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Frischer Wind und neue Ideen

Fünf Tage hospitierte Elisabeth Mielke im Vereinigten Königreich an der Unity Community Primary School in Manchester und erhielt wertvolle Einblicke in das dortige Schulleben und die Kultur.

Erfahrungsbericht einer Hospitation

Elisabeth Mielke nutzte die Hospitation an der Unity Community Primary School in Manchester, um den britischen Schulalltag aus nächster Nähe kennenzulernen und neue Impulse für den eigenen Unterricht zu sammeln. Besonders interessierten sie der Austausch mit den britischen Kolleginnen und Kollegen sowie die Arbeit mit einer sprachlich und kulturell vielfältigen Schülerschaft. Dabei wollte sie nicht nur beobachten, sondern sich auch aktiv in den Unterricht einbringen und neue Ideen für die weitere Zusammenarbeit zwischen den Schulen entwickeln.

Bereits am ersten Morgen wurde Elisabeth Mielke vo der Schulleitung herzlich empfangen und beim „morning briefing“ dem Kollegium vorgestellt. Während der gesamten Woche konnte sie sich mit ihren Fragen jederzeit an die Lehrkräfte wenden. 

Besonders positiv blieb ihr die Offenheit des Kollegiums in Erinnerung. Vom ersten Tag an fühlte sie sich an der Schule willkommen und gut aufgenommen. Beeindruckend war für Elisabeth Mielke die große sprachliche und kulturelle Vielfalt der Schule. Rund 94 Prozent der Kinder haben einen Migrationshintergrund und etwa 85 Prozent sprechen Englisch als Zweitsprache. Insgesamt sind mehr als 32 Sprachen in der Schulgemeinschaft vertreten.

Auch in ihrer Klasse 3AS war sie nicht nur Beobachterin. Die Klassenlehrerin und die Kinder bezogen sie von Beginn an aktiv in den Unterricht ein. Elisabeth Mielke unterstützte die Schülerinnen und Schüler in unterschiedlichen Fächern, arbeitete zeitweise individuell mit einzelnen Kindern und wurde von ihnen schnell als zusätzliche Ansprechpartnerin akzeptiert.

Untergebracht war sie während ihres Aufenthalts als „paying guest“ bei einer Gastfamilie. Ihre Gastgeberin arbeitet selbst im Office der Unity Community Primary School und ermöglichte ihr so auch außerhalb des Unterrichts weitere Einblicke in das Leben vor Ort.

Spielerisch Deutsch vermitteln

Am zweiten Tag übernahm Elisabeth Mielke selbst eine rund 50-minütige Unterrichtseinheit. Dafür hatte sie gemeinsam mit den Viertklässlerinnen und Viertklässlern ihrer Englischklasse an der Grundschule Broitzem vor der Reise ein Video über die Schule aufgenommen.

Der Film sorgte in Manchester für viele Fragen. Besonders spannend fanden die Kinder die Unterschiede zwischen dem deutschen und dem englischen Schulalltag. Für Verwunderung sorgte außerdem die Tatsache, dass es an deutschen Schulen in der Regel keine Schuluniform gibt und die Kinder selbst entscheiden können, was sie anziehen.

Anschließend bekamen die Schülerinnen und Schüler einen ersten spielerischen Einblick in die deutsche Sprache. Am Ende konnte sich jedes Kind auf Deutsch mit dem Namen vorstellen und die Lieblingsfarbe nennen.

Zum Abschluss brachte Elisabeth Mielke der Klasse das Lied „Klick Klick Klack Klack“ von Großstadtengel bei, das auch bei ihren eigenen Schülerinnen und Schülern in Deutschland beliebt ist. Die Geräuschwörter werden dabei mit Bewegungen kombiniert und zunehmend schneller ausgeführt. Das Lied kam so gut an, dass es auch an den folgenden Tagen noch mehrfach gemeinsam gesungen und getanzt wurde.

Elisabeth Mielke

Gastschule: Unity Community Primary School (Vereinigten Königreich, Manchester)
Heimatschule: Grundschule Broitzem (Braunschweig)

Erhobener Finger Ein Erhobener Finger, der aufmerksam machen soll.

Weitere Programme und Fördermöglichkeiten mit dem Vereinigten Königreich.

Von Anfang an willkommen

Über ihre Gastschule sagt Elisabeth Mielke:

„Ich habe mich an jedem einzelnen Tag sehr wohl und willkommen gefühlt.“

Ideen austauschen und voneinander lernen

Ein wichtiger Bestandteil der Hospitation war der Austausch über die unterschiedlichen Schulsysteme. Elisabeth Mielke und ihre britischen Kolleginnen und Kollegen verglichen ihren Unterrichtsalltag, tauschten Materialien sowie digitale Tipps aus und sammelten neue Ideen für die eigene Schule.

Der Kontakt soll auch nach der Hospitation bestehen bleiben. Gemeinsam mit ihrer zweiten Klasse möchte Elisabeth Mielke Videos mit Liedern und kurzen deutschen Sätzen aufnehmen und nach Manchester schicken. Damit knüpft sie an bereits bestehende Kontakte an, durch die ihre Schülerinnen und Schüler regelmäßig authentische Einblicke in die englische Sprache und den Schulalltag in Manchester erhalten.

Mit vielen Eindrücken zurück nach Deutschland

Ihr persönliches Fazit zur Hospitation für Lehrkräfte im Vereinigten Königreich: „Ich habe in der Hospitationswoche das Gefühl gehabt, dass mein Besuch sowohl für mich als auch für die englische Schule eine positive Erfahrung und Bereicherung war. Es ist unglaublich erfrischend, mal aus seinem eigenen Unterrichtsalltag rauszukommen, um etwas Neues kennenzulernen und zu erleben, einen kleinen Beitrag zum dortigen Unterricht leisten zu können und mit so unglaublich vielen, intensiven Eindrücken wieder nach Hause zu kommen. Ich freue mich sehr darauf, meiner zweiten Klasse und auch meiner Englischklasse von der Woche in Manchester berichten zu können, Fotos zu zeigen und so diese wunderbare interkulturelle Erfahrung mit meinen Schülerinnen und Schülern teilen zu können.“

Frischer Wind

Die Erfahrung fasst Elisabeth Mielke mit folgenden Worten zusammen:

„Es ist unglaublich erfrischend, mal aus seinem eigenen Unterrichtsalltag rauszukommen.“