) bekannt gemacht.

Grundlagen von Erasmus+ Schulbildung

Welche Ziele verfolgt Erasmus+ im Schulbereich?

Erasmus+ unterstützt die Ziele der EU-Strategie "Europa 2020" für Wachstum, Arbeitsplätze, soziale Gerechtigkeit und Integration. Die wichtigsten Ziele für den Schulbereich sind:

  • die Quote der Schulabbrecher in der EU bis 2020 auf unter 10 Prozent zu senken;
  • die für Arbeitsmarkt und Gesellschaft benötigten Schlüsselkompetenzen zu verbessern;
  • die beruflichen Kompetenzen von Lehrkräften und Schulleitungen zu stärken;
  • die Teilnahme an und die Qualität der frühkindlichen Betreuung, Bildung und Erziehung zu verbessern. 

Weitere Informationen zu den Themen, Vorhaben und Zielen der EU-Bildungskooperationdes mit dem strategischen Rahmens für die europäische Zusammenarbeit auf dem Gebiet der allgemeinen und beruflichen Bildung stellen wir auf unserer Seite Informationen zur EU-Bildungskooperation zur Verfügung.

Für jedes Programmjahr legt die EU-Kommission Prioritäten fest (siehe  Programmleitfaden S. 108 bis 110), die die Förderschwerpunkte des Programms beschreiben. Bei der Antragstellung muss mindestens eine Priorität ausgewählt werden. 

Welche Fördermöglichkeiten gibt es für den Schulbereich?

Erasmus+ ist in drei Leitaktionen gegliedert:

  • Leitaktion 1 fördert Lernaufenthalte in anderen Programmstaaten. Im Schulbereich können Einrichtungen in dieser Aktion Mobilitätsprojekte mit individuellen Lehr- und Lernaufenthalten für Lehrkräfte und pädagogisches Fachpersonal beantragen.

  • Leitaktion 2 fördert Strategische Partnerschaften zur Förderung von Innovation und zum Austausch guter Praxis. In dieser Aktion werden  Schulpartnerschaften gefördert, in deren Rahmen u.a. Kurz- und Langzeitmobilitäten für Schüler/-innen und Lehrkräfte durchgeführt werden können. Außerdem werden Konsortialpartnerschaften gefördert, in denen verschiedene Einrichtungen aus dem Bereich Schulbildung zusammenarbeiten, um nachhaltige Verbesserungen zu erzielen. In der Antragsrunde 2019 sind 80%  (= ca. 30,8 Mio. €) des zur Verfügung stehenden Budgets für Schulpartnerschaften vorgesehen, 20% (= ca. 7,7 Mio €) für Konsortialpartnerschaften.

  • Leitaktion 3 dient der Unterstützung politischer Reformen. Hier fördert die EU größere Projekte zur Unterstützung von innovativen Reformagenden, politischen Dialogen und Wissenstransfer. Ausschreibungen erfolgen – auch für den Schulbereich – zentral über die Agentur für Bildung, Audiovisuelles und Kultur (EACEA)

eTwinning bietet Schulen und vorschulischen Einrichtungen in Europa einen sicheren Raum für internetgestützte Kooperationsprojekte – unabhängig von einer Projektförderung durch Leitaktion 1 und 2. Schulen können das Netzwerk nutzen, um strategische Projekte anzubahnen, Projektpartner zu finden und nach geeigneten Fortbildungsmaßnahmen für Lehrkräfte zu suchen.

Das School Education Gateway unterstützt Aktivitäten der Lehrkräfte, Schulen und weiterer Akteure der Schulbildung im Rahmen von Erasmus+.

Wie unterstützt Sie die Nationale Agentur?

Die Nationale Agentur im PAD bietet verschiedene Wege der Beratung und Projektbegleitung an:

  • Internetangebot mit umfassenden Informationen, audiovisuellen Tutorials und allen Dokumenten, die für eine Antragstellung erforderlich sind.

  • Telefonische Beratung: Für Leitaktion 1 und 2 stehen für alle Bundesländer Beraterinnen und Berater zur Verfügung. Die Erstberatung erfolgt zudem über die Hotline. Weiterhin bietet die Nationale Agentur individuelle Antragsberatung für Projektvorhaben zur Leitaktion 2 auf Grundlage von Projektskizzen an. Nach Bewilligung eines Projekts stehen den Projektkoordinierenden feste Ansprechpartner/-innen beim PAD zur Seite.

