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Projekt "Grammunication – The Simple Past: Birthdays and Holidays"

Jurykommentar zum Deutschen eTwinning-Preis 2020

Für das Kommunizieren in einer fremden Sprache – für viele Schülerinnen und Schüler eine echte Herausforderung – bietet sich ein eTwinning-Projekt mit diversen europäischen Partnern geradezu von selbst an. Es bedarf allerdings einer sehr klaren Zielsetzung und einer fördernden, ermutigenden Unterstützung, dass sich die erwartbaren positiven Wirkungen auch zeigen. Den Beweis dafür, dass dies gelingen kann, erbringt das Siegerprojekt. Neun Partnerschulen aus sechs Ländern nahmen sich ein abgegrenztes Grammatikthema, das Präteritum und seine möglichen Satzstrukturen, vor und entwickelten darum herum eine Reihe von Aufgaben, die in Partnerarbeit oder im Team– also kommunikativ – zu lösen waren. Inhaltlich drehten sich die Gespräche und Präsentationen vor allem um die letzten Geburtstage und Ferienerlebnisse. Zunächst interviewten zwei Partner einander und erstellten schließlich mithilfe selbst ausgewählter Tools eine Präsentation, die auf dem TwinSpace geteilt wurde. Ergänzend wurden Fragen und Antworten über die Partnerländer und Partnerschulen auf dem TwinBoard gesammelt. Mit diesen Informationen war es möglich, kollaborativ in Gruppen einige fiktionale Urlaubsgeschichten zu erfinden. 

Schließlich gab in der letzten Phase des Projekts der Corona-Alltag mit dem verordneten Homeschooling den Ton an. Über eine fiktionale Kummerkasten-Tante wurde über die damit verbundenen Probleme geklagt und diskutiert, selbstverständlich auf Englisch. Dennoch kam die Reflexion mit Schüler*innen und Lehrpersonen über das gesamte Projekt und über den Lernzuwachs – in sprachlicher und auch in digitaler Hinsicht – nicht zu kurz. 

Das Projekt zeichnet sich nicht nur durch einen anregenden und umfangreichen Werkzeugkasten, sondern insbesondere durch eine kluge Balance zwischen Anleitung und Selbstbestimmung aus. Eine entscheidende Rolle spielen dabei die jederzeit abrufbaren Erklärvideos sowie die regelmäßigen Feedbacks zu allen Produkten, sowohl von Mitschüler*innen- als auch von Lehrer*innenseite. Der Umgangston ist durchwegs freundlich, höflich und ermutigend. Mit Sicherheit haben die Kinder in diesem Projekt mehr als nur die korrekte Verwendung einer Zeitform gelernt. 

Prof. Dr. Angelika Speck-Hamdan, LMU München

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