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Materialien für eTwinning an Grundschulen

Projektkits von deutschen Lehrkräften

Owlfinch: Lesen und Spielen. Mit einem Partner

Ein Buch zu lesen macht Spaß. Ein Buch zu lesen und anschließend mit einem Partner, der dasselbe Buch gelesen hat, ein Lesespiel zu machen, das bedeutet doppelten Spaß. Hierum geht es bei Owlfinch, einem Internet-Leseportal, das aus einem Comenius-Projekt hervorgegangen ist.

Die Schüler/innen können Lesespiele in verschiedenen Sprachen spielen, anfangs wohl am besten in ihrer Muttersprache. Später kann das gleiche Quiz beispielsweise auch in Englisch (oder einer anderen Sprache) gespielt werden. Die Spielpartner/innen finden sich jeweils aus zwei verschiedenen (europäischen) Ländern zusammen. Die Lesespiele präsentieren sich in einer abwechslungsreichen, munteren Art und Weise. Die meisten von ihnen bestehen aus einer Kombination von Text- und Bildfragen sowie Buchstabenrätseln. Die Schüler/innen werden aber auch nach ihrer Meinung zu bestimmten Themen gefragt.

Details

Unterrichtsfächer: Muttersprache, Fremdsprachen, Informatik, Kunst, Drama
Altersgruppe: 7-14 Jahre
Sprachen: Katalanisch, Englisch, Finnisch, Französisch, Deutsch, Polnisch, Russisch, Slowakisch, Spanisch, Türkisch
Niveau: leicht
Dauer: ab 3 Monate bis zu 12 Monate
Zu verwendende Werkzeuge: Chat, E-Mail, Forum, Powerpoint, Bilder, Zeichnungen, Video-Konferenz, Web-Publishing
Autor: Albert Hoffmann

Opens external link in new windowLink zur Plattform Owlfinch

Initiates file downloadProjektkit zum Download [PDF, 195 KB] Deutsch

Initiates file downloadProjektkit zum Download [PDF, 179 KB] Englisch

Was wächst denn da?

Bei diesem Unterrichtsprojekt schicken sich die Partnerschulen gegenseitig Blumensamen zu, ohne jedoch die Namen der Pflanzen zu verraten. Alle teilnehmenden Partnerschulen säen die erhaltenen Samen aus und versuchen herauszufinden, welche Pflanzen daraus wachsen. Besonders spannend wird es, wenn Schulen aus möglichst verschiedenen Regionen Europas teilnehmen.

Details

Unterrichtsfächer: Sachunterricht, eventuell Fremdsprachen wie Englisch oder Französisch, fächerübergreifend, Mathematik, Deutsch, Kunst, neue Medien
Altersgruppe: 5-14 Jahre
Niveau: einfach
Dauer: ca. 1 Jahr
Zu verwendende Werkzeuge: TwinSpace, Präsentations-Software, Video, Bilder und Zeichnungen, Webpublishing
Autorin: Solveig Schettlinger

Initiates file downloadProjektkit "Was wächst denn da" zum Download [PDF, 215 KB]

E-Mails from Barney - Ein Stofftier bereist die Welt

Ein Stofftier reist um die Welt (durch Europa/durch ein Land) und berichtet per E-Mail oder Blog von seinen Erlebnissen mit Menschen und Tieren, die es während der Reise trifft. Die Reiseberichte dienen den Partnerklassen als Anlass, bestimmte Themen vertieft zu bearbeiten, beispielsweise Naturbeobachtungen, kulturelle Besonderheiten wie Feiertage oder landestypische Gerichte in anderen Ländern.

Details

Unterrichtsfächer: Europäische Studien, Fremdsprachen, Geographie, Grundschulfächer
Altersgruppe: 5-11 Jahre
Niveau: mittel
Dauer: 6 Monate
Zu verwendende Werkzeuge: TwinSpace, Präsentations-Software, Video, Bilder und Zeichnungen
Autor: Simon Bower

Initiates file downloadProjektkit "E-Mails from Barney" zum Download [PDF, 251 KB]

Somehow different – somehow equal in Europe

Das Projekt konzentriert sich darauf, durch die Erstellung von Videosequenzen, Comics oder Fotoreihen über alltägliche Situationen und deren Problemlösungen zu verstehen, wie wir in Europa alle gleich und doch unterschiedlich sind.

