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Deutscher eTwinning-Preis 2019

Die Auszeichnung steht für europäisches Engagement, intensive Zusammenarbeit der Schülerinnen und Schüler mit Partnerschulen sowie für kreativen Einsatz digitaler Medien. Zehn Schulen aus Berlin, Bayern, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Thüringen wurden prämiert und können sich über Gutscheine im Gesamtwert von 16.500 Euro freuen. Herzlichen Glückwunsch an alle Schülerinnen, Schüler und ihre Lehrkräfte!

Online-Preisverleihung

Online-Formate sind bei eTwinning nichts Ungewöhnliches. Trotzdem war diese Form der Preisverleihung eine Premiere: In diesem Jahr wurde die Auszeichnung mit dem Deutschen eTwinning-Preis in der letzten Juniwoche als Online-Veranstaltung durchgeführt, weil die Einschränkungen durch die Corona-Pandemie keine Präsenzveranstaltung erlaubten.

Das sind die Gewinnerprojekte des Deutschen eTwinning-Preises 2019

Alterskategorie 7 bis 11 Jahre

1. Platz: St. Marien-Schule in Moers (Nordrhein-Westfalen)

Projekt: SNOPP

Lehrkräfte: Barbara Klaaßen und Hendrik Schmidt

Im Projekt "Say NO to Plastic Pollution" (SNOPP) erfahren die Grundschulkinder, wie sie selbst etwas unternehmen können gegen Plastikmüll, in dem sie Müll vermeiden oder zum Recycling beitragen. Thematisch vielfältig und kreativ haben sich die Kinder mit dem Problem befasst, und auch ihre Familien wurden in das Projekt einbezogen. Beispielsweise haben die Kinder Gegenstände aus unterschiedlichen Materialien im Schulgarten vergraben und nach einigen Monaten geprüft, welche davon gut oder schlecht oder auch gar nicht verrottet waren.

Die Jurorin Prof. Dr. Angelika Speck-Hamdan meint dazu:
Bemerkenswert sind die sehr vielfältigen Tools, die Schüler und Lehrpersonen zielgerichtet zur Recherche, zur Präsentation oder für die Kommunikation eingesetzt haben. SNOPP ist ein sehr gut strukturiertes, äußerst vielfältiges und ideenreiches Projekt, das wunderbar in die aktuelle Klimadiskussion passt und auf das Verhalten im Alltag nachhaltigen Einfluss hat.

Zum kompletten Text des Jurykommentars

 

2. Platz: Uli-Wieland-Grundschule Vöhringen (Bayern)

Projekt: Rainbow Ride

Lehrkraft: Asaf Ekin Yeşil

In diesem türkisch-deutschen Projekt haben die Kinder einen Alien bei seiner fiktiven Reise mit einem Flugtaxi durch Europa begleitet und dabei viele beeindruckende Orte kennengelernt. Dabei erfuhren sie demokratische Prozesse, in dem den Projektverlauf sie selbst mitentscheiden und planen konnten. Weiterhin geht es um Geografie, um Kunst, um digitale Anwendungen und um das richtige Verhalten im Internet. Im finalen Produkt, einem Trickfilm, werden die diversen Teilprodukte der gemeinsamen Arbeit geschickt zusammengeführt und bieten so eine besondere "Reisegeschichte".

Die Jurorin Prof. Dr. Angelika Speck-Hamdan meint dazu:
Beeindruckend ist neben der Anzahl verwendeter Tools die konsequente Kollaboration beider Schülergruppen, deren Aktivitäten klar strukturiert und behutsam gesteuert wurden. Ein kleines, aber feines Projekt, das zeigt, dass auch in einer bilateralen Kooperation ein reichhaltiges Ergebnis erzielt werden kann.