  • Begleitende Veranstaltungen: Zur organisatorischen und inhaltlichen Projektbegleitung führt die Nationale Agentur Veranstaltungen durch. Hierzu zählen allgemeine Informationsveranstaltungen, Kick-off-Meetings für die Projektkoordinierenden, themenbezogene Workshops, Kontaktseminare und Fachtagungen.

  • Moderatorennetzwerk: Das Netzwerk von rund 100 Moderatorinnen und Moderatoren für Erasmus+ im Schulbereich und eTwinning bietet zahlreiche Vor-Ort-Veranstaltungen und Online-Veranstaltungen an.

Was müssen Sie vor Antragstellung beachten?

Jedes Jahr gibt es in der Regel einen Antragstermin. Für jede Antragsrunde veröffentlicht die EU-Kommission einen Programmleitfaden und Antragsformulare. Nähere Einzelheiten für antragstellende Einrichtungen, die in Deutschland im Schulbereich eine Erasmus+-Förderung beantragen, stellt die Nationale Agentur im PAD hier auf dieser Website zur Verfügung.

Anspruchsvolle Ziele erfordern Engagement aller Beteiligten

Das Programm Erasmus+ hat anspruchsvolle Ziele und besitzt ein großes Potential für die Schulentwicklung. Antragstellende Einrichtungen können in Projekten ihre Lehrkräfte auf die heutigen Anforderungen durch Globalisierung, Migration und Vielfalt vorbereiten und in strategischen Projekten wichtige Aufgaben wie die Vermeidung von Schulversagen oder das inklusive Lernen voranbringen. Die strategische Ausrichtung der Projekte im Programm Erasmus+ erfordert daher ein klares Engagement auch auf Leitungsebene der antragstellenden Einrichtungen.

Projektmanagement und elektronische Hilfsmittel

Bei einer geplanten Beteiligung an Erasmus+ sollten vor Antragstellung Fragen der Projektdurchführung innerhalb der Einrichtung geklärt werden. Sowohl das inhaltliche als auch das organisatorische Projektmanagement erfordern Zeit und damit auch personelle Ressourcen. Es empfiehlt sich, die Gesamtleitung des Projekts in die Hand eines Koordinators oder einer Koordinatorin zu geben und Aufgaben im Rahmen des Projekts auf ein Projektteam zu verteilen. Dabei ist zu beachten, dass die Projektverwaltung den Umgang mit elektronischen Werkzeugen (Tools) erfordert. Dies umfasst die Registrierung auf dem zentralen Teilnehmerportal, die Online-Antragstellung und die Berichterstattung über das Mobility-Tool+, in dem Details zum Projektverlauf einzutragen sind.

Welche Staaten beteiligen sich an Erasmus+?

Teilnahmeberechtigt am EU-Programm Erasmus+ sind

  • die 28 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union
  • sowie die Staaten Island, Liechtenstein, Norwegen, Serbien, die Türkei und die ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien.

In bestimmten Aktionen gibt es Teilnahmemöglichkeiten für weitere Staaten (Partnerstaaten), die Sie dem Programmleitfaden der EU-Kommission entnehmen können.

Alle am Programm Erasmus+ teilnehmenden Staaten haben Nationale Agenturen, die das Programm umsetzen. Die EU-Kommission bietet eine Übersicht mit Kontaktinformationen aller Nationalen Agenturen auf ihrer Website.

Welche Organisationen sind antragsberechtigt?

Geförderte Projekte

Welche Erasmus+-Projekte wurden seit 2014 im Schulbereich gefördert?

Erasmus+ Programmleitfaden in der aktuellen Online-Version

oder als PDF-Dokument [3,3 MB]

Alle Nationalen Agenturen in Deutschland auf einen Blick

EU-Kommission

Das EU-Programm für allgemeine und berufliche Bildung, Jugend und Sport im Überblick.

Website der EU-Kommission

Nationale Agenturen

Nationale Agenturen in allen Programmstaaten setzen das EU-Programm Erasmus+ um.

Alle Nationalen Agenturen

Alle Dokumente und Informationen zum zukünftigen Bildungsprogramm der EU

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