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Projekt "Ein Tag ohne Handy"

Jurykommentar zum Deutschen eTwinning-Preis 2020

Ein Tag ohne Handy, so lautet der Projekttitel und wirft damit zugleich einen markanten Widerspruch auf. Wie bitte soll das funktionieren, in einer mediatisieren Lebenswelt, in der nahezu alle Kommunikation und Interaktion medial ausgerichtet ist. „Das Gleiche lässt uns in Ruhe. Aber der Widerspruch ist es, der uns produktiv macht“, heißt es bei Johann Wolfgang von Goethe. Und getreu diesem humanistischen Ideal setzen sich 32 Schülerinnen und Schüler im Alter von 13 Jahren technisch versiert sowie analytisch-reflexiv mit der eigenen Mediennutzung im international angelegten Projekt »Ein Tag ohne Handy« von Alfons Scholten auseinander. 

Die Verknüpfung, das Hinterfragen von Ich und Welt zieht sich wie ein roter Faden durch die Umsetzung. Deutlich erkennbar ein zeitgenössischer, transformatorischer Bildungsbegriff, auf dessen Basis die hoch motivierten Jugendlichen zu zielorientierter rezeptiver Anwendung und innovativer Gestaltung angeleitet werden, bis hin zum selbständigen interaktiven Reflektieren des eigenen Handelns. Auf diese Weise entstehen im ko-konstruktiv angelegten, kollaborativen Austausch Umfragen, Interviews, Drehbücher, Filme, Videos und ein Logo. Welche Bedeutung ein Handy für das eigene, wie ebenso gegenwärtige und zukünftige Leben hat, zeigt sich in der Auseinandersetzung – insbesondere mit Fokus auf aktuelle Herausforderungen, die einfallsreich-souverän gemeistert werden.

Die abschließende Nachrichtensendung dokumentiert die fachmännisch-brillante Umsetzung sowie ein pädagogisch professionelles Agieren des Lehrerteams. 

Mit anderen Worten: Den engagiert-kompetenten Lehrerinnen und Lehrern ist ein beeindruckender Wechsel aus Anleitung und Begleitung gelungen, der sich sowohl in einem vertrauensvollen, zwischenmenschlichen kommunikativen Akt sowie in den mannigfaltigen Ergebnissen zeigt.

Prof. Dr. Stefanie Nickel, PH Schwäbisch Gmünd

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