Details

Unterrichtsfächer: Fächerübergreifend, Fremdsprachen, Geschichte, Sozialkunde, Politik, Erdkunde, Philosophie, Bürgerinnen und Bürger
Altersgruppe: 6-9 Jahre
Niveau: einfach
Dauer: ca. 1 Jahr
Zu verwendende Werkzeuge: TwinSpace, Präsentations-Software, Video, Bilder und Zeichnungen, Forum, Videokonferenz
Autorin: Christiane Meisenburg

Initiates file downloadPojektkit "Somehow different - somehow equal" zum Download [PDF, 195 KB]

Praxisbericht

Gabriele Hahn berichtet von ihrem Projekt an der Adalbert-Stifter-Grundschule in Fürth (Bayern)

Projektbeschreibung

Was ist das Thema des Projekts?

Opens external link in new window"Kinder in Europa - Children in Europe"  "Schulfreunde in Europa"
Die Kinder sammeln Informationen über andere Schülerinnen und Schüler, Schulen, Schulleben, Land und Kultur und tauschen sie im sicheren eTwinning-Klassenzimmer aus.

Wer war eingebunden?

  • Ungarn: Bem József Általános Iskola, Eva Szarvas
  • Polen: SZKOŁA PODSTAWOWA im. JANA BRZECHWY W RADAWNICY, Renata Jabłońska
  • Österreich: Volksschule Zöblen, Monika Bilgeri
  • Deutschland: Adalbert-Stifter-Schule, Fürth, Gabriele Hahn
  • Italien: Scuola Secondaria di 1° Grado "Manzoni-Fermi", Udine, Carla Asquini
  • Slowakei: Základná škola s materskou školou sv. Marka Križina, Patricia Sokolovská

Der TwinSpace wurde von 13 Lehrkräften und 113 Schülern genutzt.

Wie alt waren die Schülerinnen und Schüler?

6 bis 14 Jahre alt.

Wie war der Zeitumfang?

Eine Schulstunde pro Woche

Wie lange hat das Projekt gedauert?

Es dauerte insgesamt zwei Schuljahre mit „Schulfreunde in Europa“. Davon 1,5 Jahre im "alten TwinSpace" (seit Oktober 2009 gibt es eine neue Version des TwinSpace). Das neue Projekt "Kinder in Europa" startete im Januar 2010.

In welchen Fächern war das Projekt eingebunden?

Deutsch, Kunst, Musik, Heimat- und Sachkunde, Englisch

Partner finden

Wie haben sich die Partner gefunden?

Sehr oft meldeten sich die Kolleginnen von sich aus über www.etwinning.net. So kam auch meine erste Partnerschaft mit Ungarn zustande und auch weitere beständige Kontakte. Ich musste sehr zügig reagieren und antworten. Wir wechselten kurze informelle E-Mails aus, stellten uns vor, tauschten uns über unsere Schulen und Schüler aus.

Weitere Kolleginnen lernte ich über eTwinning-Kontaktseminare kennen.

Tipps von Gabriele Hahn

Nicht immer verläuft alles nach Plan. Da ist Flexibilität, Offenheit und Toleranz angesagt. Wenn sich Kollegen nicht (mehr) melden, kann dies in dem komplexen Geflecht der Schulpartnerschaften die verschiedensten Gründe haben, diese waren oft persönlicher Art. Die Projekte erfordern meist hohes zusätzliches Engagement, das nicht immer erbracht werden kann. Es ist selbstverständlich, dass familiäre Belange vorgehen. Wenn ich erfahren habe, weshalb ein Projekt aus privatem Anlass stagnierte, war ich oft sehr betroffen.

Projektplanung

Beginn im TwinSpace

Im Vorfeld legten die zwei Projektgründerinnen aus Deutschland und Ungarn ein gemeinsames Thema fest: Kinder- und Schulkulturen

Wir Lehrkräfte hatten uns zunächst im Konferenzzimmer im TwinSpace ausgetauscht. Dort fanden sich Steckbriefe der Kolleginnen und die neuesten Informationen über Projektfortschritte oder den Austausch von anderen Materialien. So befindet sich ein Freundschaftsband auf der Reise durch Europa, das „geortet“ werden kann.

