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Projekt "Space Café"

Jurykommentar zum Deutschen eTwinning-Preis 2020

In Zeiten der Corona-Pandemie ist das Social Distancing eine große Herausforderung für alle. Das Projekt »Space Cafe´« adressiert (nicht nur) diese Aufgabe, wenn die Schülerinnen und Schüler ein virtuelles Café gründen. Während die Gründung eines virtuellen Cafés auf den ersten Blick wie ein Widerspruch wirkt, erweist es sich bei näherer Betrachtung als eine innovative Projektidee, mit der vielfältige Herausforderungen und Lernchancen für Schülerinnen und Schüler adressiert werden: 

So leistet das Projekt unter dem Dach der Cafégründung einen Beitrag zur Berufsorientierung: Schülerinnen und Schüler setzen sich mit unterschiedlichen Facetten von Unternehmensgründungen auseinander – angefangen von der Personalauswahl (in dem die Schülerinnen und Schüler Lebensläufe anfertigen müssen, die für sie als Berufsschülerinnen und -schüler hoch relevant sind) bis hin zur Inneneinrichtung (durch die Nutzung entsprechender digitaler Medien zur Gestaltung von Interieur). Durch die Thematisierung von Crowdfunding werden sie auch für dazugehörende ökonomische Perspektiven sensibilisiert. Aber auch die ethische Verantwortung unternehmerischen Handelns kommt nicht zur kurz: Fair Trade und Nachhaltigkeit werden durch verschiedene kreative Aufgaben innerhalb der Projektarbeit immer wieder sichtbar gemacht. 

So entsteht das Café und nach und nach auch eine Möglichkeit, eine soziale Gemeinschaft durch internationale Zusammenarbeit mit vielen Partnerinnen und Partner über Grenzen hinweg aufzubauen – eine durchaus gelungene Idee mit pädagogischem Vorausblick. Denn die im Projekt erworbenen Kompetenzen zur Unternehmensgründung in internationalen Teams mit und in digitalen Medien mit all den vielfältigen Facetten sind für die berufliche Zukunft der Schülerinnen und Schüler von gewinnbringend und nachhaltig. Mit dem motivierenden Thema ist es nachahmenswert gelungen, Schülerinnen und Schüler über Grenzen hinweg hinsichtlich ihrer Berufsorientierung zu fördern, für aktuelle Themen von Nachhaltigkeit zu sensibilisieren und diese an ihrer konkrete Lebenswelt anzubinden. 

Ganz nebenbei ist in Zeiten der physischen Distanz auch online ein Raum entstanden, in dem man sich austauschen und ins Gespräch miteinander kommen kann. Auch ich käme – wie die in der Laudatio des Qualitätssiegels 2020 angemerkt – sehr gern einmal auf einen Kaffee vorbei.

Prof. Dr. Mandy Schiefner-Rohs, TU Kaiserslautern

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