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Projekt #FridaysForFuture @ Schools

Jurykommentar zum Deutschen eTwinning-Preis 2020

»FridaysForFuture @ Schools« ist ein provokanter Titel für ein Projekt, bedenkt man die vielen Diskussionen um die Rechtfertigung von Schulstreiks für den Schutz des Klimas. Aber er ist herausragend gut gewählt, um die Schülerinnen und Schüler genau bei ihrem Interesse abzuholen und ihre Neugier und Motivation für den Unterricht nutzbar zu machen. Und das gelingt in diesem Projekt auf beeindruckende Weise:

So geht es hier um die Vermittlung zahlreicher Kompetenzen, angefangen von den fremdsprachlichen Kompetenzen – schließlich ist das Projekt im Englischunterricht eingebettet – bis hin zu zahlreichen Querschnittskompetenzen wie soziale, personale und Medienkompetenzen. In Zusammenarbeit mit ihren Projektpartnern aus Bulgarien, Deutschland, Italien, Moldawien, Rumänien, Spanien und der Türkei erarbeiten die Schülerinnen und Schüler anhand des aktuellen Themas zunächst das Rüstzeug für ihre Recherchen und den Austausch mit den Partnern, der dann zum Schlüssel für die gesamte Projektlaufzeit wird und engmaschig von den Lehrkräften betreut und angeleitet wird – denn gemeinsames Lernen und Erschließen stehen im Vordergrund. Ob bei der Identifikation und dem Abgleich regionaler Umweltprobleme, ihrer Gewichtung oder der anschließenden Entwicklung Kampagnen, mit denen die Schülerinnen und Schüler einen Beitrag zur weltweiten Bewegung leisten wollen, steht die Zusammenarbeit in internationalen Teams im Fokus.

Dass diese letztlich herausragend gelingt, ist darauf zurückzuführen, dass das Projektteam dieses Prinzip nicht nur auf die Schülerinnen und Schüler beschränkt, sondern sich selbst als Einheit versteht und ihre Schülergruppen entsprechend als eine Gruppe sehen, die sie arbeitsteilig anleiten. Auf Grundlage einer detaillierten curricularen Feinplanung bieten sie ihren Schülerinnen und Schülern im Projekt zahlreiche Lernanlässe, die gleichermaßen eigene Schwerpunktsetzungen wie auch Kreativität zulassen. Dass dies von den Beteiligten gut angenommen wird, belegt der umfangreich dokumentierte Austausch im Projekt, und dürfte zudem auch durch die gelungene und transparente Einbeziehung der Projektarbeit in die Leistungsbewertung gefördert worden sein.

Mit Blick auf das eTwinning-Jahresthema 2020 „Climate Change“ hat das Projekt damit gleich auf mehreren Ebenen überzeugt: Es schafft mit einer herausragenden mediendidaktischen Planung einen vorbildlichen Lern- und Arbeitsraum, in dem die Schülerinnen und Schüler eine europäische Perspektive auf ein wichtiges aktuelles Thema erlangen können, nutzt die Projektarbeit als integralen Bestandteil für den Unterricht und ermöglicht es den Schülerinnen und Schülern eigenverantwortlich zu handeln. Es greift mit dem gewählten Ansatz zugleich wichtige Prioritäten der mit diesem Jahr neu gestarteten neuen Programmgeneration Erasmus+ auf, in der die digitale Dimension und Green Erasmus eine besondere Gewichtung erfahren. Als Vertreter der Initiative eTwinning For Future Teachers, die angehenden Lehrkräften die europäische Online-Projektarbeit als Unterrichtsmethode näherbringen möchte, lässt der eTwinning-begeisterte Lehrer Herr Schöber mit diesem Projekt auf viele weitere tolle Projekte hoffen. Gratulation zu diesem tollen Erfolg!

eTwinning-Team in der Nationalen Agentur für Erasmus+ im PAD

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