Projektplan

Das rhythmisierte Schulleben gab von vornherein Struktur. Der Projektplan richtete sich in erster Linie nach den jeweiligen Lehrplänen. Ich schickte z.B. meinen Stoffverteilungsplan für die dritte und vierte Klasse an die Kolleginnen. Wir verständigten uns darauf, wann es Sinn macht zu kooperieren. Zuerst kam die Kennenlernphase mit der Erstellung von Steckbriefen der Kolleginnen und der Schüler und Schülerinnen, anschließend das Vorstellen der Schule, nun erst die inhaltliche Zusammenarbeit, die Zeit und Nerven erforderte.

Knigge von Gabriele Hahn

Für mich war eine nicht wertende, wertschätzende, respektvolle Haltung hilfreich, wenn Ergebnisse nicht meinen Vorstellungen entsprachen. Jede Kollegin hatte Administratorinnenrechte und konnte den Projektplan, den TwinSpace, die Ergebnisse gestalten. Dies war bei diesem Projekt "Kinder in Europa" ein gelungenes Abenteuer. Ab und zu musste ein musikalisch unterlegter Beitrag verschoben oder kommentiert werden. Auch die Struktur änderte sich im Laufe der Zeit, wenn z.B. eine Kollegin der Ansicht war, dass dieser Teil des eTwinning-Klassenzimmers nicht oder anders genutzt werden sollte.
 

Projektdurchführung

Die Schüler stellen sich vor

Die Schüler fertigten Steckbriefe auf Deutsch und Englisch an. Sie beschrieben sich selbst und/oder den Banknachbarn. Mit Hilfe von Vokis (Toolbox) und kleinen Filmen, die in die verschiedenen Blogs auf der Homepage und in der Schülerecke hochgeladen wurden, realisierten sie die kommunikative Absicht durch die eigene bzw. die fremde Sprache! Es war klar, dass das eigene Produkt durch andere Kinder begutachtet wird.

Lernziele

Der verbindliche Minimal- bzw. Alltagswortschatz (einfache Sprachmuster) wurde produktiv angewendet. Konkretisierung des Lehrplans Fremdsprachen in der Grundschule - Englisch - des bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus.

Es handelte sich um Aktivitäten, wie Rollenspiele, bei denen die Kinder selbstständig formulieren konnten. Die Schülerinteressen (Kinderkulturen) konnten in hohem Maß einbezogen werden.

Die Zusammenarbeit mit den Partnern

Die Kolleginnen meldeten sich per E-Mail, sobald ein Beitrag fertig war und fügten sie in die entsprechenden Blogs ein. Dies war eine einfache Art sich zu verständigen und erleichterte den Projektablauf enorm. Fragen zu Web-Tools wurden im Konferenzzimmer abgehandelt.

Einsatz von Web 2.0-Tools

Die Schüler kommentierten verschiedene Aktivitäten in der Schülerecke. Der Einsatz neuer Web-Tools setzt eine gewisse Experimentierfreude und auch Beharrlichkeit voraus, bis alles reibungslos "läuft". Die Blogs zeigten sehr rasch Ergebnisse an und lieferten authentische Gesprächsanlässe im Unterricht und auch außerhalb des Unterrichts.

Wörterbuch

Wir erstellen ein gemeinsames Wörterbuch! Wir legten eine Power-Point-Präsentation in der Dokumentenbibliothek ab. Die fertige Folie wurde als Bild gespeichert und in den Blog "Wörterbuch" eingefügt.

Einbindung der Schülerinnen und Schüler

Die Kinder durften sich beim europäischen Wörterbuch Themen aussuchen. Sie meldeten sich immer wieder in den Blogs zu Wort. In der Schülerecke äußerten sie sich frei zu Unterrichtsthemen und -inhalten.

Die Grundschulkinder durften mitentscheiden, welche Unterrichtsergebnisse veröffentlicht werden können, die Erlaubnis der Eltern lag zusätzlich vor. Ein Beispiel sind die Vokis, die vor allem im Fremdsprachenunterricht hervorragend eingesetzt werden können. Auch bei der Veröffentlichung kleiner Filme durften sie festlegen, welche Beiträge im TwinSpace veröffentlicht werden. Es war zu jeder Zeit klar, dass dies ein geschützter Raum ist. Der Steckbrief jedes Kindes wurde auf Englisch und Deutsch in einem Ordner im TwinSpace abgelegt. Die Schüler übernahmen auch völlig freiwillig längerfristige Aufgaben, wie das Erfassen von Wetterdaten in einer Tabelle.

