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Projekt "Teeny Bookworms"

Jurykommentar zum Deutschen eTwinning-Preis 2020

Kinderbücher und digitales Lernen – das geht für manche Zeitgenossen nicht zusammen. Dass beides aber kein Gegeneinander sondern ein produktives Miteinander sein kann, beweist ein Projekt, in dem sich je zwei Schulen aus Deutschland und aus Griechenland sowie eine Schule aus Litauen zusammen getan haben. Mit einem klaren Plan und einer gut kommunizierten Aufgabenstruktur ist den Beteiligten ein Projekt gelungen, das exemplarisch zeigt, wie sich literarischer, künstlerischer, fremdsprachlicher und IT-Kompetenzerwerb mit-einander kombinieren lassen. Nachdem das Eis zwischen den Gruppen durch einige gemeinsame Aktivitäten, wie etwa die Erfindung von Logo und Maskottchen, gebrochen war, hatten die Schülerinnen und Schüler die Aufgabe, den anderen Klassen drei Kinderbücher ihrer Wahl vorzustellen. 

Es entstanden kurze Videos, Zeichnungen oder Rollenspiele. Im Anschluss daran wählte jede Klasse drei Bücher aus den Partnerländern aus, beschäftigte sich mit ihnen in der Muttersprache oder in der Fremdsprache Englisch und präsentierte sie allen Beteiligten im TwinSpace. Die Schülerinnen und Schüler hatten diverse Möglichkeiten der Verarbeitung zur Wahl. Beliebt bei mehreren Büchern war eine szenische Umsetzung des Inhalts, z. B. bei den litauischen Kindern für den Regenbogenfisch aus Deutschland. Über den Löwen, der nicht schreiben konnte – ebenfalls ein deutscher Buchvorschlag – fertigten die griechischen Kinder eine Slideshow an. Und eine deutsche Klasse entschied sich über den grünen Glückskäfer aus Griechenland ein Lied zu dichten und zu singen. 

Durch das gegenseitige Präsentieren mithilfe einer Vielzahl von digitalen Tools ergab sich auch eine Wörtersammlung von 60 Wörtern und Redewendungen in drei Sprachen, an die sich dann noch ein weiteres Produkt – eine E-Lexikon mit Sprachausgabe – anschloss. 

Alles in allem ein überaus gehaltvolles Projekt mit vielen kreativen Produkten, einer klaren, für alle Beteiligten transparenten Struktur und einer sehr gut nachvollziehbaren und reichhaltigen Dokumentation. Hervorzuheben sind auch die vielfältigen Rückmeldungen von Kindern, Lehrpersonen, Eltern und einer Schulleiterin, die deutlich von einer regen Beteiligung und von anhaltender Begeisterung zeugen.

Prof. Dr. Angelika Speck-Hamdan, LMU München

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