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3. Platz: Otto-Wels-Grundschule (Berlin)

Projekt: Kids Conquering Castles

Lehrkräfte: Marita Rammelt und Roland Groeger

Ziel dieses Projekts war die Förderung unternehmerischen Denkens schon im Grundschulalter. Die Kinder sollten selbst Initiative ergreifen, kreativ sein, ihre Meinung äußern und Entscheidungen treffen. Ausgehend von Burgen und Schlössern in ihren Heimatländern haben die Schülerinnen und Schüler aus sechs teilnehmenden Partnerländern erfahren, was Unternehmertum bedeutet und beispielsweise selbst eine Genossenschaft zur Förderung ihrer Schlösser gegründet. 

Die Jurorin Prof. Dr. Angelika Speck-Hamdan meint dazu:
Das Projekt zielte auf Schlüsselkompetenzen, die mit digitalen Werkzeugen geschickt gefördert und bei der Gründung einer Kooperative gleich praktisch unter Beweis gestellt wurden. Ein innovatives Projekt, das den Gedanken der Kollaboration besonders ernstnimmt und deshalb zu eindrucksvollen Ergebnissen kommt.

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Alterskategorie 12 bis 15 Jahre

1. Platz  Albert-Schweitzer-/Geschwister-Scholl-Gymnasium Marl (Nordrhein-Westfalen)

Projekt: Tracing and shaping our cultural heritage: dramatists and poets

Lehrkraft: Beate Vollmer

In dem Projekt haben sich Schülerinnen und Schüler mit dem Thema „Sprachliche Traditionen“ beschäftigt. Sie erkundeten die literarische Vielfalt Europas und verfassten eigene Gedichte und Texte, die sie in einem 180 Seiten starken eBook publizierten. Die Helden ihrer Geschichten stellten sie zunächst in selbstgedrehten Videos vor und verkörperten sie anschließend in Tanz- und Theaterstücken. Aufregender Höhepunkt für die jungen Künstlerinnen und Künstler war die Bühnenaufführung im Rahmen der Ruhrfestspiele in Recklinghausen, bei der sie ihr Publikum zudem mit einer selbst komponierten Europa-Hymne begeisterten. Das Projekt fand in Zusammenarbeit mit Schulen in Italien, Spanien und Portugal statt.

Der Juror Prof. Dr. Thomas Irion meint dazu:
Die gewählten Zugangsweisen waren ausgesprochen heterogen und innovativ ‒ und wurden durch eine Vielzahl sinnvoll eingesetzter Technologien unterstützt. So wurde ein außerordentlich kreativer Raum geschaffen, in dem die Schülerinnen und Schülern voneinander lernen konnten ‒ und Gelegenheit erhielten, ihre Rolle als junge Europäerinnen und Europäer verantwortungsvoll wahrzunehmen.

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2. Platz Gymnasium Georgianum Hildburghausen (Thüringen)

Projekt: Influenced

Lehrkraft: Andrea Ullrich

Bei dieser Kooperation mit Schulen in Italien und Litauen haben sich die Schülerinnen und Schüler mit dem Thema „Beeinflussung durchs Internet“ beschäftigt. Sie setzten sich kritisch
damit auseinander, wie das Netz ihre Ansichten, Entscheidungen und ihren Lifestyle beeinflusst. Die meisten Jugendlichen halten das Internet für eine der größten Errungenschaften: Sie schauen Filme auf dem Smartphone, chatten mit Freunden und erledigen ihre Hausaufgaben mit Hilfe von Lern-Apps. Im Projekt zeigten sie aber auch die Gefahren von Twitter, Instagram und Co. auf. Etwa, wenn „Influencer“, die Stars aus sozialen Medien, Produkte bewerben und ihre „Follower“ zu Käufen verleiten. Ihre Erfahrungen und Erkenntnisse verarbeiteten die Jugendlichen in Comics, Filmen und einem umfangreichen eBook.

Der Juror Prof. Dr. Thomas Irion meint dazu:
Die Relevanz dieses Projekts ist deshalb ausgesprochen hoch ‒ und der innovative Charakter der Herangehensweise absolut überzeugend. Ergebnisse der länderübergreifenden Zusammenarbeit sind neben einer beeindruckenden Zahl an Memes und Videos auch ein thematisches Glossar und ein kollaborativ erstelltes Magazin, die sowohl durch ihren Inhalt als auch ihre Gestaltung überzeugen.