Lernziele

Der rezeptive Wortschatz im Fremdsprachenunterricht wird erweitert und gesichert. Bei leistungsstärkeren Kindern werden die gelernten Wörter produktiv angewendet. Es werden die durch den Lehrplan vorgegebenen Themenbereiche komplett abgedeckt. Die Folie hatte eine verbindliche Form und konnte gestaltet werden.

Dazu gab es auch das kleine Filmchen, das in unserem TwinSpace zu sehen ist. Der Film ist so in den TwinSpace eingebettet, dass er nicht heruntergeladen werden kann. Damit werden die Persönlichkeitsrechte der auftretenden Schüler gewahrt und sie selbst vor Missbrauch ihrer Aufnahmen geschützt.

Zusammenarbeit mit den Partnern

Die Partner suchten sich Themen aus, die zum Unterricht "Deutsch als Fremdsprache", bzw. in den Englischunterricht passten. Sie füllten sie im Idealfall komplett aus. Wir achteten darauf, Wörter mit hoher interkultureller Signifikanz zu verwenden. Die Themenbereiche deckten sowohl Schülerinteressen als auch Vorgaben durch den Lehrplan ab. Wir haben uns für einen Blog entschieden, weil die Arbeitsergebnisse schnell sichtbar waren.

Projektende

Einen Einschnitt bildet das Schuljahresende. Die ungarische Konrektorin Eva Szarvas fertigte eine Slideshow mit dem Titel "Hurra es sind Ferien!" an. Mit der ungarischen Schule kooperierten wir oft durch den Austausch von Schülerzeichnungen. Slides können online erstellt werden. Dies war eine fruchtbare Zusammenarbeit, um auch jüngere Kinder einbinden zu können. Denn die Schüler verabschiedeten sich voneinander im Blog der Schülerecke oder durch direkten E-Mail-Austausch. Die Schulfeste am Jahresende und die Verabschiedungen wurden im Blog dokumentiert.

Curriculare Einbindung

Im bayerischen Lehrplan für die Grundschule heißt es: Bildung und Persönlichkeitsentwicklung vollziehen sich durch Lernen. Im Unterricht erwerben die Schüler Grundlagen für selbstständiges, eigenverantwortliches Denken und Handeln und gewinnen Erfahrungen im menschlichen Miteinander.

Beim Lernen spielt die Eigenaktivität der Schüler eine entscheidende Rolle. Aufbauend auf bisherige Erfahrungen entwickeln sie eigene, subjektiv stimmige Vorstellungen, die durch weiteres Lernen objektiviert werden. Die Kinder lernen, indem sie neue und bereits vorhandene Informationen und Handlungsmuster miteinander verknüpfen. Die Kinder lernten durch den Umgang mit Computer/ Internet das "Lernen lernen". Sie sollen die verschiedenen Medien verantwortungsbewusst nutzen!

IKT-Einsatz

Warum Blog?

Der Blog eignet sich besonders gut, wenn die Partner rasch einen Überblick haben wollen wie sich das Projekt im Moment entwickelt und welche Beiträge neu online sind. Er kann kontinuierlich als lebendiges, interaktives Tagebuch verwendet werden.

Er ist für Lehrkräfte und Schüler - die aktuell über einen eigenen Blog in der Schülerecke verfügen - eine Gelegenheit sich offen, frei und weitgehendst unzensiert auszutauschen. Dabei sollte die Netiquette beachtet werden.

Aktuelle Themen regen zu Diskussionen im Blog an

Die Beiträge können mit Kommentaren versehen werden und drücken oft Gefühle und Stimmungen in Form von Ich-Botschaften aus.

Die Kinder griffen auch sehr gerne aktuelle Anlässe auf, um sich auszutauschen. Dies war z.B. die Fußballweltmeisterschaft, die näher kommenden Ferien, Urlaubsziele und Ausflüge. Dies bot auch interessante Gesprächsanlässe in der Gruppe bzw. im Klassenverband. Äußerst regen Austausch gab es zwischen den Partnern zum Thema "eTwinning wird 5 Jahre alt".

Der Blog wird mit Fotos, Filmen, Tondateien, Slides konkret. Die Kinder erfassen ganz nebenbei, wie das World Wide Web funktioniert, den Austausch von verschiedensten Daten zwischen Computern.

Durch den Blogkommentar wird klar, was andere Teilnehmer über bestimmte Projektbeiträge denken und die Kinder lernen ihre Meinung zu äußern. Jeder Teilnehmer erkennt bei Besuch des virtuellen Klassenzimmers auf Anhieb, was aktuell dort los ist.

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