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Erasmus+

Leitaktion 1: Mobilitätsprojekte für Schulpersonal – Europäische Fortbildungen

Die Leitaktion 1 bietet Schulen und vorschulischen Einrichtungen ein strategisches Instrument für die Weiterentwicklung und Internationalisierung der eigenen Einrichtung. Sie fordert Schulen und vorschulische Einrichtungen auf, Themenfelder zu identifizieren, in denen sie sich weiterentwickeln möchten, und unterstützt diesen Prozess durch die finanzielle Förderung von internationalen Fortbildungsaktivitäten wie der Teilnahme an europäischen Fortbildungskursen, Hospitationen bei europäischen Partnerschulen bzw. eigenes Unterrichten an diesen Schulen.

 Ziele der Leitaktion 1 :

  • Verbesserung der Unterrichtsqualität durch Unterstützung der beruflichen Entwicklung von Lehrkräften und Fachpersonal;
  • Entwicklung der Schule oder vorschulischen Einrichtung durch Verbesserung der Grundkompetenzen, Querschnittskompetenzen und Einstellungen von Lehrkräften, zum Beispiel Mehrsprachigkeit und interkulturelle Kenntnisse, digitale Kompetenzen und Unternehmergeist.

Basisinformation zu Leitaktion 1

Was ist ein Mobilitätsprojekt im Programm Erasmus+?

Wenn Ihre Schulleitung an einer Konferenz zur Flüchtlingsproblematik an Schulen in Rom teilnehmen möchte, eine Schulsozialarbeiterin zum Thema Inklusion in Skandinavien an einer Partnerschule hospitieren soll oder eine Englischlehrkraft in einem Fortbildungskurs in Großbritannien ihre Fremdsprachen- und Methodenkenntnisse auffrischen und ausbauen soll, wäre das ein Ansatz für ein sogenanntes Mobilitätsprojekt der Leitaktion 1 zum Thema Integration und Motivation.

Der Begriff Mobilitätsprojekt steht für

  • die Entwicklung der Schule oder vorschulischen Einrichtung, wobei stets etwas in  Bewegung gerät
  • die einzelnen Fortbildungen, zu denen die Teilnehmer/-innen ins europäische Ausland reisen
  • ein Paket aus verschiedenartigen einzelnen Fortbildungsmaßnahmen, deren Effekte im Zusammenhang gebündelt wirksam werden
  • Planung und Durchführung von Aktivitäten mit Blick auf eine klare Zielsetzung
  • Management durch ein engagiertes Team

 

Welche Arten von Fortbildung werden gefördert?

Innerhalb eines Projektes können die folgenden einzelnen Bausteine für mehrere Personen mit einer Dauer zwischen 2 und 60 Tagen kombiniert werden:

  • Job Shadowing oder Hospitation bei einer anderen Schule bzw. vorschulischen Einrichtung oder an einer für die Schulbildung relevanten Einrichtung in einem Programmstaat
  • Fortbildung von Lehrkräften oder pädagogischem Personal in einem Programmstaat durch Teilnahme an einem strukturierten Kurs oder an einer europäischen Konferenz (keine Teilnahme an Messen)
  • Unterrichtstätigkeit: Entsenden einer Lehrkraft an eine Schule oder vorschulische Einrichtung in einem Programmstaat, um dort zu unterrichten

Die Maßnahmen können in den folgenden Staaten stattfinden (außer Deutschland): die 28 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union, die Staaten des Europäischen Wirtschaftsraums (Island, Norwegen, Liechtenstein), die Türkei sowie die Ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien.

Wie läuft ein Mobilitätsprojekt an Ihrer Einrichtung ab?

  • In einem ersten Schritt sollte sich an der Schule / vorschulischen Einrichtung (im weiteren Text nur Schule genannt) eine Projektgruppe bilden aus mehreren Lehrkräften, die das Projekt gemeinsam planen. Die strategische Ausrichtung der Projekte erfordert ein klares Engagement auch auf Leitungsebene der antragstellenden Einrichtungen.
  • Die Schule ermittelt dann einen oder mehrere Themenbereiche, in denen sie sich durch eine Fortbildung ihrer Lehrkräfte und ihres pädagogischen Fachpersonals weiterentwickeln möchte. Idealerweise ergibt sich der Fortbildungsbedarf bereits aus den Zielsetzungen des Schulprogramms oder aus einer internen oder externen Evaluation. Es sollten nicht zu viele Themen parallel bearbeitet werden, damit Ihre Kapazitäten auch ausreichen, um die gesetzten Ziele zu erreichen. Wenn sehr viele Bereiche zur Optimierung identifiziert werden, raten wir eher zu Folgeanträgen.
  • Im nächsten Schritt werden für den Projektantrag Maßnahmen (Kurse, Hospitationen, Eigenes Unterrichten) und geeignete Partner / Partnerschulen identifiziert, die dem Bedarf entsprechen. Alle geförderten Maßnahmen müssen in einem Programmstaat, aber außerhalb Deutschlands stattfinden.
  • Nach Bewilligung der Fördergelder führen Sie die geplanten Maßnahmen im Zeitraum von 12 bis 24 Monaten durch.
  • Die Teilnahme an einer Fortbildung soll nicht nur der teilnehmenden Person nützen. Vielmehr sollen nach der Durchführung der einzelnen Mobiliäten die neuen Erkenntnisse innerhalb der Schule verbreitet werden, damit die Einrichtung als Ganzes davon profitiert und sich innerhalb der gesteckten Ziele nachhaltig weiterentwickeln kann.