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3. Platz Marion-Dönhoff-Gymnasium Nienburg (Niedersachsen)

Projekt: eTwinzine

Lehrkraft: Simone Volkhausen

In diesem Projekt haben die Schülerinnen und Schüler zwei umfangreiche Online-Ausgaben einer Zeitschrift erstellt. Sie wählten Themen, die eng mit ihrer Lebenswelt verknüpft sind und die sie interessierten wie Klimaschutz, Musik, Manga oder Modeschöpfer. Das Magazin entstand in Kooperation mit Schulen in Frankreich, Italien, Spanien, Griechenland, Polen, der Ukraine und der Türkei. Für die Kommunikation untereinander in den internationalen Teams haben die Jugendlichen ihre Englischkenntnisse angewendet.

Der Juror Prof. Dr. Thomas Irion meint dazu:
Das Projekt eTwinzine zeigt überzeugend, dass die Förderung des europäischen Gedankens bei Schülerinnen und Schülern auch online gelingt – und dazu nicht unbedingt komplexer technologischer Szenarien mit multimedialen Ergebnissen bedarf. Die Beschränkung auf klare Austauschformate und eine wohl überlegte Idee waren in diesem Fall der Grundstein einer beeindruckenden Kooperation. Sie überzeugte nicht nur durch die sorgfältig erstellten Beiträge in der Online-Zeitschrift, sondern auch durch die ausgesprochen relevanten Themen für junge Europäerinnen und Europäer.

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Alterskategorie 16 bis 21 Jahre

1. Platz Peter-Paul-Cahensly-Schule, Limburg an der Lahn (Hessen) und Adam-Josef-Cüppers-Berufskolleg, Ratingen (Nordrhein-Westfalen)

Projekt: Let's make a move! - European citizens fighting the ocean plastic soup

Lehrkräfte: Christine Schneider (Peter-Paul-Cahensly-Schule) und Melanie Bolks (Adam-Josef-Cüppers-Berufskolleg)

Im Projekt haben sich Schülerinnen und Schüler mit dem Thema „Verpackungsmüll“ beschäftigt. Sie nahmen die zunehmende Meeresverschmutzung zum Anlass, über das Ausmaß und deren Gefahren zu recherchieren und sich kritisch mit ihrem eigenen Konsumverhalten auseinanderzusetzen. Statt mit erhobenem Zeigefinger machten die Jugendlichen fantasievoll auf das brisante Thema aufmerksam: Durch Plakate und Infostände an ihrer Schule, Kunstwerke aus Plastikverpackungen und mit einer Modenschau, bei der Mülltüten zu raffinierten Kleidungsstücken wurden.

Die Jurorin Prof. Dr. Mandy Schiefner-Rohs meint dazu: 
Durch die Verzahnung der Arbeitsschritte in internationalen Teams wurde Zusammenarbeit als Mehrwert des Projekts sichtbar. So gelingen Austausch und gemeinsames Lernen, nicht nur im internationalen Kontext! Hervorzuheben ist zudem die gelungene Kommunikation auf Augenhöhe – auch Lehrkräfte konnten von Schüler/-innen etwas lernen

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2. Platz Freiherr-vom-Stein-Berufskolleg Minden (Nordrhein-Westfalen)

Projekt: eWalking

Lehrkraft: Ulrike Kahl

Das Thema „Digitalkompetenz“ stand im  Mittelpunkt dieses Projekts. Die Schülerinnen und Schüler setzten sich mit den Möglichkeiten und Gefahren des Internets und mit ihrem eigenen Nutzerverhalten auseinander. Nur wer kritisch surft und klickt, so die Mahnung der Jugendlichen, ist gegen Cyber-Mobbing und Fake News gewappnet. Ihre spannenden Ergebnisse veröffentlichten sie in einem interaktiven Online-Magazin.

