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Projekt "e-Mag Umwelt und Nachhaltigkeit – eUmNa"

Jurykommentar zum Deutschen eTwinning-Preis 2020

„Bildung ist Erschlossensein einer seelischen und geistigen Wirklichkeit für einen Menschen, aber das heißt zugleich Erschlossensein dieses Menschen für diese seine Wirklichkeit“, heißt es bei Wolfgang Klafki. Zu Recht fragt also eine Schülerin: Wie viele Tonnen Plastik landen eigentlich im Meer? Und ganz im bildungstheoretischen Sinne Klafkis erschließen sich 30 Schülerinnen und Schüler im Alter von 12 Jahren diese und weitere, überaus zentrale Fragen rund um das epochale Schlüsselthema Umwelt im international angelegten Projekt „e-Mag Umwelt und Nachhaltigkeit“ von Monika Schwarze. 

Beeindruckend kreativ, überzeugend kommunikativ und überaus motiviert zeigen die Schülerinnen und Schüler anschaulich, dass die Auseinandersetzung mit der komplexen Thematik von globaler, wie ebenso gegenwärtiger und zukünftiger Bedeutung ist, die sie exemplarisch beleuchten. 

Gemäß des didaktischen Prinzips vom Kleinen zum Großen, beginnt die Auseinandersetzung in der eigenen Lebenswelt, wenn es da heißt: „Ich sage meistens zu meinen Eltern, dass sie Stoff- statt Plastiktüten benutzen sollen.“ Und mündet schließlich in spannenden Foren-Diskursen über Gemeinsamkeiten und Unterschiede der einzelnen Länder sowie über Zusammenhänge weltweit. Forschend-entdeckend sowie kritisch-konstruktiv, setzen sich die Schülerinnen und Schüler eigenständig mit hochgradig aktuellen Aspekten auseinander, wie z.B. Plastiktüten, E-Autos sowie Fridays for Future und Greta Thunberg. Und gerade, weil die Themen selbst bestimmt werden, zeigt sich eine vielschichtige Spannbreite an Ideen und Schwerpunkten. Diese werden sowohl analytisch-produktiv als auch methoden- und facettenreich bearbeitet. Neben Cartoons, Kreuzworträtseln und Umweltpostern, entsteht ein inhaltlich strukturiertes, sehr lesenswertes, wie ebenso inspirierendes, wort- und bildstark angelegtes Online-Magazin. Die Beiträge dokumentieren das sachkundige Umweltbewusstsein sowie die offene Reflexion des eigenen, sozialen Handelns der Schülerinnen und Schüler zusammen mit ihrem Verständnis dafür, auch anders handeln zu können. 

Mit anderen Worten: Es ist den engagierten Lehrerinnen und Lehrern in Teamwork mit gekonnt professioneller Hingabe trotz einiger Herausforderungen gelungen, ein kollaboratives, durch und durch partizipativ angelegtes Projekt durchzuführen, dessen tiefgründige Bearbeitung und Umsetzung sich in der sorgfältig aufbereiteten Präsentation der Ergebnisse zeigt.  

Prof. Dr. Stefanie Nickel, PH Schwäbisch Gmünd

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