Welche Fördergelder bietet das Programm?

Im Rahmen des Programms werden Zuschüsse als Pauschalen ausgezahlt für:

  • Fahrtkosten (Pauschale nach Entfernung)
  • Aufenthaltskosten (Pauschale nach Tagen und Zielland)
  • Kursgebühren
  • Organisatorische Unterstützung (350 Euro pro Maßnahme)

Ein ggf. darüber hinausgehender erforderlicher Zuschuss bei Teilnehmerinnen und Teilnehmern mit einer körperlichen Beeinträchtigung (zum Beispiel für eine Begleitperson) wird auf der Basis von realen Kosten bezuschusst.

Es handelt sich bei der Förderung um einen Zuschuss. Dieser ist aber so bemessen, dass er in der Regel die entstehenden Kosten deckt.

Der gesamte Zuschuss eines Mobilitätsprojekts wird an die Einrichtung gezahlt. Diese trifft mit den "mobilen" Lehrkräften dann Vereinbarungen zur Finanzierung der jeweiligen Maßnahmen.

Neu ab 2017: Die Kursgebühr wird nur noch mit maximal 700 Euro pro Person über die gesamte Laufzeit des Mobilitätsprojektes gefördert (nicht mehr wie bisher mit max. 700 Euro pro Person pro Kurs).

Wer kann einen Antrag zu Leitaktion 1 stellen?

Vorschulische Einrichtungen, öffentliche Schulen, staatlich anerkannte, staatlich genehmigte bzw. staatlich geförderte Schulen

  • Wichtig: Ein Antrag kann von einer Einrichtung nur für eigenes Personal und pädagogisches   Fachpersonal gestellt werden. Die Leitung der Einrichtung muss den Antrag unterzeichnen. In diesem Fall ist der Antragsteller zugleich die entsendende Einrichtung.


Konsortien

  • In einem Antrag eines Konsortiums werden Maßnahmen von verschiedenen Einrichtungen gebündelt. Ein Konsortium besteht aus einem Koordinator (= Antragsteller) und mindestens zwei antragsberechtigten Einrichtungen. Ein Konsortium dürfen koordinieren:

 Das Antragsformular sowie weitere wichtige Informationen finden Sie im Bereich Antragstellung.

Welche Aufgaben gehören zur Verwaltung des geförderten Projektes?

Die Beantragung und Durchführung eines Mobilitätsprojekts umfasst folgende administrative Aufgaben:

  • Bei erstmaliger Antragstellung: Registrierung der Einrichtung im Teilnehmerportal der Europäischen Kommission (URF)
  • Bei erfolgreicher Antragstellung: Prüfung, Unterzeichnung und Rücksendung der Vertragsunterlagen. In der Folge erhalten Sie eine erste Rate, die in der Regel 80 % des Gesamtzuschusses beträgt.
  • Auswahl der Personen innerhalb der Einrichtung, die an einer Maßnahme teilnehmen
  • Abschluss von Vereinbarungen zwischen Ihrer Einrichtung und diesen Personen über die jeweiligen Aufgaben und die Auszahlung des Zuschusses
  •  Auf Grundlage des Projektabschlussberichts erhalten Sie die Abschlussrate von maximal 20 % des Gesamtzuschusses (bei einer ersten Rate von 80 %).

Job Shadowing

Schule entwickeln in Europa: Die Mörikeschule Backnang realisierte ein europäisches Mobilitätsprojekt mit Job Shadowing in Malmö.

Praxisbroschüre im Webshop

Praxis Inklusion

Kinderbild gemalt

Inklusion – wie gelingt es anderswo? Die Fichtenberg-Oberschule Berlin bildet ihr Team in sechs Ländern Europas fort.

Projekt des Monats Januar 2016

Für Schulleitungen

Ausschnitt Publikum

Ab August 2017 bietet der PAD regionale Tagungen mit Kompaktinformationen zu Erasmus+ Mobilitätsprojekten an. Veranstaltungen

Informieren Sie sich hier über Kurse zur Lehrerfortbildung und Möglichkeiten für Lernmobilitäten in Europa.

Geförderte Projekte

Grafik Ordner

Welche Erasmus+-Projekte wurden seit 2014 im Schulbereich gefördert?

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