Die Jurorin Prof. Dr. Mandy Schiefner-Rohs meint dazu:
Hervorzuheben sind die Vielfalt der Themen und die gelungene Nutzung digitaler Medien für die Produktion verschiedener Informationsmaterialien. Mit der eigenverantwortlichen Konzeption und Gestaltung des Safer Internet Day durch die Schüler erreichte das Projekt eine bemerkenswerte Reichweite, von der die Schulgemeinschaft am Berufskolleg nachhaltig profitiert

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3. Platz Konrad-Klepping-Berufskolleg Dortmund (Nordrhein-Westfalen)

Projekt: Teenager in Europe, cultural similarities and differences

Lehrkraft: Stefan Koböke

Mit ihren Projektpartnern in Schweden, Spanien, Serbien und der Türkei tauschten sich die Berufsschülerinnen und -schüler über ihren Alltag, ihre Wünsche und ihre Zukunftspläne aus. Bei Videokonferenzen kamen sie live miteinander ins Gespräch und erlebten, dass sie ganz ähnliche Interessen und Perspektiven verbinden. Mit Virtual-Reality-Brillen erkundeten sie die Sehenswürdigkeiten ihrer Partnerländer und drehten Filme über ihre eigene Stadt. Dadurch lernten sie nicht nur fremde Welten, sondern auch ihre Heimat Dortmund besser kennen. 

Die Jurorin Prof. Dr. Mandy Schiefner-Rohs meint dazu:
Durch die geschickte didaktische Planung und gezielte Förderung der Interaktion im TwinSpace haben die Lehrkräfte ihre Schüler die Vielfalt selbst erarbeiten und erkennen lassen. Damit haben sie einen wesentlichen Beitrag zu europäischer Verständigung beigetragen. ​​​​​​

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Spezialpreis zum Thema "Inklusion"

Schule am Pappelhof (Berlin)

Projekt: Das lustige Natur-ABC

Lehrkraft: Heike Kroll

In diesem Projekt arbeiteten Schülerinnen und Schüler einer Förderschule mit Schülerinnen und Schülern eines Gymnasiums zusammen. Das hat so gut funktioniert, dass alle Beteiligten davon profitierten. Bei ihren Ausflügen in die Natur hielten die Kinder Ausschau nach Pflanzen, Tieren und Landschaftsformationen, die Buchstaben ähnelten. Aus den Fotos ihrer faszinierenden Entdeckungen entstanden Collagen, Trickfilme, Weihnachtsgeschenke und ein großformatiges Natur-ABC-Poster.

Die Jurorin Prof. Dr. Angelika Speck-Hamdan meint dazu:
Während also die Einen sich in erster Linie die Welt der Buchstaben auf eine sehr originelle, naturnahe Art erschließen konnten, übten die Anderen vor allem das Übersetzen analoger Impulse in digitale Produkte. Alle zusammen lernten sie das genaue Beobachten der umgebenden Natur durch „Buchstabensuch-Augen“. Dabei sind die Werkzeuge ausgesprochen gut auf die unterschiedlichen Bedürfnisse angepasst ausgewählt. Ein Projekt, das analoge und digitale Elemente aufs Vorzüglichste miteinander verbindet und zeigt, dass inklusives Lernen gelingen kann

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Die Jury

Für den Deutschen eTwinning-Preis haben drei erfahrene Jurorinnen und Juroren die Projekte begutachtet: Prof. Dr. Angelika Speck-Hamdan (Lehrstuhl Grundschulpädagogik und -didaktik der LMU München), Prof. Dr. Thomas Irion (Pädagogische Hochschule Schwäbisch Gmünd) und Prof. Dr. Mandy Schiefner-Rohs (TU Kaiserslautern). Bei der Auswahl der nominierten Projekte legten die Jurymitglieder vor allem Wert auf eine ausgeprägte Kooperation zwischen den Partnerklassen, den kreativen Einsatz von Medien sowie pädagogisch innovative Konzepte im Unterricht.

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