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Projekt "Blueprints for BFF in Europe"

Jurykommentar zum Deutschen eTwinning-Preis 2020

Was ist eigentlich das Haus Europa? Und was ist es für Schülerinnen und Schüler in den Mitgliedsstaaten? Das Projekt »Blueprints for BFF in Europe« nimmt diese Metapher als Ausgangspunkt für ein Projekt, welches die Auseinandersetzung mit Europa im täglichen Leben der Schülerinnen und Schüler adressiert. 

Ausgehend von Fotos von Häusern, die Schülerinnen und Schüler interessant finden wird die Metapher dann auf Europa und dessen Werte übertragen und half den Schülerinnen und Schüler, in den Austausch über ihre persönlichen Gefühle, Erwartungen und Vorerfahrungen zu einer ersten Reflexion der Vorzüge eines Lebens in der Europäischen Gemeinschaft und dessen Desiderate zu gelangen. Die Schülerinnen und Schüler setzen sich so damit auseinander, was Europa für sie konkret als auch für die Gesellschaft, in der sie leben, bedeutet. So gelingt es ihnen, in sechs internationalen Teams gemeinsam Strategien und digitale Materialien zu entwickeln, um andere Jugendliche von der Bedeutung der EU und eines Engagements für die Gemeinschaft zu überzeugen und es entsteht ein gemeinsames Projekt bürgerschaftliche Partizipation. 

Dabei nehmen die Projektbeteiligten die Metapher des Hausbaus ernst, die sich durch das gesamte Projekt zieht: Neben Bauplänen anhand von Slogans, zu denen sich die Schulen in internationalen Teams austauschen finden sich auch bemalte Steine wider, die das Thema auch in den non-virtuellen Alltag tragen. Die bemalten Steine dienen so als Gesprächsanlass mit unterschiedlichen Anspruchsgruppen (Politikerinnen und Politiker, die eigene Clique und Familie), sich mit Europa auseinander zu setzen – eine gelungene Idee, die Idee auch in den Alltag zu überführen. 

Auch in diesem Projekt wurden vielfältige Medien dazu genutzt, miteinander in Kontakt zu kommen und zu bleiben – auch in der Corona-Krise, die dieses Projekt traf.  Besonders herauszustreichen ist die Qualität der Arbeit der Lehrpersonen, die gleichberechtigt und ausgewogen im Lehrerblog präsent sind und (nicht nur) darüber die Projektarbeit der Schüler*innen zielorientiert begleiten, ihnen aber auch Raum für eigene Ideen lassen und nicht nur ihre Präsentationen, sondern auch die gemachten Erfahrungen immer wieder reflektieren – ganz wie im Hausbau, der ja auch immer wieder von Höhen und Tiefen geprägt ist.

Prof. Dr. Mandy Schiefner-Rohs, TU Kaiserslautern

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